Der IV# Zivilsenat des Bundesgerichtshofs hat in der Sitzung aa 22# Oktober 1969 unter Mlivirkung des Senatopräaldonton Dr. Hauß und der Qundesrichter Dr. Pfretzschner« Dr# Reinhardt« Dr# Bukov und Dr# besohlossem Die sofortige Beschverde der Klügerin gegen den Beschluß des 12# Zivilsenats des Oberlandesgerichts Hünchen von 30# Juni 1969 wird zurückgevlesen# Mit dem bei Gericht am 12* Mai 1969 eingegangenen Schriftsatz hat die Klägerin Berufung gegen das Orteil ela» gelegt und diese zugleich begründet* Das Oberlandeagericht hat die Berufung durch BeschluB vom 30* Juni 1969 als ua» zulässig verworfen* well die Berufungsfrist des § 916 2P0 nicht eingehalten worden sei* Gegen diesen BeschluB richtet sich die rechtzeitig eingelegte sofortige Beschwerde der Klägerin* Die sofortige Beschwerde ist unbegründet* Die ln des angefochtenen Beschluß getroffene Feststellung des Ober*, laadesgarichts, daß die Berufungsfrist versäumt worden sei» ist zutreffend* Das Urteil 1st der Klägerin an 31* März 1969 zugestellt worden» die Berufung 1st erst nach Ablauf der Monatsfrist des § 916 ZPO» nämlich an 12« Mal 1969» hei Gericht elngegengen* Die ln der Beschwerde vertretene An» sicht» die Voraussetzung für eine Zustellung nach § 212 a ZPO sei nicht gegeben gewesen» 1st unzutreffend*
/ / o ^uö/ 054 BUNDESGERICHTSHOF Pf m zsutsa. BESCHLUSS in dee Rechtsstreit der Frau Annette Gerda R »Straße* ßöb, f, Hausfrau» Klägerin und Beschwerdeführerin» • ProseBbevoIInäohtigter: in gegen Jürgen Robert Günther R bei Vi » Betriebsleiter» traße^B^ Beklagten und Beschwerdegegner» • Proseßbevollirächtlgtert Rechtsanwalt Dr. • 2 - Der IV# Zivilsenat des Bundesgerichtshofs hat in der Sitzung aa 22# Oktober 1969 unter Mlivirkung des Senatopräaldonton Dr. Hauß und der Qundesrichter Dr. Pfretzschner« Dr# Reinhardt« Dr# Bukov und Dr# besohlossem Die sofortige Beschverde der Klügerin gegen den Beschluß des 12# Zivilsenats des Oberlandesgerichts Hünchen von 30# Juni 1969 wird zurückgevlesen# Die Klägerin hat die Kosten des Beschwerde» Gründe s Durch Urteil des Landgerichts Traunstein ist die Ehe der Parteien auf die Widerklage des beklagten Eheafines aus Verschulden der Klägerin geschieden vor» den« Die Verkündung des Urteils« das geoäß § 128 Abs# 2 ZPO ohne nündliche Verhandlung ergangen ist« ist genäB § 310 Abs# 2 ZPO durch Zustellung der ttr» tellsfomel ersetzt worden# Alsdann 1st das Urteil genäB § 629 ZPO von Ante wegen auf dem Kege der Zu» Stelling nach § 212 a ZPO der Klägerin na 31« ftärz 1969 und den Beklagten an 1« April 1969 zugestellt worden. Beide Anwälte haben Uber diese Zustellung ein Efcpfangs» bekenntnls ausgestellt# n / 3 Mit dem bei Gericht am 12* Mai 1969 eingegangenen Schriftsatz hat die Klägerin Berufung gegen das Orteil ela» gelegt und diese zugleich begründet* Das Oberlandeagericht hat die Berufung durch BeschluB vom 30* Juni 1969 als ua» zulässig verworfen* well die Berufungsfrist des § 916 2P0 nicht eingehalten worden sei* Gegen diesen BeschluB richtet sich die rechtzeitig eingelegte sofortige Beschwerde der Klägerin* Die sofortige Beschwerde ist unbegründet* Die ln des angefochtenen Beschluß getroffene Feststellung des Ober*, laadesgarichts, daß die Berufungsfrist versäumt worden sei» ist zutreffend* Das Urteil 1st der Klägerin an 31* März 1969 zugestellt worden» die Berufung 1st erst nach Ablauf der Monatsfrist des § 916 ZPO» nämlich an 12« Mal 1969» hei Gericht elngegengen* Die ln der Beschwerde vertretene An» sicht» die Voraussetzung für eine Zustellung nach § 212 a ZPO sei nicht gegeben gewesen» 1st unzutreffend* Dr. HauB Dr* Pfretzschner Dr. Reinhardt Dr* Bukov DT*