BGH · IV ZB 20/66
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PDF öffnen ↗Leitsatz / Zusammenfassung
ia der Sitzung vom XI#Februar 1966 beaehlGsaent Die Beschwerde geg&n den Beechlttee des 2* Zivil- Durch den angefochtenen Beschluss lat dem Kläger die ^iederwincetsang in den vorigen Stand gegen die ¥ersöumung der Berufuögsfriat versagt worden und sein© Berufung, di© er gegen da® in dieser Sach© ergangen© Urteil des Lunlg©-rieht© eingelegt hat* verworfen worden# Bi© von dem Klager hiergegen eingelegt© sofortige Beschwerde ist tmbegründet# Das Berufungsgericht hat dem Kläger die Wie&oreiasetsung in den vorigen Stand wegen der Versäumung der Berufung©«* frist mit Hecht versagt# Sie kenn nach § 233 ZPO nur erteilt werden» wenn die Bartel durch Katurareignisse oder ander© unahwendfear© Sufäile verhindert worden ist» di© Be-rufungöfrist zu wahren* Babel ist nach § 232 Ahe* 2 ZPO die Versäumung nicht unverschuldet, wenn ei© ihren Grund in ©imea Yeri*©holden de© ProsedbevollmMehtigten der I'artei hat# *0 seltig von dem Urteil dee Landgerichte Kennt-la erhielt» daee eie in der Lage gewesen wäre» die Beruf uri-o-Trist elnsuhalten« Der Proseöbevollaächtlgte des Kläger3 hat allgemein angeordnet* dass sein Bürovorsteher darauf su achten habet dass etwaige su beachtende Fristen in den Fristenknlender bereits eingetragen wurden bevor die Pest ihm» dem Frosedbovollavlehtigten9 vorgelegt werden ln den Anwalt eine Kontrolle su ermöglichen» muss in den Hand-akten ein Vermerk darüber auf genommen werden» ob und fdr welchen Zeitpunkt eine Frist eingetragen ist« Penn der ProseObevollmKohtigte sein Büro allgemein angewiesen hat, die Frist schon elnsmtragen» bevor ihm ein sugestellies Urteil mit dem Bopfcmgebekemntnift vorgelegt wird» dnnu müssen entweder dio Akten» die diesen Yeraerk enthalte- , dem Froaeübevollmächtlgten susamman mit dem «ugeatelltcn Urteil vorgelegt werden » oder der Vermerk muss auf das Urteil selbst gesrtst werden« Bas ist hier nicht geachrhen* Der Pro»e3bevollmUchtigte des Klügere konnte sich daher hier nicht darauf verlassen» dass sein Büro die Print notiert hatte» Bes verpflichtete ihn» erhöhte Sorgfalt walten sa lassen« Er wurde dieser nicht dadurch gerecht» dass er eine Angestellte mündlich anwies, die Fristen su notieren und ihm die Akten sofort vorsulegen« Pa die Angestellte diese Weisung nur in ihre» Stenogrwmablocfc festhielt» bestand keins sichere Oewähr dafUr, dass sie auch «oegeführt wurde* Der Froseßbevolla&ehtigte hätte vielmehr die Angelegenheit selbst in Auge behalten nnenon. Bä di© ^icdereineetsung in den vorigen Stand gegen die Veraätuaung der Berufungsfrist nlt Hecht verengt word iotf ist die Berufung nach $§ 516, 519 b ZPO xait Hecht verworfen worden« Sie eofortl&e Beschwerde nusoto daher ult der Ceetenfolge aua $ 97 ZPO aurftekgewlescn werden»