BGH · IV ZB 731/65
Originalentscheidung als PDF
PDF öffnen ↗Leitsatz / Zusammenfassung
Die Beschwerde der Kläger gegen die Hieht-sulassüng der Revioion im Urteil des 19# Zivilsenats des Kaaaergeriehts in Berlin vom 16# September 1965 wird aurückgeelesen# Die Kläger stachen den von ihnen ererbten Frclhelts-sohadensaBSpruch des Kapitänleutnants# Schriftstellers und Eeichotageabgeordneten Br* Belauth MM geltend* Br# MM trat 1922 der B5BAP bei und war am sogenannten Harsch zur Feldherrenhalle vom 9* November 1923 beteiligt and in Bandsbexg interniert# In einem Schreiben vom 2* Oktober 1923 an den späteren Gaulei tor BtMMM beruft er sich darauf# daß er von Hitler schon seit lange» mit seiner Vertretung in Nürnberg und Kordbayern beauftragt sei und seine Punktion# ebenso wie die von MM und EMfe Über und außerhalb der einzelnen Ortsgruppen stehend# ihre Grenze erst dort finde# wo die inneren Verhältnisse der Ortsgruppe begännen* Ende 1924 oder Anfang 1925 verließ Br# nMfc dis KSBAP# 1929 schiß er sich dem *Heichobanner* an und gelangte als Abgeordneter der sPB ln den Reichstag* 1933 wandert« er nach Frankreich aus* Me Entsehädigungsbehörde, das Land- und das Oberlandes gerieht haben den Frelheiicochadensanspruch des Verfolgten verneint» weil er «ehr als nominelles Mitglied der SCIiÄr gewesen sei {§ 6 Aba* 1 Sr. 1 BEO). Zutreffend geht das angefochtene Urteil dav;m aus, daß die SSBäF von 1925/24 im Sinne des BZ$ mit der von 1933/45 identisch ist. Auf das spätere Verfolgungssohieksal kommt ee» wie auch die Beschwerde nicht verkennt, fUr die Ausschließung durch I 6 Abo* 1 Kr* 1 8BÖ nioht an* gnobetiondore bittet du« Gesetz keine Handhabe* der Auffassung des Wiedergotnachungs-staaschusaes Kechnung zu tragen* Entscheidungen hierüber seilten darauf abgestellt «erden* ob die Förderung des National-Sozialismus durch dessen spätere Bekümpfwsg überwiegend &uc-geglichen worden sei (Bericht des Abgeordneten Hirsch - B?~ Druckaaohe XY/3423 - «u § 6)* Die unverändert gebliebene Ge-setzesbestiia&uag sieht keine Abwägung in diesen Sinne vor* die Ausschließung ist vielmehr eine unabdingbare Folge des gesetzlichen tatbestanden* Bin Ausgleich darin liegender Härten kann nur nach den Forschriften des Siebenten Abschnitt» erfolgen* Die außergerichtlichen Kosten der erfolglosen Beschwerde-tragen die Kläger nach I§ 20$ Abs» 1 BKG, 97 ZKU