Serlehtsgebühren und Auslagen werden nicht erhoben^ die auSergerichtllohen Kosten der Beschwerde hat die Klägerin zu tragen* Die KotöchMdiguüceb$h5rde bat die Ansprüche der Klägerin abgelehßt, die Kötsch!ldigußgsgericfate haben ihre Klagt abgerissen* Da« Berufungsgericht hat di« Revision an den Bundesgerichtshof nicht gugelaosen* Die von der Klägerin gegen diese ggbenentscb&lduag erhobene, nach § 220 Abs. 1 BßÖ saliiasige sofortigo Beschwerde" ist unbegründet* Bi« Voraussetsungen, von denen nach § 219 Abs. 2 die Zulassung der Revision durch den Bundesgerichta- ftaeb den Gutachten der Efiutfoebärfcte hat das Berufungsgericht eßgenoistasts, daß di* medizinische 'äissenschafi Uber die Ätiologie der F^rmntornv ooiti^ noch keinerlei Klarheit gewinnen konnte, trots der Vielsohl der erörterten Faktoren ist keiner von ibc^n als nur einiger »aßen gesichert ansureben.. riese Auffassung vom Stande d#r oedisinisehen rrkenntnia hat auch der von der Klägerin mit der Begutachtung beauftragte fi«arolog£ Fr. IflBB geteilt, wenn euch nach seiner Ansicht das Verfolgengssehleksal d-*>s verstorbenes Bheaannes der Klägerin a%licfcerweiac eine Ursache für das Fntctebon der Krankheit abgegeben hot. Auch nach dieser Auffassung ist also, ®ie das Berufungsgericht in den ürieilugrUsden dargelegt hat, da ursächlicher Zusagtenhang zwischen Verfolgung and Ausbruch der Krankheit eicht wahrscheinlich (§28 Abs. 1 8ats 2 ■££&). Bobei ist das Berufungsgericht davon ausgegnngsn, daß die Belastungen der KZ-ißgerfeaJ bei dea Verfolgten rt$glicberi»el9e «ine sogenannte str«. Auch insoweit fehlt ' es somit an einem ursMchlichen Suaaasaeo hang swisehen der Verfolgung des Verstorbenen und seiften sp’iter^n Leiden, euf die die Klägerin ihre Entschädigungen?:*-* Die Frage, ob das Beruf ungageriebt auf Grund cu-r Gutachten der gerichtlichen Sachverständigen mit Xvcht su dem Ergebnis g«keimen iei, daö der ursächliche Za-snmmenb&ng ««lachen Verfolgung und Krankheit nicht ^atirriebelalicb sei, kann reg&lm'U3ig vom Xevi:üoc-3ge- . Fs trifft' auch nicht s«, «Io die Beschwerde meint, daö das Berufungsgericht seinen Prägungen ein* nicht dem Genets entsprechend* Auslegung dea Hcebtöbwgriffs "wahrscheinlich* sugrande gelegt habe.
nuouuj. • XJW oov^u • t^Gl iiUii X • V-* • u^ua u o —- ——— I c 2t>4'0 066 640/65 Beschluß io der SntseMdigungss&ehe der laiia H wohabaft la 1 Klägerin und Bescbword?-*-fibrerit; - I^oseSbevolls&öfetigier: Hechtsanwalt Br* C* o ß das Band Bbaialand ~ P ! a 1 s , Htcistsrlaia für fimtszm m$ fiederaufbatt, vertreten durch dea Beiter das Bandeeaataa JTUr ftlödergutmacbuB und vergaltdt« Yersjögaö als Vertreter dea Laadesio-tBrm&m ia Mains, ilicc«plats 4, Beklagten und Bsachserdcgegöer« 0 . Per IV. Zivils* unter Mitwirkung des 4er Itandesriebter Jo Bundesgerichtshof *J & *** cz * * v * •• *• ■* !ßu fcepräsidsct^a Anchor an» ifaaS, bilden und ln der Sitzung vom 2* Februar 1966 beschlossent % Graf Die sofortige Beschwerde der Siegerin gegen die Kichtssulasaung der revision iß dem Urteil de» 4* Zivilsenate des « Oberlaodcsgerichts Zweibrücktfo vom 14* April 1965 ^ird sarUcfcgesriceeo. Serlehtsgebühren und Auslagen werden nicht erhoben^ die auSergerichtllohen Kosten der Beschwerde hat die Klägerin zu tragen* 0 r Ü ft d e j Die Klägerin ist die ?'it*?e des am 14* Juli 1954 iö bei Brüssel verstorbenen jüdischen Kaufmanns Georg Bor Verstorbene ist von den national« sozialistischen Machthaber» verfolgt worden, etwa n Monate war ar Häftling io den sUdfranzäsincben Konzen« trationslngero Pt* Cyprien und Gura, später gehörte er verschiedenen Arbeitseinheiten so* Mitte Besorger 1942 ^<5 fluchtete er in die Schv^ic. Usch Kriegsende tc-hr-tc-cr nach Belgien ssurück* Br otnrb isö De r &S t orsycr-t a. o , oitiea celteneo Hautieiden «it schweren krankhaften ‘lnder&ngen anderer örganajsteae* Bevor diene Kranübsj^ erkannt ®urde (1954)# war h«i ihn ein l» X c a c— I,e 1 uou festgestallt worden* Die Klägerin fordert für sich und ihre Kinder, arfstlich Miterbco nach deza Verstorbenen, Entsch'-io i~ guag für Geeundbcitsocbnden* £ie begründet ihren aprueb eimsol da&it, dan Verfolguagegeocbsheo hnbe leiden, da« aus& -Tode ihres ihcisaoöea geführt habe, v??^ ursacht, eie beruft sieb ferner darauf, daS die trzu* des Verstorbenen infolge des auf die Verfolgung isu-rflckgeheodeö üXcus-Boidenc eise Erfolg versprechende Behandlung der Dornat o$y os it is siebt hatten vernehmen k&nnen* weil infolge des Ulcu8~XfCidens die bei deta nannten Hautleiden wirkemae Cortison-Dber&pie contra-indiziert gewesen sei* Die KotöchMdiguüceb$h5rde bat die Ansprüche der Klägerin abgelehßt, die Kötsch!ldigußgsgericfate haben ihre Klagt abgerissen* Da« Berufungsgericht hat di« Revision an den Bundesgerichtshof nicht gugelaosen* Die von der Klägerin gegen diese ggbenentscb&lduag erhobene, nach § 220 Abs. 1 BßÖ saliiasige sofortigo Beschwerde" ist unbegründet* Bi« Voraussetsungen, von denen nach § 219 Abs. 2 die Zulassung der Revision durch den Bundesgerichta- lirstlloheu Gutachten» die von den Krsteo der Univer-citfsia-Hautkliaik io Heidelberg und der ucdirini^ch^n Universitätsklinik in Köln erstattet' worden sind. ftaeb den Gutachten der Efiutfoebärfcte hat das Berufungsgericht eßgenoistasts, daß di* medizinische 'äissenschafi Uber die Ätiologie der F^rmntornv ooiti^ noch keinerlei Klarheit gewinnen konnte, trots der Vielsohl der erörterten Faktoren ist keiner von ibc^n als nur einiger »aßen gesichert ansureben.. riese Auffassung vom Stande d#r oedisinisehen rrkenntnia hat auch der von der Klägerin mit der Begutachtung beauftragte fi«arolog£ Fr. IflBB geteilt, wenn euch nach seiner Ansicht das Verfolgengssehleksal d-*>s verstorbenes Bheaannes der Klägerin a%licfcerweiac eine Ursache für das Fntctebon der Krankheit abgegeben hot. Auch nach dieser Auffassung ist also, ®ie das Berufungsgericht in den ürieilugrUsden dargelegt hat, da ursächlicher Zusagtenhang zwischen Verfolgung and Ausbruch der Krankheit eicht wahrscheinlich (§28 Abs. 1 8ats 2 ■££&). Mach der Auffassung dos Berufungsgerichte ist der Anspruch der Kl§g*rla auch nicht deshalb begründet, weil einer Erfolg versprechenden Behandlung des Haut leide ns das verf olgungsb^d ingte Ulcus-leiden ;• r; t-gegeögaatandes böitte. Bobei ist das Berufungsgericht davon ausgegnngsn, daß die Belastungen der KZ-ißgerfeaJ bei dea Verfolgten rt$glicberi»el9e «ine sogenannte str«. Llcus-Pykraokunp, entstehen ließen» äb$r nach <;nr von Berufungsgericht gebilligten Ansicht der ürsviiehea Gutächton • k^ino v'ah r « o b * i »1 ic h k*l t äcifU? bcet^hfr, d*sß das später diagnostizier5e ülcus^X»©ideß als Folge der früheren Brkraokuag aosnsefaeti sei. Auch insoweit fehlt ' es somit an einem ursMchlichen Suaaasaeo hang swisehen der Verfolgung des Verstorbenen und seiften sp’iter^n Leiden, euf die die Klägerin ihre Entschädigungen?:*-* Sprüche atutsen will. Die Frage, ob das Beruf ungageriebt auf Grund cu-r Gutachten der gerichtlichen Sachverständigen mit Xvcht su dem Ergebnis g«keimen iei, daö der ursächliche Za-snmmenb&ng ««lachen Verfolgung und Krankheit nicht ^atirriebelalicb sei, kann reg&lm'U3ig vom Xevi:üoc-3ge- . rieht nicht nachgeprüft werden,* weil es sich hierbei im allgemeinen ura eine Prüfung der dem tatriohter vor-* befenlfcenea Boweiaviürdigueg bandelt. Hierauf t.r% d&r Oenat in der BsV 1961, 229 Hr. 26 abgsdruckteo Entscheidung bingfswiesen* Fs trifft' auch nicht s«, «Io die Beschwerde meint, daö das Berufungsgericht seinen Prägungen ein* nicht dem Genets entsprechend* Auslegung dea Hcebtöbwgriffs "wahrscheinlich* sugrande gelegt habe. Bei der Anwendung dieses Begriffs feat sich dm Berufungsgericht vielmehr an die Grundsätze gebalten, die hierzu in der Hssf 1953» 20 Hr. 16 abgadraafcteä Entscheidung aus-gesprochen sind. An ihnen ist featsafealten* Hach § 23 ifcs. 1 Hr. 2 BBd» darf der erörterte ursächliche Susssaaenir':.-.- siebt orot. dans bejaht werden, wann die Intech'l d igungnb• '— hSrdo bs**. die rat 3eblöigungager icht e noch a or L*b.>os-Erfahrung eine sichere, ornothafte Steife1 aussohlies-aeod# Gewißheit von Bestehen eines solchen Suo&raKsn-hange gewönne» haben; in Hinblich auf die Beweio-och^isrigk^iten bei äcm Vorfolgten hat cs der Genets-gehör für notwendig gehalten, entsprechend 5 28? &?o und § 1 Aba. 3 3V0 einen geringere» Grad der Geliebelt» aüslieh di« rahrscheislicbkeit, genügen su loo-sen- Hanacb bat ein verständiger, erfahrener Beurteiler den Znsam&snha&g au bejahen, wen» für das Bestehen des Hausalsussssioabangs das überwiegende Geklebt der Gründe spricht. 2&tos kann keina Heda sein, ^snn bei der ■ ürdlguog aller Umstand® nur eine Hbgllehbeit einen arc-lehlicheo Zusammenhangs besteht. Sa genügt nicht, daß u.e. nie hr für. die Möglichkeit des Bcatebena des Ursachensucsc-aeabangs spricht aln für das Gegenteil, wie di* B-sobtterde meint, eine derartige Auslegung des C03etssafe «griff» würe nicht nur alt dem Sprachgebrauch unvereinbar» sie würde dasu führen müssen, daß Hotschndi-gungsanspracbe für alle Krankheit*», deren Ätiologie ooöh uog*kl%rt ist, begründet sei» könnten. Ess aber bat der Bundesgerichtshof schon mehrfach abgelehnt (Hs$ 1961, 229 Hr. 26 (230) - Coroöarsklerosa -, RsH 1965» 170 Hr. 16 - multiple Sklerose ~). 25«r vorliegende üeobtsstrsit erfordert bei dieses Stande der P.ecbtoprecbaog nicht» do3 überdie von der Hevisioa aufgeworfene ?rag« vom Bundesgerichtshof durch Urteil entschieden werde» ssuS. sofortig-? Bv^ct=-"?rd:2 der Kl'lgeria isid d aer .sit cler Ko-st^sf elge mis § 213 Ab». 1 2tG# § Abs. 1 Z?0 suriickgmfiemm werdsa* .iseh^r Ha aß