BGH · IV ZB 579/65
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PDF öffnen ↗Leitsatz / Zusammenfassung
Die nach § 220 Abs* 1 BEG zulässige sofortige Be« schwerde ist unbegründet» da keiner der Kulassunga« gründe des $ 219 Abs» 2 BEG vorliegt» BrrnäBigung des Huudertcatzes der Hinterbliebenenrente gemäß 5 13 der 1* DY-BKG ergeben sollte« ln den wegen Gesun.lheltsoch&den ergangenen weiteren Bescheid vcn 13« üepteaber 1963 heißt es u«a«, daß die Auszahlung der Entechädigungaheträ£e erst nach Feststellung und Berechnung der eich in der Hinterbliebenenrente ergebenden Rückzahlung erfolge« Mit den Anderungobescheid von 17* Januar 1964 hat die Bentenbuhürde des beklagten Landes die für den Geeundheitaachctden festgesetzten Beträge ermäßigt« In der Begründung des Bescheids wird darauf hlngewiesen, daß bei gleichzeitiger Bewilligung von nntochädigungsleistungen wegen Schadens an Leben und wegen Schadens an Körper and GoBundneit nach der Entscheidung des Senats vom 19« April 1963 — IY ZR 301/62 -die hbhere Entschädigung in veiler Hohe und die niedrigere unter Berücksichtigung der höheren im Hundertsatz zu kurzen und entsprechend neu zu berechnen sei« ln vorliegenden Fall sei bei einem Vergleich für den genanten Entschädigungszeitraum die wegen des Schadens an Leben su zahlende Entschädigung die höhere, so daß die Entschädigung wegen Gesunciheitaochadens gekürzt werden müsse« Bis gegen den Änderungsbeocheid vom 17« Januar 1964 erhobene Klage der Klägerinnen, die darauf gestützt let, daß der Bescheid über die Entschädigung wegen Ceaundhoitssohaden vom 13* September 1963 rechtskräftig geworden aei, so daß er nicht mehr habe ge leert werden können, blieb in erster und zweiter Instanz erfolglos« Die Revision hat das Berufungsgericht nicht zugelassen, weil das Urteil der Rechtsprechung des Bundesgerichtshöfe folge und ia übrigen auf tatsächlichen Erwägungen beruhe» Denn die zugunsten der Erblasserin ergangenen Bescheide wegen'LeLadens an Leben und wegen Schadend an Körper und Gesundheit enthalten entsprechende» Vorbehalte, 30 daO ungoaciitet der formellen liech ts-Kraft eine Änderung zulässig ist. Allerdings iat der zweite Vorbehalt bei formeller Betrachtungsweise nur dahin ergangen, daS die Auszahlung der Bntschädigungß-beträge wegen des Geaundheitsachadena erst nach Feststellung und Berechnung der sich in der Hinterbliebenenrente ergebenden Zahlung erfolge. ist der Vorbeisalt bei der öesundheitsscfc&dennrente als dahin ergangen anzusehenf daS auch die ^egen des öeaandbeitssch&dens sugcsproebenen Leistungen nachträglich geändert worden könnten* Las Verfahren der l&tschädiguogßbefcörde ist daher von den ergangenen Vorbehalten gedecktt so da3 sich die Klägerinnen auf die formelle Eeohtskraft nicht berufen können*