BGH · IV ZB 544/63 vom 24.01.1964
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BEG § 26 Bor Anspruch auf die sich aus den neuen Tabellen der Änderungsverordnungen ergebenden Erhöhungsbetröge einer wegen Schadens an Leben festgesetzten Rente ist auch dann frei vererblich* wenn der erhöhte Anspruch vor dem Tod des Hinterbliebenen nicht mehr neu festgesetzt ist« In dem Rechtsstreit handelt es sich um die Präge, oh ein Anspruch auf die sich aus den Änderungsverordnungon ergebenden Erhöhungsbeträge einer wegen Schadens an Leben festgesetzten Rente auch dann vererblich ist, wenn der erhöhte Rentenanspruch vor dem Tod des Hinterbliebenen nicht mehr neu festgesetzt ist und der Erbe nicht zu dem in § 26 Abs» 2 BEG genannten Personenkreis gehört« Der Senat hat di« Präge in dem Urteil vom 28« November 1962 IV 2R 119/62 (RzW 1963, 174 Hr. 17) bejaht. In der Entscheidung vom 13« Pebruar 1963 IV ZR 231/62 (RzW 1963, 361 Nr. 11) hat der Senat klargestellt, daß als Anspruch auf die laufende Rente, die nach § 26 Abs. 1 BEG weder übertragbar noch vererblich ist, nur derjenige auf die für den laufenden Monat geschuldete und auf die künftig fällig werdende monatliche Rente in Betracht kommt. Die erhöhten Rentenbeträge, die auf Grund der Xnderungs-verordnungen bis zu dem Tod des Hinterbliebenen fällig, ihm aber nicht mehr gezahlt wurden, sind mithin rückständige Rentenbeträgo im Sinne des § 26 Abs. 2 BEG. Es geht allein darum, oh die seinerzeit zugunsten des Hinterbliebenen erfolgte Festsetzung des Anspruchs für die Frage der Vererblichkeit die durch die Änderungsverordnungen eintretenden und sich ohne v/eiteres aus ihnen ergebenden Rentenerhöhungen mit erfaßt. Es iat kein sachgemäßer Grund dafür erkennbar und entspricht nicht dom Sinn des § 26 Abs. 2 BEG, daß die Vererblichkeit des Anspruchs auf die rückständigen erhöhten Rentenbeträge davon abhängig gemacht wird, ob die Behörde vor dem Tode des Hinterbliebenen noch- zu der rein schematisch erfolgenden Festsetzung der erhöhten Rente gekommen ist, deren Betrag sich ohne weiteres aus der maßgebenden neuen Tabelle ergibt, die in der Änderungsverordnung enthalten ist. Es ist nicht einzusohen, daß trotz der Festsetzung der Rente der nicht zu den nächsten Angehörigen gehörende Erbe, dor den Hinterbliebenen vielleicht vor dessen Tod unterstützt hat, nicht in den Genuß der Rentenerhöhüngen kommen soll, zu demal die erhöhte Rente vor dem Tod des Hinterbliebenen überhaupt nicht mehr neu festgesetzt werden konnte, wenn der Hinterbliebene vor der Verkündung der Xnderungsverordnung, aber nach dem Zeitpunkt * von dem an die .erhöhten Rentensätze rückwirkend gelten sollen, gestorben ist. Dabei ist nicht erheblich, daß die Entscheidung eine Rente v/egen Gesundheitsschädens und damit die insoweit nicht anders liegende Vorschrift des § 39 Abs. 2 BEG betrifft. Die Rechtslage ist durch den Senat hinreichend geklärt, so daß es einer Zulassung,der Revision nicht bedarf.Da auch im übrigen die nach § 219 Abs. 2 BEG für eine Zulassung der Revision erforderlichen Voraus-