BGH · IV ZB 414/61
Originalentscheidung als PDF
PDF öffnen ↗Leitsatz / Zusammenfassung
Zivilsenats des Hanseatischen Oberlandesgerichts zu Hamburg vom 26, April 1961 wird zurückgewiesen, Ber Kläger trägt die außergerichtlichen Kosten des Rechtsmittels, Bas Verfahren ist frei von gerichtlichen Gebühren und Auslagen, Beklagte und Beschwerdegegnerin, Zutreffend ist das Berufungsgericht davon ausgegangen, daß dem Kläger nach § 116 Abs. 1 Satz 3 BEG Kosten nur erstattet werden können, soweit sie bei der Nachholung der vorberuflichen Ausbildung entstanden sind, in der er sich befand, als er wegen der gegen die~ Juden gerichteten nationalsozialistischen Gewaltmaßnahmen mit seinen Eltern aus Deutschland auswandern mußte * Es entspricht der ständigen Rechtsprechung des Senats, daß es insoweit allein auf den Ausbildungsabschnitt ankommt, der durch die Verfolgung betroffen worden ist, und daß auch adäquat verursachte Schäden des sich anschließenden selbständigen Ausbildungsabschnitts außer Betracht bleiben müssen. Die Erwägungen des Berufungsgerichts, der von dem Klager im gerichtlichen Verfahren geltend gemachte Anspruch auf weitere 5.000 DM sei nur begründet, wenn ihm für die Nachholung der vorberuflichen Ausbildung mindestens I0.000 DH Kosten entstanden seien, trifft allerdings nicht zu. für die Nachholung der vorberufliehen Ausbildung nicht als erwiesen angesehen hat, nicht zu beanstanden* Mit Recht hat das Berufungsgericht insbesondere die Kosten des Studiums einschließlich des Lebensunterhalts außer Betracht gelassen, soweit sie von der amerikanischen Regierung getragen wurden, da dem Kläger in diesem Zusammenhang keine Aufwendungen für die Nachholung der vorbe ruf liehen Ausbildung erwachsen sind. Auch darüber bedarf es keiner Entscheidung des Bun-desgerichtshofso Da auch im übrigen die nach § 219 Abs, 2 BEG für eine Zulassung der Revision erforderlichen Voraussetzungen nicht vorliegen, muß die sofortige Beschwerde zu~.v^