BGH · IV ZB 367/65
Originalentscheidung als PDF
PDF öffnen ↗Leitsatz / Zusammenfassung
Das Berufungsgericht hat der aus einer unselbständigen Erwerbstätigkeit verdrängten Klägerin wegen Schadens im beruflichen Portkommen für die Zeit vom 1» Januar 1959 an eine Berufsschadensrente zuerkannt» Deren Höhe hat es auf Grund einer Kapitalentschädigung bestimmtP die sich bei einer Einstufung in den mittleren Dienst und einem vom Io Mai 1935 bis zu dem 31» August 1957 dauernden Entschädigungszeitraum errechnetp und der der in § 92 Abs» 2 BSG vorgesehene Versorgungszuschlag nicht hinzugefügt ist» Die von dem beklagten Land gegen die Nichtzulassung der Revision eingelegte sofortige Beschwerde ist unbegründet» Die sofortige Beschwerde ist der Auffassung, daß das Ende des Entschädigungszeitraums auf den 5* Oktober 1941? Diese Feststellungen ergeben, daß die Voraussetzungen, von denen nach Maßgabe der Neufassung des § 75 BEG- durch Art» I Nr* 44 SG für eine verheiratete Verfolgte die Beendigung des Entschädigungszeitraums abhängt, jedenfalls vor dem I* September 1957 noch nicht Vorlagen Die Rechtslage, die sich insoweit durch das BSG-Schlußgesetz geändert hat, ist durch das Urteil des Senats vom 13« Oktober 1965 -IV ZR 223/64 - hinreichend geklärt* Grund einer vom beklagten Land eingelegten Beschwerde gegen die Nichtzulassung der Revision der Revisionsrechtszug nur zu dem Zweck der Festsetzung der erweiterten Leistungen in dem gegenwärtigen Verfahren eröffnet werden müßte« -Das ist jedenfalls dann nicht notwendige wenn, wie es hier der Fall ist, anzunehmen ist, daß der Beschluß über die Zurückweisung der sofortigen Beschwerde innerhalb von 3 Monaten nach der Verkündung des Schlußgesetzes zuge~ stellt und deshalb das Berufungsurteil innerhalb der Breimonatsfrist des Art« III Nr« 2 Abs * 2 SG rechtskräftig wird« Lie Klägerin hat dann die Möglichkeit, gegebenenfalls ihre weitergehenden Ansprüche nach Maßgabe dieser Vorschrift geltend zu machen« Die Voraussetzungen des § 219 Abs« 2 BEG für eine Zulassung der Revision auf Grund der sofortigen Beschwerde des beklagten Landes liegen nicht vor, so daß das Rechtsmittel zurückzuweisen ist«