BGH · IV ZB 329/58
Originalentscheidung als PDF
PDF öffnen ↗Leitsatz / Zusammenfassung
Bas Berufungsgericht hat dieses ;Rechtsmittel, durch den angefochtenen Beschluß verworfenj da .es an^nöMen hat:, das, Urteil des Land gerichts sei dem Beklagten bereit» am 27*. Berufung dahbr verspätet eingelegt wordene Per Beklagte hat hiergegen frist- und forragerecht sofortige Beschwerde eingelegt» Biese ist nicht begründet» Zwar mag das Berufungsgericht, wie der Beklagte geltend macht, zu Unrecht angenommen haben,.^daß' August zugesteilt worden sei» Bas Landgericht wollte' das Urteil nach § 212 a ZPO in vereinfachter Porm an den Proz^bevollmächtigteh des Beklagten zustellen» Pas Bmpfangsbekenntnis ist jedoch, da der Prozeßbevollmächtigte beurlaubt -war, nur von dem bei ihm beschäftigtem Stationsreferendar unterzeichnet worden und nicht von dem als Zustellungsbevollmächtigten bestellten Rechtsanwalt» Im Hinblick auf die in dem in BGHZ 14, 342 veröffentlichten Urteil niedergelegten Rechtsgedanken könnte .darin möglicherweise keine ordnungsmäßige Zustellung gesehen werden, so daß die Berufungsfrist in der fat am* 30. Pas Gericht, das über die sofortige Beschwerde zu entscheiden hat, hat nicht allein zu prüfen? Päbei| ist nicht nur das Verfahren zu prüfen, wie es. Auch ^ wenn* der angefochtene Beschluß im Zeitpunkt seiner Entschei-dung zu Unrecht ergangen ist, muß ein hiergegen eingelegtes Rechtsmittel zurückgewiesen werden, wenn, sich im Zeitpunkt der Entscheidung durch das Beschwerdegericht bei Berücksichtigung aller von ihm zu beachtenden Umstände ergibt, daß die Entscheidung zu Recht Wsteht. Per angefochtene Beschluß besteht zu Rechte denn die von dem Beklagten eingelegte Berufung muß nach §§ 519 b, im'Bingang cieaes Schriftsatzes hat der ProzeBbevollmächtigte des Beklagten ausgeführt, er gebe wzu dem Antrag auf Bewilligung des Armenrechts vom 25 • September, 1958 folgende Berufungsbegründung im Entwurf on Damit ergab sich zweifelsfrei, daß dieser Schriftsatz nur dazu dienen seilte, das Armenrechtsgesuch zu begründen* ' k.