Beschluß
In der Entschädigungssache
1 * der Eirma
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vertre
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KG i»L
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durch ihren Liquidator Rechtsanwalt
Ro
traße
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Ehefrau Elsbcth
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de
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J ofcn
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des
Thomas
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6o der Ehefrau Lilly T
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Prozeßbevollmächtigter s
Kläger und
Rechtsanwalt Di
3e schwerdeführer
gegen
das Land N ordrhein- Westfalen, vertreten durch den Regierungspräsidenten in Aachen,
Beklagten und Beschwerdegegner?
hat der IV«> Zivilsenat des Bundesgerichtshofs auf die sofortige Beschv;erde der Klager gegen die Nichtzulassung der Revision im Urteil des 5« Zivilsenats des Oberlandesgerichtö Köln vom 180 Eebruar 1963 unter Mitwirkung des Senatspräsidenten Ascher und der Bundecrichter JohannccnP Wilden., Br„ Loewenheim und Dr<> Graf
in der Sitzung von 6e Dezember 1963 beschlossen:
Die sofortige Scheidung erg
gerichtlichen
Beschwerde wird zurückgcwiesen«, Die Enteilt gebühren- und auslagenfrei» Die außer-Kostcn des Rechtsmittels tragen die Kläger•
2
G r ü n d e:
Di
frühere Firma
& H
deren Inhaber
Juden waren* war seit 1933 antijüdischen Boykottmaßnahmen
aucgeoetzt
die
s
chlicßlich dazu führten, daß der Geschäfts
betrieb an
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Juni 1938 an die Fabrikanten Karl und Y/ilhelm
verkauft wurde* Mt Schreiben vom 15* Juli
xi
938
teilte die Firma
& H
der
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Versicherungs-Aktiengesellschaft in
mit
” Lebens
daß s
die bei dieser laufende Teilhaberlebensversicherung auf das leben ihzjer persönlich haftenden Gesellschafter Rudolf
Richard
W
und Bernhard
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nicht mehr fort
führen könne und um Überv,
s
ung des Rückk
m
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leichen-Teilen auf die Konten der Vorgenannten
rtes zu
bei der
Deutschen
Bank in
bitte
Dem entsprach die
die Firma
& H
* Am 25« Juli 1938 quittierte den Erhalt des Rückkaufwertes«
O
Durch Bescheid vom 2* Februar 1962 hat die Entschädi behörde Aachen den
Anspruch der Kläger auf
ntschädi
gung für den durch den zwangsweisen Rückkauf der Lebensver
G
cherung entstandenen Schaden abgelehnt• Hiergegen haben
* •
tiic Kläger Klage
erhoben* Sie haben vorgebracht* o
s sei
zwar
chtig* daß Fe
v*
ereinigungen
ch den §§
42
9
1
46 BEG
nu
Entschädigung für Schaden an Eigentum und an Vermögen
zuotehe. Der angefochtene Bescheid habe jedoch übersehen,
aus de
daß Begünstigte
Lebensversicherung nicht die Klä
gönn
u 1), sondern der Ehemann der Klägerin zu 2) und
der Kläger zu
gewesen seien„ Außerdem stelle der hier
geltend gemachte Schaden einen Vermögensschaden i„S
des
56
c*
Die in den §§ 142* 146 BEG ausgesprochene
Ancpruchobccchränkung bedeute eine Verschlechterung der
3
fS •
Rechtslage gegenüber dem BErgG und
sei
daher wegen Ver
etsung
des
Gleichheitsgrundsatzes nichtig
Bei den Entschädigungsgerichten haben die Kläger
keinen Erfolg gehabt» Ihre gegen die Nichtzulassung der Revision in Berufungsurtoil gerichtete sofortige Beschwer
de ist mangels der Vo unbegründet»
■
etzungen des
219 A
2 BEG
1 e Bas Berufungsgericht hat ausgeführt«. vergeblich
beriefen sich die Kläger darauf? die Regelung der
f 42
ff BEG für die Entschädigung von juristischen Personen
■
Anstalten oder Peroononvereinigungen verstoße? da sie
eine of
ichtlicho Verschlechterung gegenüber der frühe
ren Rechtslage öarstello? gegen grundlegende VerfasBungs
prinzipiell» Ob und unter welchen Voraussetzungen ein der artiger Vorstoß anzunehmen 3ei? könne hier dahinstehen?
da von einer Verschlechterung der Rechtslage keine Rede
sein könne
Im BErgG habe eine Sonderregelung für juri
ctische Personen? Anstalten oder Personenvereinigungen
m
gefehlt mit der Polge? daß Uber die Voraussetzungen und
den
ang der Entscnädigung dieser Anspruchsbe
igten
weitgehend Unklarheit geherrscht habe» Eine gesicherte
Rechtsposition? die der
tzgeber des'BEG
chlechtert
hätte? sei also nicht vorhanden gewesen» Überdies sei schon
3 •
damals üic
Auffa
daß Personenvcr
omigungen uew
ssung vertreten worden? nur Ansprüche .wegen Eigentums- und Vermögens
schaden
erheben könnten» D
halte § 146 BEG aber nur
eine
Klarstellung
Die
s
ofortige Beschwerde sieht eine der Entscheidung
des Senats bedürfende Rechtsfrage von grundsätzlicher Be deutung da:
m
ob die Regelung dos $ 146 Abs» 1 BEG? wonach
|V.
/
eine Personenvereinigung keinen Anspruch auf Entschädigung wegen Schadens im wirtschaftlichen Portkommen habe9 im Vergleich zu dem Rechtszustand während der Geltungsdauer dos BErgG mit den von der Bundesregierung übernommenen internationalen Verpflichtungen und mit dem Gleich-heitsgrundsatz des Art« 3 Abs«. 1 GG vereinbar sei« Diese Präge rechtfertigt die Zulassung der Revision nichto
der Verfassungsmäßigkeit des
146 Abs« 3 BEG
hat der Senat sich bereits in seinem Urteil vom 6« März
IV ZR 266/62 - (Rz\7 1963, 510 Nr« 27) befaßt.. Er
1963
hat d
25 GG in dem dort
Verfassungsmäßigkeit im
Hinblick auf Art
3
Abs«
m s
chlicher Hinsicht allerdings etwas
ende
o gelagerten Pall bejaht« Vorliegendenfalls kann es
Ü
dahinstehen, ob die dort maßgebenden Gedankengänge auch für
146 Abs« 1 BEG gelten können
146 Abs
p 1 aaO ist ein-aeuxig und bedarf keiner Auslegung«' Es unterliegt nach dem
Aufbau des
Bundecentschädigungsgesetzcs keinem Zweifel
ft
daß
die in
142 Abs
0
aufgeführten Vereinigungen Ansprüche
1G1
tschaftliehen
t
nach den §§
zen
i»ie Präge, ob die so zu verstehende
wegen Schadens
127 ff aaO nicht bes
• •
1 und 25)
vereinbar ist, kann allein die Zulassung der Revision nicht
Vorschrift mit dem Grundgesetz (hier Ar
Abs«
rechtfertigen» Die Präge der Verfassungsmäßigkeit oder Vor
lassungswidrigkeit einer gesetzlichen Bestimmung kann end
gültig nur das Bunde
fa
ooungs
ge
cht entscheiden« Das gilt
insbesondere auch für den Pall, daß der Senat dio Verfassungs
ßigkeit bejahen sollte; denn gegen die
cheidung steht
den Klägern der Weg der Verfascungsbeschwerde an das Bundes
fassung
cht 0
en
o
Würde also wegen der Präge der Ver
fassungemäßigkoit
des
§ 146 Abs« 1 BEG dio Revision zugelassen
werden, so würde das Verfahren lediglich verzögert und mit
unnötigen
zusätzlichen Kosten belastet werden
5
2« Eine weitere Rechtsfrage von grundsätzlicher Bedeutung, welche die Zulassung der Revision zu recht-fertigen vermöge, sieht die sofortige Beschwerde darin, oh es für das Bestehen eines Anspruchs auf Entschädigung wegen Schadens im wirtschaftlichen Fortkommen darauf an-komme, daß der Anspruch nach außen hin einer Personenvereinigung, im Innenverhältnis dagegen einzelnen Gesellschaftern zustehe. Biese Frage rechtfertigt angesichts der vom Berufungsgericht getroffenen tatsächlichen Feststellungen die Zulassung der Revision nichto
Da
s
Berufungsgericht hat ausgeführt
9
Versicherungs
nohncr und Begünstigter der Lebensversicherung Nr« 45795
bei der “Vita“
sei
allein die Klägerin zu 1)* Gegenüber
dieser Rechtslage
ooi es für die Frage, wer wegen des durch
C!
4-4 ~~~ Rückkauf entstandenen Schadens anspruchs
den vorzeitigen
berechtigt sei, ohne Bedeutung, ob der Rückkaufsv/ert gemäß der Entscheidung der goschäftsführenden Gesellschafter der
Firma
E
KG
tatsächlich di
selbst und
nicht der Firma zugeflossen sei« Auch komme es nicht darauf
an,
7
ob im Innenverhältnis stets
nur die
den
sollschaftei
auf de
Loben die Geoollsch
X 0
die Versicherung abgeschl
sen
habe, die "wirklich Begünstigten" hätten sein sollen
Anspruchsbe
echtigt au«
o
lieh die Firma
dem Versicherungsvertrag sei ledig
KG gewesen, die demzufolge
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auch die Quittung über den Empfang des Rückkaufswertes aus
ges
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tollt habe« Nur die
zu
könne daher aus dem
tigen Rückkauf einen Entschädigungsanspruch herleiten
Ein derartiger
uch 1
jedoch
cht zur Zuerkennung
einer
könne
vn tschüdigpng
nach dem BEG
führen: denn nach § 146 BEG
einer Kommanditgesellschaft
nu
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Entschädigung für Sch
n
don a
iihrt werden« Darunter fielen
, wie der Klägerin zu 1) n Eigentum und Vermögen go-icht Schäden aus der verfol-
gungsbedingten Auflösung von Lebensversicherungsverträgen* Diese behandele das Gesetz im Rahmen des Schadens im wirtschaftlichen Fortkommen (§§ 127 ff BEG), der in § 146 BEG
nicht aufgeführt sei.
3
Da
uch die Fortbildung des Rechts oder die Sicherung einer einheitlichen Rechtsprechung die Zulassung der Revision
ist die sofortige Beschwerde der Kläger mit
nicht erfordern
9
der sich aus den §§ 209 Abs
1
9
225 Abs* 1 BEG, 97 Abs
1
ZPO ergebenden Kostenfolgo zurückauweisen
o
Ascher Johannsen Wilden
Dr« Loewenheim Lr«, Graf
V