BGH · IV ZB 253/58
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PDF öffnen ↗Leitsatz / Zusammenfassung
Die gegen die Nichtzulass.ung der Revision in dem Urteil des Oberlandesgerichts in Hamm vom 1« Juli 1958 eingelegte sofortige Beschwerde wird auf Kosten der Klägerin zurückgewiesem GerichtsgebUhren und Auslagen werden nicht erhobene Die Klägerin hat auch in ihrer sofortigen Beschwerde* nicht darlegen können* daß in dem Rechtsstreit auf eine von ihr eingelegte Revision eine Rechtsfrage von grundsätzlicher Bedeutung zu entscheiden ist* Die Klägerin macht Schaden im beruflichen Fortkommen geltend* Sie War in dem Betrieb ihres Ehemannes unselbstän dig tätig* Welchen Schaden sie ersetzt verlangen kann* ergibt der insoweit eindeutige Wortlaut des § 87 BEG* Die Frage* wie dieser Schaden zu bemessen ist, wenn kein besonderes Entgelt vereinbart worden ist, hat der erkennende Senat bereits in seinem Urteil vom 30* April 1958 - IV ZR 12/58 - entschieden* Sie braucht daher nicht nochmals entschieden zu werden* Baß. folge nationalsozialistischer Verfolgungsmaßnahmen zurück-gegangen sind* keine Entschädigung, verlangen kann, ergibt sich eindeutig aus dem Gesetz* Es ist dies ein Schaden, den allein der Ehemann der Klägerin wegen der gegen ihn gerichteten .Verfolgungsmaßnahmen unmittelbar erlitten hat* Bie Klägerin ist davon nur mittelbar betroffen* Bieser Schaden fällt nicht unter die §§ 87 ff BEG* Ba das Gesetz in diesem Punkt klar und eindeutig ist, liegt auch inso-. allerdings die Präge, ob - wie es das Berufungsgericht angenommen hat - die Klägerin auch dann einen Anspruch geltend machen kann* wenn sie nach § 1356 Abs* 2 BGB a* F* verpflichtet gewesen ist* in dem Geschäft ihres Ehemanns unentgeltlich mitzuarbeiten«, Wegen dieser Frage kann aber die Revision nicht zugelassen werden* Denn auf eine von der Klägerin eingelegte Revision.könnte diese Frage nicht entschieden werden» Das Oberlandesgericht hat die Frage zugunsten der Klägerin bejaht» Selbst wenn der Bundesgerichtshof einen anderen Standpunkt einnehmen wollte* könnte er doch das Urteil auf die Revision der Klägerin nicht zu deren Kachteil ändern» Die Frage ■würde somit nicht.erheblich für eine Entscheidung Uber die Revision der Klägerin werden können* Darauf* daß auch der Beklagte Revision einlegen kann, wenn diese zugelassen würde, kann die Klägerin sich zur Begründung ihrer Beschwerde nicht berufen.» Denn der Beklagte hat das Urteil nicht angefochten» Es ist daher sehr fraglich, ob er wegen der bezeicfaneten Rechtsfrage Revision einlegen würde, wenn diese auf die Beschwerde der Klägerin zugelassen würde.