BGH · IV ZB 209/67 vom 24.05.1967
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PDF öffnen ↗Leitsatz / Zusammenfassung
Zivilsenat des Bundesgerichtshofs hat unter Mitwirkung der Bundesrichter Johannsen, Wilden, Dr. Loev/enheim, Dr. Graf und von der Mühlen in der Sitzung vom 24. Rechtlich zutreffend hat das Berufungsgericht ausgeführt, daß der Kläger sein Begehren nicht auf das 3. Dezember 1955 stutzen kann« Es kann nach dem Sinn und Wortlaut des Gesetzes nicht zweifeihaft sein, daß es für die Präge, ob der Kläger die Abänderung des von ihm geschlossenen Vergleichs nach Art. IV Ziff.2 des 3. Der Kläger ist, wie das Berufungsgericht festgestellt hat, aus einer Dienststelle im Geltungsbereich des BWGöD entlassen worden. Insoweit war der Kläger nicht anders zu behandeln als Verfolgte, die aus einer Dienststellung im Geltungsbereich des BWGÖD entlassen worden und danach zunächst ihren Wohnsitz im Ausland genommen haben. in dor Provinz Brandenburg genommen und daß er dann im Bienst der Berliner Polizei und schließlich in dem der Beutschen Verwaltung des Innern in der sowjetischen Besätzungszone in Berlin-Wilhelmsruh gestanden hat, stand seinem Begehren nicht entgegen* Bie Tatsache, daß er dort die Stellung eines Ministerialdirektors erlangt hatte, war bei der Entscheidung der Frage zu berücksichtigen und zu würdigen, welche Bienststellung er im Geltungsbereich des BWGöB erlangt hätte, wenn er nicht entlassen worden wäre* Bie 6. Auch v/enn sie nach dem Zusammenbruch ihren Bienst in der sowjetisch besetzten Besätzungszone wieder aufgenommen und fortgesetzt haben, ist, wenn sie später in den Geltungsbereich des BWGöB übersiedelt sind, für sie zu prüfen, welche Bienststellung sie hier erlangt hätten, wenn sie in der Lage gewesen wären, hier ihren Bienst nach dem Zusammenbruch fortzusetzen* Bie dahingehende gesetzliche Regelung hat der Ausschuß für Wiedergutmachung bei der Beratung des 6. Änderungsgesetzes vorgeschlagen, weil er es grundsätzlich für nicht angemessen hielt, bei den verfolgten Angehörigen des öffentlichen Bienstes auch die Beförderungen uneingeschränkt zu berücksichtigen und anzuerkennen, die in der sowjetischen Besatzungszone bis zu dem 31. Selbst wenn der V/iedergutmachungsausschuß bei der von ihm vorgeschlagenen Regelung an alle Verfolgten gedacht haben sollte, die nach dem Zusammenbruch zunächst in der sowjetischen Besätzungszone tätig waren und zwar ohne Rücksicht darauf, ob sie aus einer Bienststellung in oder außerhalb des Geltungsbereiches des BWGöB entlassen worden waren, so ändert das doch nichts daran, daß für jene, die aus einer Dienststellung im Geltungsbereich des BWGöD entlassen worden sind, schon vor dem Inkrafttreten des 6.