BGH · IV ZB 167/61
Originalentscheidung als PDF
PDF öffnen ↗Leitsatz / Zusammenfassung
Der Beklagte hat gegen das ihm am 19* Oktober I960 zugestellte Urteil des Landgerichts am 25» November I960 Berufung eingelegt und beantragt? ihm die Wiedereinsetzung in den vorigen Stand gegen die Versäumung der Berufungsfrist zu erteilen« Durch Beschluß vom 30« März 1961 ist ihm die Wie-dereinsetzung in den vorigen Stand versagt und durch Beschluß vom 5p Mai 1961 ist seine Berufung verworfen worden« Am 24o Mai 1961 hat er gegen den Beschluß vom 5« Mai 1961 sofortige Beschwerde eingelegt« Der Inhalt seiner Beschwerde? Soweit die Beschwerde sich gegen diesen, die Wiedereinsetzung in den vorigen Stand versagenden Beschluß wendet, ist sie unzulässig, da sie erst nach Ablauf der in § 577 ZPO bestimmten Notfrist von 2 Wochen eingelegt worden ist« Diese Frist hat am 15° April 1961 zu laufen begonnen« Denn an diesem Tage ist der Beschluß der Prozeßbevollmächtigten des Beklagten zugestellt worden« Aus den dienstlichen Äußerungen des Verwalters der Geschäftsstelle des 12« Zivilsenats, Justizassistenten ScflHHft? un(^ ^es Xostenbeamten, Justiz-inspektors in Verbindung mit der Erklärung der Prozeßbevollmächtigten des Beklagten, Rechtsanwältin ergibt sich, daß dieser der Beschluß über die Versagung der Wiedereinsetzung in den vorigen Stand am 15« April 1961 zugestellt worden ist« Der am selben Tage ergangene Beschluß, durch den eine bereits am 4° November I960 eingelegte Berufung verworfen worden ist, ist der Prozeßbe-vollmächtigten erstmals am 2« Juni 1961 durch eine förmliche Zustellung mitgeteilt worden« Damit kann es nicht zweifelhaft sein, daß das von ihr am 15° April 1961 ausgestellte Empfangsbekenntnis den die Wiedereinsetzung in den vorigen Da der Beschluß Uber die Versagung der Wiedereinsetzung rechtskräftig geworden ist, kann er auch den Beschluß vom 5o Mai 1961, durch den seine Berufung verworfen worden ist, nicht mehr mit Erfolg anfechten.