Bat beklagte lead hat die aadergerlehtllehen Konten der Beschwerde su trägem* Bas Besehwerdeverfahre» ist frei vom gerichtlichen öehüferm m& Auslage»* lach dem Inkrafttreten See BlrgG bat der Kläger auf Grund einer Benachrichtigung dee K^giertmgapräcidenten in Düsseldorf von 9* Rovesaber 1954 wegen der im T£G-Be»chverde-besehe id vom 17* Oktober 1951 auf ge führten Körper- und Gesundheit# Schäden rückwirkend ah 1* levember 1953 vorläufige Bentenvoraussahlu&gen in Höhe von 175t- BW monatlich abcüg-lich der für dies« Seit bereit» erhaltenen TBG-Beateaaab-lungen erhalten* Im Anschluß an die## Benaehrichtigung hat der Regierungspräsident im KtKncter unter den 6. December 1955 einen Be-acheid dahin erlassen, daß dem Klüger wegen der in dem Bescheid vom 9* Hovember 1954 als verfolgungahedingt anerkannten Beiden ein Anspruch auf Heilverfahren gemäß $ 15 Aha* 2 Kiff« 1 BlrgG suatehe. Biese beidenf darunter auch die doppelseitige Innenohrechwerhörigkeit sind in dem Bescheid nochmals aufgeführt* Der Kläger hat diesen Bescheid nicht am-gefechten* lach dem Inkrafttreten im BEG hat der Regierungspräsident - bandesrentenhehdrie - in Düsseldorf durch Bescheid vom 19* August 1957 die den Kläger «umstehenden Geldentschädigung (lernte und JCapitalentschMigung) neu festgesetzt. Unter den ln diesem Beaeheid als verfolgungebedingt anerkannten beiden ist die doppelseitige Inueaohrschwerhdrigkeit nicht aufgeführt* ln dem Bescheid 1st unter Ir« 7 ausgesprochen, daß alle über di© gleichen Ansprüche bisher ergangenen Bescheide und Benachrichtigungen hierdurch aufgehoben seien. wegen wel eher Leidem «test Klüger #1» Anspruch auf Heilverfahren suetehe* tin ter den dabei noch ale verfolgungsbedingt und euteehüdigungefähig &»erk*mmt#n Leiden lot die dopp©!« zeitige Innenobrschwerfcörigkeit nicht aufgeführt* Insoweit int also dem Kläger der ihm- früher «ögeeprocheß« Anspruch auf ein Heilverfahren aberkannt» Der Kläger Mit dies für uiisitlü*»tg und het deshalb .Klage erheben mit dem Antrag, de« Bescheid voai 5* Februar lf#4 enfniibebea* Mm Berufungsgericht hat sie rer allem dealt begründet, daS die Behörde, die den Bescheid erlassen habe, nach Landesrecht »um Krlmd einer Lntscheidung über den Anspruch auf Beilfürsorge weder sachlich noch örtlich anständig ge« wese» sei* Biese festetcllung würde geaäS § 222 BKö für dm® Serialeasgerteht bindend $ci»j sc da£ «zu Zwecke ihrer lachprüfung die Herlaloa nicht sagelasse» werden kann* I» übrigen wäre, wenn die Auffassung des beklagten Lende» su~ Bas beklagte Band nacht schließlich geltend» die nachträglich# Aberkennung des Anspruchs auf Heilbehandlung wegen doppelseitiger iMonofereehwcrhSrlgksit habe nach § 2o6 Bid Behauptung* die d«c Berufungsgericht (BU 8* 1©) nicht als b*wie»»a eagoaeliea b&t* Auf die Behauptung* dsi das Öhrenleidea de» Klägers bei Erlaß de» Bescheides reu 6* Macaber 1955 irrtttalleh als Verfolgung©-leide» angesehen worden sei* kbaate in Übrigen da» beklagte land ebenfalls eine Abtederuag diese» Bescheides auf örimd der Bestiaauag de« § Eed BEC nach feetetebender Recbtspreebuag nicht utütaea (latsch* de» Seaet» Ä«fb 55» 15b# 6o» 286; 65, 356 **rt* Urteil voa» 6.
24$8 Q68
Entsch.-Sammlung des Senats
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j)«r IV. Mvil&es&t des Bundesgerichtshofs hat unter Mitwirkung dee Senatspräsldeiiten A»eher und dar Bumdesrichtcr
Baake, Wü©tenhergf Br* Graf und vom der Mühlen
in der Sitzung vom 14. Juli 1966 beschlossen»
Mt sofortige Beschwerde des beklagte» Lande® gegen die Hiebtsnlaeeung der Eewi^loa in de« Tfrteil des 15* Blvllsonate des Oberlanilesgerieitte Düsseldorf vom 9* Moreahar 1965 wird sorüekgevle acn.
Bat beklagte lead hat die aadergerlehtllehen Konten der Beschwerde su trägem* Bas Besehwerdeverfahre» ist frei vom gerichtlichen öehüferm m& Auslage»*
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Der Kläger hat durch K^-Vcrfclgußg^s^än€hsen Gesundheits-scbäden erlitten* Durch Bescheid der AuefUbrua^sbehdrde für Bmfallvtrsichcriiiig im Düsseldorf vom 27* Mir® 1950 ist ihm deswegen sumtobst mach Lamdtpreeht eine VB6-B«schädig tsnremt in Mühe vom 4o # der Vellremt« gewährt worden* Auf seine Beschwerde ist dieser Bescheid rm dem Sesebwerde&ttssehuB der Amsführusigahsliörde »ach Einholung weiterer ärztlicher Gut-achtem durch unanfechtbaren Bescheid vom 17. Oktober 1951 dahingehend geändert worden* d&$ ihm ein# VRg-B#schädigten-rent® im höbe vom $0 $ i#r Vollremte sugesprochea wurde und als Beechädigumgafolg« verschiedene Leiden* darunter auch ein® doppelseitig® IimenoShrschwerhÖrig'keit anerkennt wurden*
lach dem Inkrafttreten See BlrgG bat der Kläger auf Grund einer Benachrichtigung dee K^giertmgapräcidenten in Düsseldorf von 9* Rovesaber 1954 wegen der im T£G-Be»chverde-besehe id vom 17* Oktober 1951 auf ge führten Körper- und Gesundheit# Schäden rückwirkend ah 1* levember 1953 vorläufige Bentenvoraussahlu&gen in Höhe von 175t- BW monatlich abcüg-lich der für dies« Seit bereit» erhaltenen TBG-Beateaaab-lungen erhalten*
Im Anschluß an die## Benaehrichtigung hat der Regierungspräsident im KtKncter unter den 6. December 1955 einen Be-acheid dahin erlassen, daß dem Klüger wegen der in dem Bescheid vom 9* Hovember 1954 als verfolgungahedingt anerkannten Beiden ein Anspruch auf Heilverfahren gemäß $ 15 Aha* 2 Kiff« 1 BlrgG suatehe. Biese beidenf darunter auch die doppelseitige Innenohrechwerhörigkeit sind in dem Bescheid nochmals aufgeführt* Der Kläger hat diesen Bescheid nicht am-gefechten*
lach dem Inkrafttreten im BEG hat der Regierungspräsident - bandesrentenhehdrie - in Düsseldorf durch Bescheid vom 19* August 1957 die den Kläger «umstehenden Geldentschädigung (lernte und JCapitalentschMigung) neu festgesetzt.
Unter den ln diesem Beaeheid als verfolgungebedingt anerkannten beiden ist die doppelseitige Inueaohrschwerhdrigkeit nicht aufgeführt* ln dem Bescheid 1st unter Ir« 7 ausgesprochen, daß alle über di© gleichen Ansprüche bisher ergangenen Bescheide und Benachrichtigungen hierdurch aufgehoben seien.
Biesen Bescheid, der ihm an einen nicht mehr feststellbarem Tage, spätestens aber an 15* September 1957, formlos zugegangen 1st, hat der Kläger nicht angefochten.
Durch Bescheid der bandeeremtemhehdrde vom 5« Februar 1964 ist sodann unter Widerruf des Bescheide des Regierungspräsidenten vom 6* Dezember 1955 neu festgestellt worden.
wegen wel eher Leidem «test Klüger #1» Anspruch auf Heilverfahren suetehe* tin ter den dabei noch ale verfolgungsbedingt und euteehüdigungefähig &»erk*mmt#n Leiden lot die dopp©!« zeitige Innenobrschwerfcörigkeit nicht aufgeführt* Insoweit int also dem Kläger der ihm- früher «ögeeprocheß« Anspruch auf ein Heilverfahren aberkannt»
Der Kläger Mit dies für uiisitlü*»tg und het deshalb .Klage erheben mit dem Antrag, de« Bescheid voai 5* Februar lf#4 enfniibebea*
La« Landgericht hat der Klage ©tattgegebea* Die Berufung des beklagten Lenden hatte keinen Irfelg* Lee Oberl»»deege« richt hat in seine» Urteil die Berieten nicht sngelaeeea*
Me hiergegen reis ha klagten Lend rechtzeitig eingelegte »»fertige teeehmr&e ist nicht begründet» Ke ist keine der ▼crnueeetimgen gegeben t «ater denen mach § 219 4b» • 2 BS& die Beriete» rantlaaee» ist*
Lea Berufungageri©h t hat den Bescheid rea 19* August 195? durch den die den Klüger nach den Bnnde^enteehädigixBga» geeet* »natekende Rente und KsplteleatechMlgttg neu feetge«
*et*t werden ist, daMm «uegelegt, deJ die darin unter Kiff. 7 ausgesprochene Aufhebung "aller über die gleichen Anbrüche bisher ergangenen Bescheide und Bemelnrlefetlguii« gen" «ich nur auf die Bescheide und Ben&ehriehtigangem über
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jedach auf den früher sugespreefcene» Anspruch auf Meilrer« fahren besiehe. Biese Auslegung iet rechtlich nicht &ngreif~ bar. Mm Berufungsgericht hat sie rer allem dealt begründet, daS die Behörde, die den Bescheid erlassen habe, nach Landesrecht »um Krlmd einer Lntscheidung über den Anspruch auf Beilfürsorge weder sachlich noch örtlich anständig ge« wese» sei* Biese festetcllung würde geaäS § 222 BKö für dm® Serialeasgerteht bindend $ci»j sc da£ «zu Zwecke ihrer lachprüfung die Herlaloa nicht sagelasse» werden kann* I» übrigen wäre, wenn die Auffassung des beklagten Lende» su~
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die Auslegung des Berufungsgerichts9 MB der widerrufe»«' Bescheid keinen Vorbehalt enthalte»» sondern endgültigen Charakter gehabt habet. Da# bedarf im Hinblick euf «len eindeutige» Wortlaut des Bescheides ktlwr Begründung. Bio weiter« feststellu&g de» Berufungsgerichte» daß der Ke-glerungspräsldesit damals für den Erlaß ein«» derartigen Besehetdes nach landeeracht sachlich und Srtlich suetündig gewesen Mi, würde wieder«® gesüü I 222 W& für da» Kevl-sis&sgerteht bindend sein*
In de» widerrufene® Bescheid vor des Klüger eindeutig ein Heilverfahren auefc wegen seine» Ühreuleldm» bewilligt warden. Me gegenteilige Auffassung dt» beklagten Bandest di# »ich darauf stützt, daft die»»» Beiden nicht in fenor» sondern mir ln de» Entsebeidungsgründen des Bescheide auf-geführt seif let abwegig* Darüber bedarf •» keiner Ent-Scheidung de» Bundesgerichtshofs• Ebenso wenig auch darüber» daß dieser Bescheid» der ».Et* der Geltung des BErgft erlas-een war» nach Art* III Ir. 12 des 3* Üesetsee *ur Änderung de® BBrgÜ vom 29* Jvmi 1956 auch nach Inkrafttreten des Hü seine Giltigkeit bebislt.
Bas beklagte Band nacht schließlich geltend» die nachträglich# Aberkennung des Anspruchs auf Heilbehandlung wegen doppelseitiger iMonofereehwcrhSrlgksit habe nach § 2o6 Bid
- durch Ir lag eines neuen Bescheid®*» - erfolgen können. Ihren Wortlaut nach besiehe sieh diese Bes timing »war nur auf wiederkebread# Beist»»®«»* Bm mi aber ein# Rechtsfrage von grundsüt»lieber .Bedeutung» ob sie nicht auch auf Heilfür« sorgeleletisngea entsprechend angewandt werden sates#. Ob diese in der Beehtepreehung und im Schirl ft tu® wohl einhellig verneint# Frage (vgl* fan Bas-Boos, SM § 2o6 Am* 3) einer Bntsoheidtmg durch den Bundesgerichtshof bedürfte» kann dahingestellt bleiben. Im vorliegenden Pell konnte der Bundesgerichtshof darüber auch nach ftitlaaaung der Revision eicht entscheiden, veil die Behauptung» da?? Ohrenleiden des Klagern Bei nach Brlril de a ^ser-eli# Idee vom 6. Decesber 1955
»ttegehellt» b&be also frflher b#sta,ödes und beatake jetast sielst aehr» mm®, imt und deshalb vö« Eevisionagerlebt bei seiner Entscheidung Hiebt berücksichtigt werdea kannte* ftMb de® Inhalt des Berafuageiirteile war bisher nur behauptet» dai diese® beide» »lebt auf die Verfolgung fcurüek-guftthrea sein ela«? Behauptung* die d«c Berufungsgericht (BU 8* 1©) nicht als b*wie»»a eagoaeliea b&t* Auf die Behauptung* dsi das Öhrenleidea de» Klägers bei Erlaß de» Bescheides reu 6* Macaber 1955 irrtttalleh als Verfolgung©-leide» angesehen worden sei* kbaate in Übrigen da» beklagte land ebenfalls eine Abtederuag diese» Bescheides auf örimd der Bestiaauag de« § Eed BEC nach feetetebender Recbtspreebuag
nicht utütaea (latsch* de» Seaet» Ä«fb 55» 15b# 6o» 286; 65, 356 **rt* Urteil voa» 6. Juli 1966 - IV ZU 158/65 -)•
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