IV ZB 157/57
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des Bundesgerichtshofs auf die Zu].
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Senats des Schleswig-Holsteinischen Oberlandesgerichts in
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Schleswig.vom
Mai 195?
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Pie Beschwerde wird zurückgewiesen* Pas Beschwerde
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Der Kläger hat Entschädigungsansprüche wegen Schadens
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Bunäesergänzungsgesetz erhoben, weil er durch nationalso
ziallstische VerfoIgungsmaßnahmen
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werostatigkext als Droschkeirunternehmer verdrängt woirden
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sei.. Durch Bescheid vom 11» Juni
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ist dieser
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dem Grunde nach
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Bescheid vom
Oktober 1955 hat
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desentschädigungsamt in Kiel die Höhe dieses Schadens
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rag hat der Kläger
erhaltene. Durch Bescheid vom 28c Mai 1956.- der dem Kläger
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zagest eilt wurde, hat das Lanctesentschä
digungsamt die früheren Bescheide widerrufen und
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>84 DM zurückzubezah
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Gegen.den Widerruf hat der Kläger Klage erhöben« Das
Landgericht und das Oberlandesgericht haben.die Klage zu
• * • • • * rückgewiesen, In den Entscheidüngsgründen des Berufungs
Urteils wird ausgeführt, die Voraussetzungen
für den Wi
derruf seien gegeben, weil die Bescheide vom 11» Juni
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Oktober 1955 sowohl auf unrichtigen als auch auf
irreführenden Angaben des Klägers über, die tatsächlichen
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Verhältnisse beruhten» Das Oberlandesgericht, hat diese
Entscheidung auf • § .95. Abs
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Revision ist vom..Berufungsgericht nicht zugelassen wor-
den, weil die Voraussetzungen des
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19 Abs. 2. BEG nicht
er. seien. Die Eechtsfrage; ob die Voraussetzungen
für den Widerruf eines Entschädigungsoescheides auf Grund
des
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95BErgG oder des
201 BEG zu prüfen sind, wenn
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der Wi&erruxsbes.cheid nach dem
April 1956 (lag. des-
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des
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Dritten Anderungsgesetzes zu dem
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• •
und vor dem -29.* Juni 1956. dem [Dag de
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Gesetzes, ergangen ist, habe der Bundesgerichtshof in
dem Urteil vom 25» Januar
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IV ZS 222/56
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L956) in demse
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Der Kläger
sich dadurch
sschwert»
daß in dem
Berufungsarteil die Revision nicht zugelas
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st und hat
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eshalb die nach S 220 Abs,. .1 BEG statthafte sofortige
sehwerde form-- und fristgerecht erhöhen
Die Beschwerde ist nicht begründet,. Die Rechtsfrage, ob bei Y/iderrufsbeseheiden«, die in der Zeit vom L April
1956
bis
zu dem 29
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sind, § 95 BErgG oder
201 BEG anzüwenden sei, hat der Bundesgerichtshof in
dem Urteil vom 25* Januar 1957 im ersteren Sinne entschie
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den. Begründete Bedenken
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Scheidung hat der Kläger nicht vorgebracht * Wenn
sich
auch um eine grundsätzliche jtiechtsfrage handelt9 ist des
halb die Zulassung der Revision nicht gerechtfertigt
(BGH
Beschluß vom 22. Januar 195t> IV
ZB 200/56? afcgedruckt in
HJY/ RzW 1957, 89 Hr, 36
BEG 1956)
Wird der Entschädigungsbescheid wiöeri’ufen. weil er
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htigen Angaben des Entschädigungsberechtigten
beruht s so genügt
es nach § 95 Abs
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ciie Angaoen objektiv unricntxg sind.
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nicht erfor
derlich, daß dem Antragsteller der Vorwurf eines subjek tiven Verschuldens gemacht werden kann, Die Rechtslage
hat sich insoweit nach
201 BEG nienc geändert«» Auch
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st in dem Erteil des Senats vom 25c Januar 1957
IV ZR 222/56 ausgesprochen worden. Wenn daher der Kläger in seiner Zulassungsbeschwerde geltend macht, es erhebe
sich die grundsätzliche Rechtsfrage? ob das Berufungsge
cht in der Sache selbst hätte entscheiden dürfen und
nicht die Sache an das Landgericht hätte zuriickverwei
seri müssen? das nicht den § 95
sondern
201 BEG
angewandt hatte * so
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axes nicht begründet« Denn diese
Frage könnte nur dann auf tauchen., wenn der Recht szustand
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durch das spätere
Gese
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Ist er derselbe geblieben,.
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aie Zurückverweisung erfolgen sollte, Oe das Bedenken der
Beschwerde’ überhaupt stichhaltig ist?
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Endlich kann sich der Kläger auch nicht darauf
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die Revision müsse zuge.Lassen werden« weil dem Bern
fungsgericht vorzuwerfen se
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es habe dem Kläger nicht
hinreichendes Gehör gewährt und die den Gerichten
oblie
gende Aufklärung®- und Wahrheitspflicht verletzt« Die Be
sehwerde kann nichts dafür anführen? daß dem Kläger, der
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n der Berufungsinstanz persönlich gehört worden
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es sich hier nicht um eine grundsätzliche Rechtsfr
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der Entscheidung durch den Bundesgerichtshof bedarf,
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der Klüger in der Beschwerdeschrift hierzu vorträ
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tat sich nur
gegen die Beweiswürdigung des Berufuhgsge
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ber in dem Revisionsrechtszug nicht angegrif
fen werden kann, Die Beschwerde ist daher mit der
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