* Auf prinzlaw.com finden Sie die Webseite der vom Medienrechtsanwalt Prof. Dr. Matthias Prinz gegründeten Kanzlei. Dies hier ist die davon unabhängige und eigenständige Webseite von Rechtsanwalt Matthias Prinz mit Kanzleisitz in Mainz.ok

BGH · IV ZB 157/57

Gericht: BGH · Aktenzeichen: IV ZB 157/57

Klägers gegen das teil des 4c Zivil Der Kläger hat Entschädigungsansprüche wegen Schadens im beruflichen und wirtschaftlichen Fortkommen nach dem Durch Bescheid vom 11» Juni der dem Kläger am- *o zagest eilt wurde, hat das Lanctesentschä digungsamt die früheren Bescheide widerrufen und >84 DM zurückzubezah ien Gegen.den Widerruf hat der Kläger Klage erhöben« Das Landgericht und das Oberlandesgericht haben.die Klage zu • * • • • * rückgewiesen, In den Entscheidüngsgründen des Berufungs Urteils wird ausgeführt, die Voraussetzungen für den Wi derruf seien gegeben, weil die Bescheide vom 11» Juni unci Oktober 1955 sowohl auf unrichtigen als auch auf irreführenden Angaben des Klägers über, die tatsächlichen den, weil die Voraussetzungen des et Die Eechtsfrage; ob die Voraussetzungen für den Widerruf eines Entschädigungsoescheides auf Grund des mg o.i es Gesetzes, ergangen ist, habe der Bundesgerichtshof in dem Urteil vom 25» Januar Der Kläger sich dadurch sschwert» daß in dem Berufungsarteil die Revision nicht zugelas .1 BEG statthafte sofortige sehwerde form-- und fristgerecht erhöhen Die Beschwerde ist nicht begründet,. 201 BEG anzüwenden sei, hat der Bundesgerichtshof in dem Urteil vom 25* Januar 1957 im ersteren Sinne entschie Scheidung hat der Kläger nicht vorgebracht * Wenn sich auch um eine grundsätzliche jtiechtsfrage handelt9 ist des halb die Zulassung der Revision nicht gerechtfertigt Ci nicht erfor derlich, daß dem Antragsteller der Vorwurf eines subjek tiven Verschuldens gemacht werden kann, Die Rechtslage hat sich insoweit nach st in dem Erteil des Senats vom 25c Januar 1957 Wenn daher der Kläger in seiner Zulassungsbeschwerde geltend macht, es erhebe sich die grundsätzliche Rechtsfrage? ob das Berufungsge cht in der Sache selbst hätte entscheiden dürfen und nicht die Sache an das Landgericht hätte zuriickverwei seri müssen? das nicht den § 95 sondern dahinstehen Endlich kann sich der Kläger auch nicht darauf Deru die Revision müsse zuge.Lassen werden« weil dem Bern fungsgericht vorzuwerfen se daß dem Kläger, der ber in dem Revisionsrechtszug nicht angegrif fen werden kann, Die Beschwerde ist daher mit der

VoraussetzungBEGBescheidgrundsätzlicheBeschwerdeKlägerRevision

Volltext der Entscheidung

IV ZB 157/57
/i
*T
f r* \
I /i /•>
— i
/ ’J i
n.
o Q
1^1
h

u
r*
iD
•9
In der Entschädigungssaehe

des Kraftdroechkenbesitzers Hans
•3
f ♦
?. n
str.
Klägers und
 jrdef ührers
*%
*
Pro zeßbevo 1 Imächtigter: Bechjsenvva."it Br
m
0'	0	p
e>
O

d
L
o
id
S
hieswig- Holstein? vertret
ö
fc>
t
Ki e 3
* *
ärteüstr
 rv
♦
klagten
 durch das Landesent
• •
» » »'
« « •
Be s e hwer d e ge gne r
• ♦
d
V
Zi
 sungsbescnwerde. des
• •
• »
des Bundesgerichtshofs auf die Zu].
Klägers gegen das
 teil des 4c Zivil
• •
Senats des Schleswig-Holsteinischen Oberlandesgerichts in
* •
Schleswig.vom
 Mai 195?
♦ ♦
♦
♦
• •
• ♦
• •
in a er
 zung vom 2?o September 1357
• •
beschlossen?
«
«
Pie Beschwerde wird zurückgewiesen* Pas Beschwerde
 verfahren is
u
i f
nd -ausla gen-frei»
♦ *.
ß a
X
♦* # u
ß
a
• •
e
*
• *
Der Kläger hat Entschädigungsansprüche wegen Schadens
 im beruflichen und wirtschaftlichen Fortkommen nach dem
• ♦
Bunäesergänzungsgesetz erhoben, weil er durch nationalso
 ziallstische VerfoIgungsmaßnahmen
 aus
der selbständigen r*r
werostatigkext als Droschkeirunternehmer verdrängt woirden
• *
2
*

* o
sei.. Durch Bescheid vom 11» Juni
j-
ist dieser
 Anspruch
dem Grunde nach
 ge r e o h t x ert i gt e
worden
 In
• t
einem weiteren
 Bescheid vom
 Oktober 1955 hat
 Lan
desentschädigungsamt in Kiel die Höhe dieses Schadens
i
=.792,84 DM festgesetzt. Diesen
 rag hat der Kläger
 erhaltene. Durch Bescheid vom 28c Mai 1956.- der dem Kläger
 am- *o
Juni
19
zagest eilt wurde, hat das Lanctesentschä
 digungsamt die früheren Bescheide widerrufen und
o
m
ger
a uf e rl egt > den Betrag von /
^ I
2
>84 DM zurückzubezah
 ien
Gegen.den Widerruf hat der Kläger Klage erhöben« Das
 Landgericht und das Oberlandesgericht haben.die Klage zu
• * • • • * rückgewiesen, In den Entscheidüngsgründen des Berufungs
 Urteils wird ausgeführt, die Voraussetzungen
 für den Wi
 derruf seien gegeben, weil die Bescheide vom 11» Juni
 unci
Oktober 1955 sowohl auf unrichtigen als auch auf
 irreführenden Angaben des Klägers über, die tatsächlichen
\ •
• • •
Verhältnisse beruhten» Das Oberlandesgericht, hat diese
 Entscheidung auf • § .95. Abs
n
.•Er» 2 BErgG gestützt
 Die
W	W	W	.
• •
Revision ist vom..Berufungsgericht nicht zugelassen wor-
den, weil die Voraussetzungen des
 et
o
19 Abs. 2. BEG nicht
 er. seien. Die Eechtsfrage; ob die Voraussetzungen
 für den Widerruf eines Entschädigungsoescheides auf Grund
 des
• •*
95BErgG oder des
201 BEG zu prüfen sind, wenn
• •
der Wi&erruxsbes.cheid nach dem
 April 1956 (lag. des-
Inkrafttret ens
 des
• •
Dritten Anderungsgesetzes zu dem
gG)
• •
und vor dem -29.* Juni 1956. dem [Dag de
v e r
mg o.i es
 Gesetzes, ergangen ist, habe der Bundesgerichtshof in
 dem Urteil vom 25» Januar
/
IV ZS 222/56
1957
LM Hr
 zu
VN
V
$
9
t
U KT
L956) in demse
1
Sinn
 uschieden
• ♦
• •
Der Kläger
 sich dadurch
 sschwert»
daß in dem
 Berufungsarteil die Revision nicht zugelas
I s i
st und hat
(1.0
eshalb die nach S 220 Abs,. .1 BEG statthafte sofortige
 sehwerde form-- und fristgerecht erhöhen
 Die Beschwerde ist nicht begründet,. Die Rechtsfrage, ob bei Y/iderrufsbeseheiden«, die in der Zeit vom L April
1956
bis
 zu dem 29
CJ
Tuni 19*56
V?
rgangen

sind, § 95 BErgG oder
201 BEG anzüwenden sei, hat der Bundesgerichtshof in
 dem Urteil vom 25* Januar 1957 im ersteren Sinne entschie
1 *
:• rh n "! ä
den. Begründete Bedenken
 fc dies er
i:
• ft«
Scheidung hat der Kläger nicht vorgebracht * Wenn
 sich
auch um eine grundsätzliche jtiechtsfrage handelt9 ist des
 halb die Zulassung der Revision nicht gerechtfertigt
(BGH
Beschluß vom 22. Januar 195t> IV
ZB 200/56? afcgedruckt in
HJY/ RzW 1957, 89 Hr, 36
BEG 1956)
Wird der Entschädigungsbescheid wiöeri’ufen. weil er
 au 3
htigen Angaben des Entschädigungsberechtigten
 beruht s so genügt
 es nach § 95 Abs
T Aly.
e	Li	X	0
BErg
G
••
daß
n •
ciie Angaoen objektiv unricntxg sind.
KJ
Ci
 nicht erfor
 derlich, daß dem Antragsteller der Vorwurf eines subjek tiven Verschuldens gemacht werden kann, Die Rechtslage
 hat sich insoweit nach

201 BEG nienc geändert«» Auch
d
st in dem Erteil des Senats vom 25c Januar 1957
IV ZR 222/56 ausgesprochen worden. Wenn daher der Kläger in seiner Zulassungsbeschwerde geltend macht, es erhebe
 sich die grundsätzliche Rechtsfrage? ob das Berufungsge
 cht in der Sache selbst hätte entscheiden dürfen und
 nicht die Sache an das Landgericht hätte zuriickverwei
 seri müssen? das nicht den § 95
sondern
201 BEG
angewandt hatte * so
O
o 1/
axes nicht begründet« Denn diese
 Frage könnte nur dann auf tauchen., wenn der Recht szustand
» •
durch das spätere
 Gese
s xca sa e0
t
ICQ
eändert hätte
 Ist er derselbe geblieben,.
so
S c XI
11 e rf xnd I i ch, w ar v m
aie Zurückverweisung erfolgen sollte, Oe das Bedenken der
 Beschwerde’ überhaupt stichhaltig ist?
dahinstehen
 Endlich kann sich der Kläger auch nicht darauf
 Deru
l e n
die Revision müsse zuge.Lassen werden« weil dem Bern
 fungsgericht vorzuwerfen se
<5
es habe dem Kläger nicht
 hinreichendes Gehör gewährt und die den Gerichten
 oblie
gende Aufklärung®- und Wahrheitspflicht verletzt« Die Be
 sehwerde kann nichts dafür anführen? daß dem Kläger, der
i
n der Berufungsinstanz persönlich gehört worden

c» u »
das
-'i ..
i. c
ehrliche Gehöi
 versag*
j-
worden sei
 Im übrigen handei
 es sich hier nicht um eine grundsätzliche Rechtsfr
?
die
 der Entscheidung durch den Bundesgerichtshof bedarf,
 Was
der Klüger in der Beschwerdeschrift hierzu vorträ
?
ri c h
• •
tat sich nur
 gegen die Beweiswürdigung des Berufuhgsge
 richte
9
die
CI
ber in dem Revisionsrechtszug nicht angegrif
 fen werden kann, Die Beschwerde ist daher mit der
s
ich
a u s
§
QOC
I
£i £’2 A c s j
!
X
BEG ergebenden Kostenfolge zurückzuweisen
• •
•
• .
• • •
• • •
Schmidt
 Aschef
• •
V
vl Werner. •
i*;
laaß
 Wilden
• •
• •

• *
•V • •
• •
• •
• . i
• •
• • *
••
• •
• • • •
. • *
-* • *
•	• •	•
• « ,
• • •
•	•	V
• •	••
• •
• •
• • •
• •
• •
• •
• •

• • •
• •
• •
f •
• •
• •
• •

• * •
• • *• % * • .
•« •
• •
• • V •
i .	•
• •
«C
• •
• •
• • •
• •
• •
• •
• •
• •
• •

•> *
• •
.1 •
• •
• •
• -*
• •
• •
• •
• •
*m *	•	•
*
• •
• •
• ••
• •
• •
• •
* * •
'• % * .
*. : •	mm
m	*	*
•	•
* •	•*	* *
* • •

• *
• • •
• •
• • •
• •
0 •
V
• •
• •
• ^ • ** •
• •
• •
• •
• •
• •
• •
• • •
• •
. •

• •
• •
•
• •
• 0
• • •
• •
• •
• •
• • •
• •
.1 •
• •
• •
* •
• •
• . •
• • •
V.
• •
• •
• •
«
• •