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BGH

Gericht: BGH

Bes Berufungsgeriaht hat die Berufung der Klägerin gegen den klageabweisende erstinstanzliche Urteil alt zwei unabhängig ^beneinanter s tehenden Begründungen zurück -gewiesen! linmai hat es festgestellt♦ die Klägerin brauche für den feil einer Jtdekfcehr nach feien heim begründete furcht vor Terfelgiwsmaaatesn zu: haben, die sei deshalb nicht frefugiie aur place* ia Sinne tea $ 160 BBS« lua anderen hat das £*rufuagsg»rieht die Feststellung getroffen» die verfolgungabedingte Minderung der irwarbafähigfceit belaufe sieh hei dar Klägerin nicht auf mindestens 25 hlne lerabsetzung der Brwerbafählgkett um weniger als 25 $ eher 'Me Feststellung des l erufuugsgeri chtß * bei einer Hlekkehr nach Polen drohe ihr keine Verfolgung» greift eie stit der lüge an, das Berufungsgericht habe ee unterlassen» Über ihr# Behauptung, die polnische Regierung sei sear gewillt» aber nicht in der .^age, antisemitische Außechreituftgei1* m unterbinden, oeweie durch die Vernehmung der angebotens» Sengen fyflHBIi faflBIN und EeflHfeu erheben» Bas Berufungsgericht habe dadurch nicht nur ein Heselaangebet übergangen and damit § M& %m rer let st» sondern auch gegen dis ihn gen» $ 176 BBS obliegende Fflicht sur Istsermittluag verstoße». Sie Feststellung de« Berufungegeri eht s» ihre rer to lgwngebe&l ngte Minie-rung der irwerbaflhigkeit »acht weniger ela 25 £ aas» bekämpft die Ellgerin mit der Büge, da« perufengegerioht habe «ich mit den Gutachten der Sachverständigen Br. Schwärs und Br« losen nickt in elnaelnen und mit Hem von ihr - der Klägerin - verge!egteu Frivat gu tachten de« Aretes Br. Schussle r gar nicht befaßt. Ob da« Berufungsgericht durch die unterlassene Ter-nehmend der Beugen ffflHHl» FaflHBMh und acMfc seiner Fflicht» die angebotenen Beweise au erheben uni die für die Entscheidung erheblichen r&teachen von ante wegen au ermittele» nicht nachgekomaen let und sieh durch diesen Verstoß einer Verletsuag der §§ 286 ZPO, 1T6 &m schuldig ge-naoht hat, welche die Zulassung der Revision nach § 219 &m Dementsprechend steht der Senat auf den Standpunkt, daft der lichter, dann * wenn er der fberseugung ist, dai das Outachten diesen Bweek erfüllt, regelssäfttg von ihm susgehen darf und selbst dann nicht *ur Äinholung eines weiteren Gutachtens verpflichtet ist, wenn ihn ein abweichende© Privatgutachten vorgelegt wird (Be Schluß ve« 10. tun andere© gilt »ach Auffassung des b^nats nur dann, wenn der Sachverständige von unrichtigen oder unvollständigen Unterlagen ausgegangen ist oder wenn er das ifc» sugänglleh gewachte Material nicht ausreichend ausgewertet hat oder wenn sein tutachten sonstige grebe Mängel aufweist und wenn ihm das Bericht dennoch ohne weitere Nachprüfung Bis haben auch die Seugnisee der Arate nicht ander betracht gelassen, von welchen die Klägerin vor der iutaehteaeerstellung behandelt worden ist. Aus ihren Gutachten folgt vielmehr das Gegenteil« Namentlich der Sachverständige Br. Sehwars hat sich »it den 1ha nur Verfügung stehenden Material eingehend befaßt und dabei die äeugniss* der Irate besondere gründlich verwertet, welche die Klägerin vor der Gutacht enaerst&ttung behandelt hatten. Bas Berufung#-urteil ergibt nässlich» daß das erufuagsgericht sich nicht nur alt den Outachten der Eachverständigen Br. Schwarz und Br. Boaea* sondern auch mit dess Out-achten des Aretes Br. Kchussler gründlich befaßt hat. Aber selbst wenn dies nicht der Fall gewesen wäre» kämst# die sofortige Beschwerde keinen Erfolg haben» da die IntScheidung darüber, ob ein Obergutachten einzuholen 1st» wie in der Hegel, so auch hier nach der ständigen liechtepreohuag des Senate iur für den Kimselfall Bedeutung hat, also keine Entscheidung einer ßechtsfrage von gründestalleher Bedeutung in Elan© de© | 219 Aba. 2 Ir. 1 DEC darstellt (Beschluß vom 17.

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Volltext der Entscheidung

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 Ber If* Mrilsenat de® Bundesgerichtshofs' hat unter Hit Wirkung A#« Senat»Präsidenten Asche? sow!« der Dundee-rich ter filden, Bar* i*ee*eahel*f Br« Graf und von dar fühlen
 in dar dltsong vom 1. Juli 1§S6
besehlosssm
I* Bia sofortige Beschwerde dar Klägerin gegen dia Mehtsulassuag dar Kerin on in das Urteil das 17. Zivilsenats des Ober-landeegerlchts Düsseldorf vom 2G. Okto~ bar 1965 wird «urüekgewlesen.
II« Oerlebt sgebühreti und Auslagen werden nicht erhoben.
III. Bis außergerichtlichen Konten des Hechts-aalt tele feilen der Klägerin zur hast»
g r ü a d e i .
Bes Berufungsgeriaht hat die Berufung der Klägerin gegen den klageabweisende erstinstanzliche Urteil alt zwei unabhängig ^beneinanter s tehenden Begründungen zurück -gewiesen! linmai hat es festgestellt♦ die Klägerin brauche für den feil einer Jtdekfcehr nach feien heim begründete furcht vor Terfelgiwsmaaatesn zu: haben, die sei deshalb nicht frefugiie aur place* ia Sinne tea $ 160 BBS« lua anderen hat das £*rufuagsg»rieht die Feststellung getroffen» die verfolgungabedingte Minderung der irwarbafähigfceit belaufe sieh hei dar Klägerin nicht auf mindestens 25 hlne lerabsetzung der Brwerbafählgkett um weniger als 25 $ eher
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rechtfertige gern» | 31 .;£d nicht die Buerkenmmg einer kente wegen Schadens an Kftrper oder ^«itißlhtit«
aegen beides wendet sieh die Klägerin. 'Me Feststellung des l erufuugsgeri chtß * bei einer Hlekkehr nach Polen drohe ihr keine Verfolgung» greift eie stit der lüge an, das Berufungsgericht habe ee unterlassen» Über ihr# Behauptung, die polnische Regierung sei sear gewillt» aber nicht in der .^age, antisemitische Außechreituftgei1* m unterbinden, oeweie durch die Vernehmung der angebotens» Sengen fyflHBIi faflBIN und EeflHfeu erheben» Bas Berufungsgericht habe dadurch nicht nur ein Heselaangebet übergangen and damit § M& %m rer let st» sondern auch gegen dis ihn gen» $ 176 BBS obliegende Fflicht sur Istsermittluag verstoße». Sie Feststellung de« Berufungegeri eht s» ihre rer to lgwngebe&l ngte Minie-rung der irwerbaflhigkeit »acht weniger ela 25 £ aas» bekämpft die Ellgerin mit der Büge, da« perufengegerioht habe «ich mit den Gutachten der Sachverständigen Br. Schwärs und Br« losen nickt in elnaelnen und mit Hem von ihr - der Klägerin - verge!egteu Frivat gu tachten de« Aretes Br. Schussle r gar nicht befaßt. Bas Berufuagsger 1eht habe ee ferner unterlassen» in Hinblick darauf, dni das Gutachten des Amtes Br* Gchussler den Gutachten der Irate Br* Schwärs und Br* Hosen widerspreche» ein Obergutachten einsuhelen*
Biese Angriffe der Klägerin verndgen die voa Berufungsgericht nicht sugelsseene ievieien nicht am eröffnen.
Ob da« Berufungsgericht durch die unterlassene Ter-nehmend der Beugen ffflHHl» FaflHBMh und acMfc seiner
 Fflicht» die angebotenen Beweise au erheben uni die für die Entscheidung erheblichen r&teachen von ante wegen au ermittele» nicht nachgekomaen let und sieh durch diesen Verstoß einer Verletsuag der §§ 286 ZPO, 1T6 &m schuldig ge-naoht hat, welche die Zulassung der Revision nach § 219 &m
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rechtfertigen. würde, braucht nicht entschieden su werden.* Denn auch wenn die# ssts träfe, könnt# di# sofortige ds-achwerde keinen Erfolg haben* Pies deshalb nicht, well das Ssrufungsurtell seihst dann, wenn die Klägerin "refuglde sur biso#0 wäre, wenn also die eine Begründeng, auf die es sich avutjct, wegfiele, Bestand hätte, In diesem Falle würde es nämlich irasier noch won der anderen Begründung getragen, die Verfolgung*bedingte Minderung der Vhrwerbs fählgksl t bei der Klägerin betrage weniger sie 25 Me dahingehend« Feststellung' des Berufungsgeriehts kann aus Hecht»gründen nicht beanstandet werden« Der erkennende deaat hat wiederholt ausgesprochen, dal der Sachverständig© gen« den §f 144, 402 ff 2PO auch la Verfahren vor den TSnteohädi gunge-gerichten lediglich die Aufgabe hat, das Wiesen de« Jtiehtera auf nicht allgemein sugängliehern Gebieten su vervollkommn. Ans dieser blöden Uehl 1 f«cetellung des ^schwerständigen hat der Senat den Sehluft gesogen, daft es eine Frage der dm Tatrichter Vorbehaltenea lernt «Würdigung sei darüber su befinden, ob ein Saohverst ändigengu taehten den Sweek erfüllt, das fehlend« richterlich Sachwissen su ergingen. Dementsprechend steht der Senat auf den Standpunkt, daft der lichter, dann * wenn er der fberseugung ist, dai das Outachten diesen Bweek erfüllt, regelssäfttg von ihm susgehen darf und selbst dann nicht *ur Äinholung eines weiteren Gutachtens verpflichtet ist, wenn ihn ein abweichende© Privatgutachten vorgelegt wird (Be Schluß ve« 10. fteveeber 1^5» IT 549/6$, Sat 1966, aa$ Besehluft von 1?« September 196$, 2V 2B t0$/6$, W i$6$, 56$i Eeschlufi vom IT, Februar 196$, IT » 471/6$, SsW 196$, 2Tfi Beeohluft vom 16« September 1964, IT SB 194/64, Äst lf€$, $a). tun andere© gilt »ach Auffassung des b^nats nur dann, wenn der Sachverständige von unrichtigen oder unvollständigen Unterlagen ausgegangen ist oder wenn er das ifc» sugänglleh gewachte Material nicht ausreichend ausgewertet hat oder wenn sein tutachten sonstige grebe Mängel aufweist und wenn ihm das Bericht dennoch ohne weitere Nachprüfung
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folgt* la na hat de aäaiJLeh das pflichtgemäße Kr»«esen verleiht, da« Iran ihm 1« Bataen dar Seweiewürdtgung *u beachten lat (urteil von 29* daauar 1964, IT *R 198/63,
Re#	1964,	263;	Urteil	vo»	12-	Irmt 1963, IT SM	12/63,
Re#	1963,	345;	irrteil	re»	13.	Juli 1962, IT St	2l/62,
heb	1962,	964i	Urteil	re»	30,	September I960, IV %H 99/60,
Hat	1961,	132} ♦ Tea diese» Grundsätzen let dee	ßerofUags-
gerieht dadurch, d&i es eie» dec Sutachten der Sachverständigem Ir. Uehwar* and Dr. Meeen angeeebloseer hat, nicht 1» Ulnae des | 219 its. 2 fr* 2 BIG abg«wichen. Die Gutachten der haehversttaiigea Br. Schwär* and I>r. Hosen, auf welche da« Berufuagegerickt eelae Feet*teilung atötet, die ver foIguegebedingt« Miadenmig der Hrwerbafählgkeit bei der Klägerin betrage weniger eie 29 lassen näalieh keinen Fehler der eben angegebenen Art erkenne«. Beide Sachverständig# haben sämtliche Unterlagen verwertet , die *nr Seit der Outachteiumatattuag vorhanden waren. Bis haben auch die Seugnisee der Arate nicht ander betracht gelassen, von welchen die Klägerin vor der iutaehteaeerstellung behandelt worden ist. Dean, aus den Akten ergibt eich, daS beit# Gutachter dies# leugmiase, denen hier wie ln allen Fällen, in welchen es um die Verfolgmngsbedingtheit von Gefdßakleroaen und von. Aagataeurose» geht, wegen der tvsdttlwng sogenannter ürüokeasjiaptea# besondere Bedemtsing ««kommt (üeeeltltxf vom 1. Februar 1961, IV bi 400/60, lat 1961, 229? Urteil von 30. September I960, IV M 99/60 aaO) beröcksiohtigt haben, laß die lUsushver ständigen Dr* Schwär* und Br. Mosen die Ihnen somit vollständig vorliegenden tint erlagen nicht ausreichend ausgewertet hätten, 1st gleichfalls nicht su ersehen. Aus ihren Gutachten folgt vielmehr das Gegenteil« Namentlich der Sachverständige Br. Sehwars hat sich »it den 1ha nur Verfügung stehenden Material eingehend befaßt und dabei die äeugniss* der Irate besondere gründlich verwertet, welche die Klägerin vor der Gutacht enaerst&ttung behandelt hatten.
Aber auch grob© Mfege 1 i® ehe» angeführten Sinn sing in den üut achten der Sachverständige a I-r* Schwarz und Sr. Dozen nicht zu erkennen. Die Klägerin selbst macht solche auch nicht geltend. Bei dieser Bachlage hat das Beruf ungsgerlcht gegen dae ihn obliegende pflichtgemäße Ersessen nicht dadurch verstoßen» daß ee die Outachten der Sachverständigen Br. Schwere und Br. Eoeen als tauglich© Sntschalduagsgruadi&ge ans ah und sich ihnen ohne Einholung eines abergutachten® «»schloß« Es hat entgegen der Meinung der Klägerin dae pflichtgemäße Ersessen auch nicht dadurch verletztf daß es die But-* achten der Sachverständigen Br. Bchw&re und Br. Ecsea nicht im einzelnen und das Brivatgutachten des Arstes Br. Bchussler gar nicht gewürdigt hat. Bas Berufung#-urteil ergibt nässlich» daß das erufuagsgericht sich nicht nur alt den Outachten der Eachverständigen Br. Schwarz und Br. Boaea* sondern auch mit dess Out-achten des Aretes Br. Kchussler gründlich befaßt hat. Aber selbst wenn dies nicht der Fall gewesen wäre» kämst# die sofortige Beschwerde keinen Erfolg haben» da die IntScheidung darüber, ob ein Obergutachten einzuholen 1st» wie in der Hegel, so auch hier nach der ständigen liechtepreohuag des Senate iur für den Kimselfall Bedeutung hat, also keine Entscheidung einer ßechtsfrage von gründestalleher Bedeutung in Elan© de© | 219 Aba. 2 Ir. 1 DEC darstellt (Beschluß vom 17. februar Ipo* XV S3 471/64 aaO; xeachluß rosa 16, September 1$64f XV SB 194/64 aaO* Beschluß vom 1. Februar tf€l» I? 2ß 40§/S0 aaO}.
Me sofortige Beschwerde 1st eomit aurüakauweieen
 Dia Ko®ten«nt«ehaidung bsrafet auf dan ft 225 Ab®* 1, 209 Abs. 1 MM, Ti Aba. 1 %ft).
Aacher
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