BGH · IV ZB 109/57 vom 08.03.1957
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wohnhaft in fj Klägerin und Beschwerdeführerin, - Prozeßbevollmächtigter: Rechtsanwalt Pr. gegen das Land Niedersachsen, vertreten durch den Niedersäch-sischen Minister des Innern in Hannover, Lavesallee 6, Beklagten und Beschwerdegegner, wird die Beschwerde der Klägerin gegen die Nichtzulassung der Revision im Urteil des 2, Zivilsenats (Entschädigungssenats) des Oberlandesgerichts in Celle vom 8. 3>ie Vorinstanzen haben eine Entschädigung abgelehnt, weil der Sohn der Klägerin nicht aus RassegrUnden verfolgt worden sei.Eine Revision hat das Oberlandesgericht nicht zugelassen,weil die Voraussetzungen des § 219 BEG nicht vorlägen, nachdem durch die Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs die Frage der Verfolgung der Zigeuner aus rassischen Gründen geklärt sei, Sie gegen die Nichtzulassung erhobene Beschwerde ist unbegründet. Auch der von der Beschwerde gerügte Verstoß gegen Verfahrensvorschriften, insbesondere gegen die Bestimmungen der §§ 176 BEG und 139 ZPO, erfordert eine Zulassung der Revision nicht, da die Bedeutung und Tragweite dieser Bestimmungen klar ist und es daher einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs über diese Bestimmungen nicht bedarf.Schließlich erfordert auch die Sicherung einer einheitlichen Rechtsprechung nicht eine Entscheidung des Bundesgerichtshofs, da das angegriffene, vom Oberlandesgericht eingehend begründete Urteil mit der ständigen Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs übereinstimmt.