BGH · IV ZB 101/52 vom 06.11.1952
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D^HBIM^strasse gg Beklagten und Berufungsbeklagten, - Prozeßbevollmächtigtcr II0 Instanz: Rechtsanwältin in hat der IV „ Zivilsenat des Bundesgerichtshofs auf die sofortige Beschwerde der Klägerin gegen den Beschluß des Zivilsenats in Darmstadt des Oberlandesgerichts in Frankfurt am Main unter Mitwirkung der Bundesrichter Dr. Lersch, Ascher', Raske, Dr. Kregel und Scheffler in der Sitzung vom 6. Die Klägerin hat am 20, September 1952 gegen dieses Urteil Berufung eingelegt und gleichzeitig um Wiedereinsetzung in den vorigen Stand gegen,die Versäumung der Berufungsfrist gebeten. Nach den Feststellungen des Oberlandesgerichts ist die Versäumung der Rechtsmittelfrict darauf zurückzuführen, daß der der Klägerin für das Verfahren vor den Landgericht im Arnen-recht beigeordnete und von ihr zun Prozeßbevollmächtigten bestellte Rechtsanwalt Dr, Peck in Darmstadt seiner .Auf- traggeberin keine Kenntnis von dem Urteil und dem Zeitpunkt der Zustellung gegeben hat«, Das Oberlandesgericht sieht in dieser Unterlassung des Anwalts ein Verschulden, für das die Klägerin nach § 232 Abs 2 ZPO, einzustehen hat und das gemäß § 233 ZPO eine Wiedereinsetzung in den vorigen Stand, ausschließtö Hiergegen sind“ rechtliche Bedenken nicht zu erheben«,. Die Beschwerde meint unter Berufung auf die Entscheidungen des Reichsgerichts in RGZ 160, 380; 168, 397 und 166, 246, die Klägerin habe'im vorliegenden Pall für die Versäumnis ihres erstinstanzlichen Anwalts nicht einzustehen, weil dieser trotz verschiedener Mahnungen der Klägerin* überhaupt nicht mehr für sie tätig geworden sei«, Gegenüber einem Prozeßbevollmächtigten, der in keiner’Weise mehr etwas für seine Partei tue, sei diese machtlos» Ein solches Verhalten sei für sie ein unabwendbarer Zufall» Diese ‘[Tatsachen können der Beschwerde nicht zu dem Erfolg verhelfen» Die erwähnten Entscheidungen treffen den vorliegenden Pall nicht; sie befassen sich mit der Präge, ob elfte Partei für das Verschulden'eines Prozeßvertre- lungen enilm erfolgen,•nachdem er der Partei gegenüber aufgehört hat,■Prozeßbevollmächtigter zu sein» Die von’ der Beschwerde angeführten*Tatsachen lassen nicht erkennen, dass zu den Zeitpunkt das Hondat erloschen war, als Rechtsanwalt Dr» das Urteil erhielt und es unter-