BGH · IV ARZ 75/79
Originalentscheidung als PDF
PDF öffnen ↗Leitsatz / Zusammenfassung
Zuständig für die Entscheidung über den Antrag auf Festsetzung eines Zwangsgeldes ist das Amtsgericht Waiblingen. Auch Verfahren, die wie das hier anhängige lediglich Maßnahmen nach § 33 FGG zur Durchsetzung einer Entscheidung über den persönlichen Verkehr eines Elternteils mit den Kindern betreffen, sind Familiensachen im Sinne des § 23 b Abs. 1 Satz 2 Nr. 3 GVG und des § 621 Abs. 1 Nr. 2 ZPO (BGH NJW 1978, 802 * FamRZ 1978, 330; Es kann dahinstehen, ob die Festsetzung eines Zwangsgeldes nach § 33 FGG für die Bestimmung des örtlich zuständigen Gerichts als eine selbständige oder eine unselbständige Verrichtung im Sinne von § 43 Abs. 1 FGG (in Verb, mit § 64 a Abs.3 Satz 1, 2 FGG a.F., § 621 a Abs. 1 Satz 1 ZPO) anzusehen und ob somit an sich die Zuständigkeit an die Jeweiligen Verhältnisse zur Zeit des Festsetzungsantrags anzuknüpfen ist oder das Gericht zuständig bleibt, das die mit Zwangsgeld durchzusetzende Anordnung erlassen hat (vgl. Im vorliegenden Fall ist das Amtsgericht Waiblingen Jedenfalls deshalb für das Verfahren nach § 33 FGG zuständig, weil es an den VerweisungsbeSchluß des Amtsgerichts Traunstein gemäß § 281 Abs. 2 Satz 2 ZPO gebunden ist. Zu den "für das zivilprozessuale Verfahren maßgeblichen Vorschriften", die gemäß § 621 a Abs. 1 Satz 2 ZPO an die Stelle des § 5 FGG getreten sind, gehört außer § 36 Nr. 6 ZPO auch § 281 ZPO (BGHZ 71, 15 mit eingehender Begründung) .