BGH · IV ARZ 14/80 vom 26.03.1980
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Die Streitigkeit über eine vertragliche Regelung, die Ehegatten in einer Vereinbarung für den Fall der Scheidung getroffen haben und die keine Familiensache betrifft, wird nicht allein dadurch zur Familiensache, daß in der Vereinbarung auch Angelegenheiten im Sinne des § 23 b Abs. 1 Satz 2 GVG geregelt worden sind. Der IVb - Zivilsenat des Bundesgerichtshofes hat durch den Vorsitzenden Richter Dr. Grell und die Richter Knüfer, Lohmann, Dr, Seidl und Dr. Blumenrohr am 26. Der Rechtsstreit, in dem die Klägerin von ihrem geschiedenen Ehemann Freistellung von ihren Verbindlichkeiten aus einem gemeinsam aufgenommenen Kredit begehrt, ist keine Familiensache (§ 23 b Abs. 1 Satz 2 GVG). Daran ändert es nichts, daß die Parteien während des Ehescheidungsverfahrens eine Vereinbarung "für den Fall der Scheidung aus der Alleinschuld des Ehemannes" getroffen haben, die sowohl über diese Freistellung als auch Über Angelegenheite im Sinne des § 23 b Abs. 1 Satz 2 GVG (Unterhalt, elterlich Gewalt, Hausrat) Regelungen enthielt; bei den letzteren Angelegenheiten handelte es sich um selbständige, mit der Fre Stellung nicht zusammenhängende Regelungen, die nicht Geger stand des Rechtsstreits sind.