BGH · II ZR 2/55
Originalentscheidung als PDF
PDF öffnen ↗Leitsatz / Zusammenfassung
Rechtes atzs Einem Antrag auf Einstellung der Zwangsvollstreckung nach § 719 Abs 2 ZPO, der damit begründet ist, daß dem Vollstreckungsgläubiger in den Vorinstanzen das Armen-recht bewilligt worden sei, kann auch dann nicht statt gegeben werden, wenn der Vollstreckurigsschuldner im Berufungsverfahren einen Antrag aus § 713 Abs 2 ZPO/ deshalb nicht gestellt hat, weil ihm die Mittel zur Beistung der erforderlichen Sicherheitsleistung nicht zur Verfügung stehen« * wird der Antrag des Beklagten, die Zwangsvollstreckung aus dem Urteil des 10« Zivilsenats des Kammergerichts in Berlin vom 13o Oktober 1954 auf Cr rund des § 719 ZPO einstweilen einzustellen, zurückgewiesen * Durch das angefochtene Urteil ist der Beklagte verurteilt worden, an den Kläger 9»810 DM nebst Zinsen zu zahlen und wegen dieser Forderung die Zwangsvollstreckung aus einer im Grundbuch von WtfHHPBd 91 Bl 2631 in Abt III. Kr 6 für den Kläger eingetragenen Sicherungshypothek in das belastete Grundstück zu dulden, sowie ferner an die Berliner Verkehrsbetriebe einen Betrag von 987,99 DM nebst Zinsen zu zahlenc Der Beklagte hat gegen dieses Urteil Revision eingelegt und die Einstellung der Zwangsvollstreckung mit der Begründung beantragt, daß der Kläger ausweislich des von ihm zu den Gerichtsakten überreichten Armenrechtsgesuchs vermögenslos ist* Auch dann,,wenn dem Beklagten auf.seinen Antrag nachgelassen worden wäre, die Zwangsvollstreckung aus dem Berufungsurteil durch Sicherheitsleistung* abzuwenden, wenn er aber diese Sicherheit nicht leisten konnte oder wollte, so hätte dies dazu geführt, daß die beigetriebenen Beträge nicht an den Kläger abgeführt, sondern, hinterlegt worden wären (§ 720 ZPO).