BGH · II ZR 71/59
Originalentscheidung als PDF
PDF öffnen ↗Leitsatz / Zusammenfassung
der sich zu dieser Zeit im Ausland befand, nicht mehr als Aussteller* Einer dieser Wechsel war am 15o November 1953 fällig* Die Klägerin hat diesen Wechsel im Wechselverfahren eingeklagt und ein Wechselvorbehaitsurteil erwirkt* Im Laufe des Nachver— fahrens gab der Beklagte für den eingeklagten Wechsel und die beiden anderen Wechsel über je 3 500 DM Prolongationswechsel und zahlte hierauf weitere Beträge* Seitdem ruht das Verfahren, was die Klage angeht* Die Parteien haben jedoch das Verfahren wegen einer Widerklage weitergeführt* Entscheidungsgründe lo Das Berufungsgericht hat ausgeführt-, es möge sein, daß der Beklagte mit R^dj vereinbart habe, die Wechsel seien auf das Bausonderkontö zu geben«, Eine derartige Vereinbarung könne der Klägerin aber nur entgegengehalten werden, wenn sie sie gekannt hätteo Dafür sei nichts dargetan« Roösner habe die-Wechsel vielmehr'auf sein Konto gegeben«. Sie macht geltend, die Wechsel hätten bestimmungsgemäß über das gemeinschaftliche Bausonderkonto laufen sollen«, R^Bm habe dem Beklagten auch gesagt, er hätte die Wechsel auf dieses Konto gegebene Der Beklagte habe hierfür Beweis durch Vernehmung des Zeugen I4HHB angeboten«, RflHHi SQi hierüber aber nicht vernommen worden«. Der Angriff der Revision kann keinen Erfolg haben« Das Berufungsgericht hat unterstellt, daß der Beklagte mit rUBIYvereinbart habe, die Wechsel sollten über das Gemeinschaftskonto laufen« Es kann deshalb auch unterstellt ROH» habe.den Wechsel auf das Bausonderkonto gegeben® Dieser Auffassung der Revision kann jedoch nicht zugestimmt werden« Die Revision übersieht? daß der Beklagte in der letzten mündlichen Verhandlung vor dem Berufungsgericht zur Sache gehört worden ist und dort angegeben hat? Das Berufungsgericht hat weiter ausgeführt, die Klägerin habe auch keinen Anlaß gehabt , sich mit dem Beklagten darüber in Verbindung zu setzen, ob die Wechsel vielleicht auf dem Bausonderkonto gebucht werden sollten0 Dieses Konto habe ausschließlich der Vorfinanzierung der öffentlichen Baugelder gediento Die Wechsel stünden damit nicht in Verbindung 0 Jedenfalls sei dies der Klägerin bei Hereinnahme der Wechsel- nicht ersichtlich gewesen* Aus welchem Grund der Beklagte hBBB die Akzepte gegeben habe, sei für die Klägerin nicht erkennbar gewesen, wie es im übrigen auch bisher nicht klargestellt worden sei» Von der Klägerin aus gesehen habe den Akzepten ebensogut eine Honorarforde- • rung des Architekten zugrundeliegen können wie ein Anspruch auf Erstattung von Beträgen, die RBI^B möglicherweise über sein Konto an Bauhandwerker gezahlt habe® Sie ist einmal der Ansicht, das Berufungsgericht hätte sich nicht mit der Feststellung begnügen dürfen, es sei nicht klargestellt, aus welchem Grund der Beklagte Akzepte gegeben habe; das Berufungsgericht hätte nicht den Vortrag des Beklagten übergehen dürfen, wonach die Wechsel zur Sicherheit gegeben seien und RBBB dem ^klagten erklärt habe, die Klägerin habe die Akzepte hierfür verlangt* Der Ansicht der Revision kann nicht gefolgt werden* Das Berufungsgericht brauchte dieser Frage nicht nachzugehen, weil es nicht auf die internen Abmachungen zwischen dem Beklagten und RBBP sondern auf die Vereinbarungen zwischen und der Klägerin ankommt* Die Revision rügt weiter, es handle sich nur um eine Vermutung des Beklagten* daß ^HHBI 7011 seinem Konto Baurechnungen bezahlt habe; es fehle insoweit an jeder Fest-Stellung«, Die Rüge der Revision ist nicht berechtigte Die Revision verkennt* daß das Berufungsgericht es insoweit lediglich auf die Vorstellungen abgestellt hat* die die Klägerin bei der Hereinnahme der Wechsel hätte haben dürfen» Das Berufungsgericht spricht von der Sicht:der Klägerin (”von der Klägerin aus gesehen”)* Schließlich hat das Berufungsgericht ausgeführt* in dem Verhalten des Beklagten liege jedenfalls eine Zustimmung zu der Art und Weise* wie die Klägerin die Wechsel und die auf sie eingehenden Beträge verbucht habe* Der Beklagte habe die Auszüge des Bausonderkontos regelmäßig erhalten und aus diesen Kontoauszügen ersehen* daß die am 30„ April 1953 hereingegebenen Wechsel über je 5 000 DM nicht auf dem Sonderkonto verbucht worden seien* Er habe dies nicht beanstandete Er habe vielmehr für diese Wechsel* die am 30* Juni, 31o Juli und 3io August 1953 fällig geworden seien* Ersatzwechsel in gleicher Höhe (die Vorgänger für die Ersatzwechsel in Höhe von je 3 500 DM) gegeben und ebenfalls keinen Widerspruch erhoben* als diese Ersatzwechsel nicht auf dem Bausonderkonto erschienen seien* Unter diesen Umständen könne der Beklagte jetzt nicht mehr geltend machen* die Wechsel einschließlich der Ersatzwechsel und die auf sie geleisteten Zahlungen hätten auf dem Bausonderkonto gebucht werden müssen,. Die Revision greift diese Ausführungen an* Sie meint* das Berufungsgericht habe übersehen* daß es sich um Sicherungswechsel gehandelt habe* die Gutschriften also für den Beklagten erst viel später (bei Verfall der Sicherheit) hätten Bedeutung erlangen können® Der Angriff der Revision ist nicht begründet0 Daß es sich nach dem Vortrag des Beklagten um Sicherungswechsel gehandelt hat, ändert nichts daran, daß der Beklagte den Auszügen des Bausonderkontos entnommen hat, daß die von ihm akzeptierten Wechsel niemals auf dem Bausonderkonto gebucht worden sindo Der Beklagte wußte also, daß die Wechsel, die er im Zusammenhang mit dem Bauvorhaben ausgestellt und Seg^^en hatte, und die an ihre Stelle getretenen Ersatzwechsel über ein anderes Konto, eben über das Konto des RflHHI?