BGH · II ZR 48/98 vom 16.03.1998
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PDF öffnen ↗Leitsatz / Zusammenfassung
Februar 1998 den Bundesgerichtshof als für das weitere Revisionsverfahren zuständiges Gericht bestimmt (§§ 8 EGGVG, 7 EGZPO, Art. 11 Abs. 1 AGGVG) und diesem auch die Entscheidung über den Aussetzungsantrag überlassen. Aufgrund der für den Bundesgerichtshof bindenden Zuständigkeitsentscheidung des Bayerischen Obersten Landesgerichts (§ 7 EGZPO) hat der Senat auch über den bei diesem Gericht gestellten Aussetzungsantrag der Beklagten gemäß §§ 246 Abs. 1 2. ZPO war das Verfahren nur hinsichtlich der unbekannten Erben des Beklagten zu 2 auszusetzen. Eine Unterbrechung des Verfahrens gemäß § 239 Abs. 1 ZPO, die den Aussetzungsantrag gegenstandslos machen würde, ist durch den Tod des Beklagten zu 2 gemäß § 246 Abs. 1 1. Die durch den Tod des Vollmachtgebers nicht beendete Vollmacht (§ 86 ZPO) umfaßt auch die Einlegung von Rechtsmitteln, so daß eine Unterbrechung jedenfalls dann nicht eintritt, wenn der Prozeßbevollmächtigte bei dem Rechtsmittelgericht postulationsfähig ist. Denn bei dem Bayerischen Obersten Landesgericht, das bis zu seiner Entscheidung über die Zuständigkeit des Bundesgerichtshofes "vorläufiges Revisionsgericht" war (vgl. M. Wolf aaO § 7 EGZPO Rdn. 6), sind gemäß § 8 Abs. 1 EGZPO alle bei einem Landgericht- oder Oberlandesgericht zugelassenen Rechtsanwälte postulationsfähig und können dort bis zur Entscheidung über die Zuständigkeit des Bundesgerichtshofes auch eine Revisionsbegründung einreichen (vgl. Daraus ergibt sich von selbst, daß das Verfahren auch dann nicht gemäß § 239 ZPO unterbrochen wurde, wenn der Beklagte zu 1 erst nach Einlegung der Revision verstorben sein sollte. Die Voraussetzungen des § 246 Abs. 1 ZPO sind erfüllt, wenn die Partei im Zeitpunkt eines an sich die Unterbrechung des Verfahrens begründenden Ereignisses (§§ 239, 241, 242 ZPO) durch einen Prozeßbevollmächtigten vertreten wird, der bei dem Gericht, an dem das Verfahren anhängig ist, zugelassen ist (vgl. Die Aussetzung auch auf die Revision des Beklagten zu 1 zu erstrecken, besteht kein Anlaß, weil die beiden Beklagten nicht notwendige Streitgenossen (§ 62 ZPO) sind und eine Unterbrechung gemäß § 239 ZPO, an deren Stelle hier die Ausetzung tritt, sich ebenfals auf das Verfahren der von dem unterbrechenden Ereignis betroffenen Partei beschränken würde (vgl.