BGH · II ZR 31/78 vom 27.09.1979
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September 1979 durch den Vizepräsidenten des Bundesgerichtshofes Stimpel und die Richter Dr. Schulze, Dr. Bauer, Bundschuh und Dr. Skibbe für Recht erkannt: Auf die Widerklage wird festgestellt, daß der Kläger die Frage, ob wegen der für ihn gezahlten Lastenausgleichsabgaben und Vermögenssteuern sein Sonderkonto zu belasten ist, nicht durch Klage gegen den Beklagten klären lassen kann. Demgemäß hat er im ersten Rechtszug beantragt, die Gesellschaft zu verurteilen, "ihre Bilanz" für 1974 dahin zu berichtigen, daß die darin gegen ihn ausgewiesene Forderung von 21.098,60 DM gestrichen werde, und seinem Sonderkonto diesen Betrag gutzuschreiben, hilfsweise festzustellen, daß die Gesellschaft im Jahre 1974 verpflichtet gewesen wäre, unter Auflösung stiller Reserven ohne Verbuchung über sein Sonderkonto den Betrag an das Finanzamt zu zahlen. Das Berufungsgericht hat ihre Berufung zurückgewiesen und ihre Widerklage, festzustellen, daß dem Kläger gegen sie kein Anspruch darauf zustehe, "von ihr zu verlangen, ihn nicht für ihn persönlich gezahlte anteilig auf das Betriebsvermögen entfallende Lastenausgleichsabgaben und Vermögenssteuern auf dem bei der Beklagten für ihn geführten sogenannten Sonderkonto zu belasten", 1. Von der Kommanditgesellschaft konnte der Kläger die Änderung des Entwurfs der Jahresbilanz für 1974 nicht verlangen. Es geht dabei nicht, wie das Berufungsgericht meint, um einen Anspruch des Kommanditisten entsprechend § 166 HGB, den die Gesellschaft erfüllen könnte - wie etwa den Anspruch auf Erteilung einer Abschrift der festgestellten Bilanz oder auf Einsicht in die Bücher und Papiere, die ihr zugrunde liegen. Dessen Belastung mit 21.098,60 DM entsprach lediglich dem Bilanzentwurf.Ob die buchmäßige Belastung eines Gesellschafters mit einem aus dem Gesellschaft svertrag hergeleiteten Erstattungsanspruch zu Recht erfolgt ist, kann gleichfalls nicht von der Gesellschaft selbst, sondern nur von den Gesellschaftern Im Verhältnis der Gesellschaft zu dem Kläger wäre sie nur inzidenter zu entscheiden gewesen, wenn die Gesellschaft von ihm den Ersatz ihrer Aufwendungen verlangt haben würde. Unbegründet war auch der Hilfsantrag des Klägers festzustellen, daß die Gesellschaft im Jahre 1974 verpflichtet gewesen wäre, unter Auflösung stiller Reserven ohne Verbuchung über sein Sonderkonto die 21.098,60 DM an das Finanzamt zu zahlen. Den Streit darüber aber konnte der Kläger, wie die vorstehenden Darlegungen ergeben, nicht mit der Gesellschaft, sondern nur mit denjenigen Gesellschaftern austragen, die behaupten, nach dem Gesellschaftsvertrag stehe der Gesellschaft eine entsprechende, in der Bilanz auszuweisende Forderung gegen ihn zu. Wäre danach die Klage gegen die Gesellschaft insgesamt abzuweisen gewesen, so hat sich an dieser Rechtslage dadurch, daß während des Revisionsverfahrens über ihr Vermögen der Konkurs eröffnet worden ist, nichts geändert; denn auch der Konkursverwalter hat keinen Einfluß darauf, wie die Gesellschafter hinsichtlich der im Jahre 1974 gezahlten Lastenausgleichsabgaben und Vermögenssteuern durch BilanzfestStellung ihr Verhältnis zueinander gestalten. Denn damit würde sie eine Frage zur Entscheidung gestellt haben, die nicht ihr Verhältnis zu dem Kläger, sondern nur das Verhältnis der Gesellschafter zueinander betrifft; in einem Feststellungsprozeß zwischen der Gesellschaft und einem Gesellschafter kann eine solche Entscheidung nicht ergehen (BGH, Urt. v. 4 und 17/18 der Berufungsbegründung ergeben, nur geltend machen wollen, durch eine Klage gegen sie könne der Kläger die Frage, ob wegen der für ihn gezahlten Lastenausgleichsabgaben und Vermögen-Steuern sein Sonderkonto zu belasten sei, nicht klären lassen. 3. Nach alledem muß auf die Revision die Klage abgewiesen und der Widerklage stattgegeben werden.