BGH · II ZR 14/64 vom 26.09.1966
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Anfang Mai 1962 suchte der Beklagte den Kläger zur Beteiligung an einem Unternehmen zu gewinnen, das zu dem Bau und Betrieb einer Go-Kart-Bahn in errichtet werden sollte. Er erklärte hierbei, daß die Eröffnung des Re&nbetriebes in etwa drei Monaten zu erwarten sei und daß auf der vorgesehenen Rennbahn am 21. Der Beklagte will in Höhe eines Geschäftsanteils von 6 400 DM bloß als Treuhänder des Klägers an der Gesellschaft beteiligt gewesen sein und meint, von Anfang an sei der Kläger echter Gesellschafter der GmbH gewesen und müsse es daher selbst tragen, daß der GmbH-Betriob nicht habe eröffnet werden können« Im übrigen treffe ihn, den Beklagten, auch kein Verschulden, denn er habe der von gegebenen Zusage, die Bennbahn unter Berücksichtigung der '*ortspolizeilichen und baupolizeilichen Auflagen*1 bis zu dem 15. Io Bas Berufungsgericht meint: Ba die zu dem Betrieb einer Go-Kart-Bahn erforderliche Erlaubnis und die zur Errichtung einer solchen Rennbahn notwendige Bauerlaubnis gefehlt hätten, habe der Beklagte fahrlässig gehandelt, als er dem Kläger bei den Verhandlungen Anfang Mai 1962 erklärt habe, die Eröffnung des Rennbahnbetriebes sei in ca. Es kommt daher nicht darauf an, in welchem Umfang sonst der Beklagte den Kläger über das Vorhaben ins Bild gesetzt und daß der Kläger den Scheck erst hingegeben hat, nachdem er auch mit GflHHHlB und gesprochen hatte und beide ihr Einverständnis damit erklärt hatten, daß der Mai 1962 hat er die Aufbringung eines Betrages von 100 000 DM besonders dringlich gemacht und dabei erklärt, er müsse auf jeden Pall ungestört schalten können, die Bahn solle bis zu dem 2o./25* Mai eröffnet werden* Das war, wie er sich sagen mußte, fraglich, wenn eine Baugenehmigung und eine Betriebserlaubnis erforderlich und beide Genehmigungen noch nicht erteilt waren* b) Er kann sich auch nicht damit entlasten, daß er auch für sich persönlich einen Geschäftsanteil erworben und damit in eigener Sache auf die Angaben und die Verläßlichkeit vertraut habe* Denn, als er mit dem Kläger Über die Hergabe von Geld verhandelte, ging es um die Gründung einer GmbH, und hierauf ist § 708 BGB entgegen der Ansicht der Revision nicht anwendbar. c) Zu Unrecht macht die Revision geltend, auch habe darauf vertraut, GflH0werde seine Zusage, die erforderlichen Genehmigungen zu beschaffen, fristgerecht einhalten, und den Mitgesellschaftern des Beklagten falle, wenn diesen ein Verschul- Mai 1962 erteilte Zustimmung von BUBI und GflHHHHB zur Tilgung des vom Beklagten Übernommenen Geschäftsanteils und zur Abtretung eines Teilgeschäftsanteils an den Kläger zeigt, für sich persönlich und würde auch dann aus Verschulden beim Vertragaschluß in Anspruch genommen werden können, wenn er zugleich für seine Mitgesellschaftor oder die GmbH gehandelt haben würde. Der Schaden besteht darin, daß der Kläger die Klagesumme für die GmbH zur Verfügung gestellt hat, was er nach den rechtlich einwandfreien Feststellungen des Berufungsgerichts nicht getan hätte, wenn ihm der Beklagte gesagt haben würde, daß die Inbetriebnahme der Bahn noch ungewiß sei, weil es noch an den dafür erforderlichen Genehmigungen fehle. Entgegen der Ansicht der Revision braucht sich der Kläger nicht darauf verweisen zu lassen, oh und inwieweit er Ansprüche gegen die GmbH hat und durchsetzen kann. Bas Berufungsgericht hat allerdings nicht angenommen, daß der Beklagte den Kläger arglistig getäuscht hat, so daß es nicht darum geht, ob dem Betrogenen mitwirkende3 Verschulden entgegengehalten werden kann. Aber der Beklagte hat dem Kläger positiv erklärt, daß die Bahn alsbald eröffnet und daß bereits am 21. 1962 ein großes internationales Rennen darauf stattfinden werde« Angesichts dieser Erklärung und, weil den Kläger gezeigt wurde, wie weit die Arbeiten fortgeschritten waren, brauchte sich der Kläger nicht darum zu kümmern, ob die behördlichen Voraussetzungen für die Inbetriebnahme der Bahn auch gegeben seien«, Bas Berufungsgericht hat dabei mit Recht noch in die Waagschale geworfen, daß der Kläger italienischer Staatsangehöriger ist und mit den deutschen Verhältnissen nicht vertraut war, daß er durch den Beklagten auf die Unternehmens-gründung aufmerksam gemacht worden ist und sein Interesse an einer Beteiligung nur duroh die Erklärung des Beklagten geweckt wurde, die Bahn werde alsbald eröffnet und stehe für ein internationales Rennen am 21«, Juli 1962 zur Verfügung«,