BGH · II ZR 334/87 vom 04.07.1988
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Juni 1988 gegen die Entscheidung des ürkundsbeamten der Geschäftsstelle des Bundesgerichtshofes vom 17. Die Anrufung des Prozeßgerichts ist zulässig (§ 576 Abs. 1 ZPO), kann aber zu keiner dem Kläger günstigeren Entscheidung führen. November 1985 zusätzlich die erst nach Schluß der mündlichen Verhandlung um weitere 10 Mio DM erweiterte Widerklage auch hinsichtlich des erhöhten Betrages ab. Außerdem hat die Beklagte, die sich bis dahin weit höherer Schadensersatzansprüche berühmt hatte, auf etwaige die Summe von 21 Mio DM übersteigende Schadensersatzansprüche verzichtet, so daß mit Klage und Widerklage nur noch über Schadensersatzforderungen der Beklagten in Höhe von insgesamt 21 Mio DM gestritten wird, was sich auch darin niedergeschlagen hat, daß das Oberlandesgericht München den von ihm ursprünglich auf 137.277.606,58 DM festgesetzten Streitwert auf 21 Mio DM ermäßigt hat. Entgegen der Ansicht des Klägers sind diese Umstände nicht dazu angetan, eine teilweise Rechtskraft der erstinstanzlichen Urteile vom 20. Die Einlegung eines Rechtsmittels hemmt auch dann den Eintritt der Rechtskraft des ganzen Urteils, wenn es nur teilweise angegriffen wird, weil bei einem zulässigen Rechtsmittel eine Erweiterung der Rechtsmittelanträge auf den vollen Umfang der Beschwer bis zu dem Schluß der mündlichen Verhandlung zulässig ist. Auch das nur teilweise mit einem Rechtsmittel angefochtene Urteil kann deshalb nur dann teilweise rechtskräftig werden, wenn hinsichtlich des nicht mehr im Streit befindlichen Teils ein eindeutiger Rechtsmittelverzicht erklärt wird (BGH, Urt. v. Er würde den Rechtsmittelführer nicht hindern, den Anspruch trotzdem auf dem Wege der Erweiterung seines zunächst eingeschränkten Rechtsmittels (erneut) in den Prozeß einzuführen mit der Folge, daß das Gericht, wenn auch unter Berücksichtigung der rechtlichen Bedeutung des Verzichts, etwa seiner Wirksamkeit, Tragweite und Bindungswirkung, eine Sachentscheidung über den Anspruch zu treffen hätte, was mit der Annahme bereits eingetretener Rechtskraft der Entscheidung der Vorinstanz unvereinbar wäre. Für den vorliegenden Rechtsstreit ergibt sich nichts anderes daraus, daß die Berufungsinstanz inzwischen durch ein die Berufung der Beklagten zurückweisendes Urteil des Oberlandesgerichts München abgeschlossen ist und in der Revisionsinstanz grundsätzlich eine Erweiterung des Streitstoffes unzulässig ist (§ 561 Abs. 1 ZPO). zu erweitern und in den Grenzen der §§ 527 f.ZPO auch neuen Streitstoff in den Prozeß einzuführen, wenn die Revisionsinstanz zu einer Zurückverweisung führen würde, weil der Rechtsstreit damit in die Lage zurückversetzt würde, in der er sich befand, als die Verhandlung vor dem Erlaß des aufgehobenen Urteils geschlossen wurde und die neue Verhandlung in der Berufungsinstanz als Fortsetzung der früheren, mit der sie eine Einheit bildet, zu verstehen ist (vgl.