BGH · II ZR 277/90 vom 28.09.1992
Originalentscheidung als PDF
PDF öffnen ↗Leitsatz / Zusammenfassung
>ank, Am f^HHi der gesetzlich vertreten durch Helmut Gl Karl FMHHHRP, Roland Bpp——j, Dr. Armin Dr. Alfons Humpert, Dr. Siegfried I^MPP Dr. Johann RBMHB' Dr. Wfli von SJBPHPHHH^ Günter S| ebenda, Beklagte, Revisionsklägerin und Revisionsbeklagte, Auf die Gegenvorstellungen des Prozeßbevollmächtigten der Beklagten wird der Streitwert für die Revisionsinstanz in Abänderung des Senatsbeschlusses vom 13. Der Senat hat den Streitwert für die Revisionsinstanz mit Beschluß vom 13. Mit der von ihm eingelegten Revision hat der Kläger den Zinsanspruch aus dieser Hauptforderung - u.a. unter dem Gesichtspunkt der selbständigen zu dem Schadenersatz verpflichtenden Handlung -weiterverfolgt, den er für die Zeit vor Rechtshängigkeit der Klage verlangt hatte. Der Prozeßbevollmächtigte der Beklagten hat geltend gemacht, dieser mit 22.809.001,— DM zu 1. Allerdings kann dem Prozeßbevollmächtigten der Beklagten nicht gefolgt werden, soweit er ausführt, gemäß § 22 Abs. 2 GKG sei für den Gebührenstreitwert die Zinsforderung maßgebend, weil die Revision des Klägers auf diese Forderung beschränkt sei und als Handlung im Sinne des § 22 GKG nicht den Hauptanspruch betreffe, der vielmehr nur Gegenstand der Revision der Beklagten sei. Es ist zwar richtig, daß als Handlungen im Sinne des § 22 GKG nicht nur Gebühren auslösende prozessuale Maßnahmen des Gerichts, sondern auch der Parteien anzusehen sind (Markl, GKG, 2. Auch wenn eine Partei das Rechtsmittel der Revision jedoch nur wegen der Zinsen und die andere im Hinblick auf den Hauptanspruch eingelegt hat, bleibt der Zinsanspruch auch in der Revisionsinstanz Nebenforderung, weil beide Ansprüche Gegenstand einund desselben Rechtsmittelverfahrens sind (BGH, Urt. v. Mai 1984 - X ZR 82/83, LM ZPO § 4 Nr. 21, soweit nicht zu BGHZ 26, 174, 176 f. Das gilt auch dann, wenn - wie vorliegend - der geforderte Zins den gesetzlichen Zinsfuß übersteigt und als Schadenersatz (§ 63 Abs. 2 Satz 2 AktG) geltend gemacht wird (BGH, Beschl. 2. Zutreffend weist der Prozeßbevollmächtigte der Beklagten aber darauf hin, daß der Kläger den Zinsanspruch als Schadenersatzanspruch auch darauf gestützt hat, daß die Beklagte den Eintritt der die Zinspflicht auslösenden Fälligstellung (§ 63 Abs. 1 AktG) und Inverzugsetzung (§ 63 Abs. 2 Satz 2 AktG; § 288 Abs. 1 Satz 2 BGB) verhindert und sich dadurch schadenersatzpflichtig gemacht habe. Das ist eine selbständige Schadenersatzverpflichtung, die nicht als Nebenforderung im Sinne des § 22 Abs. 2 GKG und des § 4 Abs. 1 Halbs. ZPO § 4 Nr. 30; Stein/Jonas/Schumann aaO § 4 Rdn. 19; Zöller/Schneider,