BGH · II ZR 255/64
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PDF öffnen ↗Leitsatz / Zusammenfassung
Sie habe auch ihm gegenüber eine Bürgschaft für seinen Anspruch aus dem Wechsel gegen wSBBHBBübernommeno Solche Bürgschaftsübernahmo sei der Zweck der Indossierung von Blanketten durch die Klägerin gewesen, die sie in ganzen Bündeln überlassen habe, um seinen Kredit zu stärken» Ben von ihm am 4« Marz 1953 über 25«.000 Bie Klägerin hat demgegenüber geltend gemacht, ein Begebungsvertrag zwischen dem Beklagten und ihr sei stillschweigend dadurch zustande gekommen, daß der Beklagte seine Unterschrift als erster Indossant in die hierfür gelassene Lücke auf der Rückseite des Wechsels gesetzt habe» Eine Bürgschaft habe sie für Ansprüche des Beklagten aus dem Wechsel nicht übernommen» Es fehle ein Vertrag zwischen ihr und dem Beklagten, mit dem sie nie verhandelt habe» Zudem sei der am 4o März 1953 vom Beklagten über 25*000 BM ausgestellte, von angenommene Wechsel ein reines Gefälligkeitsakzept gewesen, dem keine Forderung des Beklagten gegen zugrunde gelegen habe» Vielmehr sei der Beklagte Schuldner des gewesen, und zwar schon seit spätestens 1951 in Höhe von mehreren hunderttausend BM aus ihm anvertrauten Erlösen illegaler Holzexporte» Ent sch e id ungfigxünd Io Las Berufungsgericht hält an seiner Ansicht fest, daß der Klägerin gegen den Beklagten kein wechoelrechtlicher Rcgreßancpruch zusteht, weil es an einem Begebungsvertrag zwischen den Parteien fehlt« Lie Revision hält die gegenteiligen Ausführungen der Klägerin aufrecht« Las Urteil des erkennenden Senats vom 31 o Januar 1957 hat zur Präge des Begebungsvertrages nur insofern ausdrücklich Steilung genommen, als es den Einwand, ein solcher Vertrag habe gefehlt, trotz des rechtskräftigen Vorbehaltsurteils für möglich hält« Es erachtet ihn aber ersichtlich nicht für begründet, weil es eine Garantie der Klägerin für den Wechselanspruch auch zugunsten des Beklagten als dargetan ansieht, Gegenüber dem Einwand, die Klägerin könne keinen Regreß nehmen, weil sie eine Garantie für die Einlösung des Wechsels zugunsten des Beklagten übernommen habe, hatte die Klägerin den Gegeneinwand erhoben, es fehle eine garantierte Forderung, weil der Beklagte keine Ansprüche gegen gehabt habe, für die der Wechsel gegeben sei0 Lie Klage konnte nicht bereits wegen fehlen- den Begebungsvertrages abgewiesen werden, weil ein Hilfsan-cpruch aus ungerechtfertigter Bereicherung erhoben war, fur den ebenfalls die Präge bedeutsam war, ob der Beklagte aus dem Wechsel Ansprüche gegen geltend machen konnte0 Biese rechtliehn Beurteilung hat zur Aufhebung des früheren Urteils des Berufungsgerichts geführt, so daß eine Erörterung über das Bestehen eines Begebungsvertrages nicht mehr in Betracht kommto Ebenso ist entgegen der Ansicht der Revision nicht mehr zu prüfen, ob das Urteil des erkennenden Senats mit Recht ein Garantieversprechen der Klägerin zugunsten des Beklagten bei der Begebung des Blanketts an gemäß § 328 BGB an- genommen hato Die Nichtbeachtung der aus einem solchen Garantieversprechen zu entnehmenden Rechtsfolgen hat zur Aufhebung des ersten Urteils des Berufungsgerichts Anlaß gegeben (§ 565 ZPQ)o Die Revision kann daher auch nicht mehr unter Ablehnung einer solchen Garantie geltend machen, die Art der Anbringung des Indossaments der Klägerin mit Platz davor für den Aussteller ergäbe, daß die Klägerin gegen diesen gegebenenfalls Regreß nehmen wolle«, Auch kann die Klägerin sich angesichts der Peststellung einer Garantie der Klägerin nicht mehr darauf berufen, der Beklagte habe, indem er den Wechsel mit einem solchen Indossament ausfüllte, erklärt, er wolle wie sonst ein Aussteller einem späteren Indossanten nach bürgerlichrechtlichen Grundsätzen haften* IIo Bas Urteil des erkennenden Senats hat für den der Klägerin nach seiner Auffassung anstehenden Bereicherungs-anspruch als entscheidend erachtet, ob der Beklagte, wie die Klägerin behauptet hatte, gar nicht Gläubiger des Akzeptanten gewesen ist* Bas Berufungsgericht hat entgegen der" Auffassung der Klägerin, die die Revision weiter verficht, angenommen, daß es nicht darauf ankomme, ob der Beklagte in einem bestimmten Zeitpunkt unter Berücksichtigung aller im laufe der Jahre zwischen ihm und getätigten Geschäfte noch etwas von diesem zu fordern hatteo Eine solche Saldierung könne für die Hingabe eines einzelnen Wechsels unter vielen keine Holle spielen» Allein maßgebend sei, ob der Hingabe des Wechsels eine bestimmte Einzelforderung gegen HIHIHI zugrunde liege oder nicht0 Der Beweis, daß dies nicht der Fall sei, habe von der Klägerin geführt werden müssen, sei aber nicht erbracht» Die Klägerin muß für ihren, vom Urteil des erkennenden Senats bis auf die als noch offen bezeichnete Frage bindend bejahten Bereicherungsanspruch dartun, daß der von ihr im Rückgriffswege eingelöste Wechsel ohne Grund von WflHB an äen Beklagten begeben worden ist» Wenn die Klägerin dargetan hätte, der Wechsel sei zahlungshal-her für alle Forderungen des Beklagten gegen gegeben, würde es allerdings darauf ankommen, ob sich bei Berücksichtigung aller gegenseitigen Ansprüche ein Saldo zugunsten des Beklagten ergab» Für eine solche Begebung dos Wechsels hat aber die Klägerin nichts vorgebracht» In Schriftsatz vom 31» Kürz 1955? Den Beweisanträgen der Klägerin darüber, daß der Beklagte damals bei Berücksichtigung aller zwischen ihm und UHi geschlossenen Geschäfte diesem erhebliche Beträge schuldig gewesen sei, ist dagegen mit Recht vom Berufungsgericht nicht stattgegeben worden» Der Beklagte hat sich zur Darlegung der dem Wechsel vom 4» März 1953 zugrunde liegenden Forderung auf einen zwischen ihm und WjmHl im Jahre 1952 unter der Bezeichnung "Weizenecker" abgewickelten Holzlieferungsvertrag größeren Umfanges berufen„ Das Berufungsgericht hat dieses Vorbringen geprüft und ist zu dem Ergebnis gekommen, es könne nicht ausgeschlossen werden, daß der Y/echcel als Teilzahlung auf die Holz-licferung "Wcizenecker11 verwendet werden sollte, über die noch nicht endgültig abgerechnet worden war« Es könne aber auch sein, daß der Beklagte den Wechsel zunächst aufs Geratewohl ohne Bezug auf ein bestimmtes Geschäft erhalten habe und daß er später verrechnet werden soll- te» Dabei sind die Anforderungen an die nötige Beweisführung der Klägerin nicht überspannt worden« Die Klägerin mußte die Darstellung des Beklagten über die dem Wechsel zugrunde liegende Forderung widerlegen» Das Berufungsgericht hat unter Würdigung der gegen die Glaubwürdigkeit des Beklagten sprechenden Umstände im einzelnen darge-logt, daß die Holzlieferung "Wcizenecker" durch den Beklagten an W|mm vor genommen worden ist und daß nicht ausgeschlossen sei, daß bei Hingabe des Wechsels über sie noch nicht endgültig abgerechnet gewesen sei» Es sei durchaus möglich, daß aus dieser Lieferung nach der späteren Abrechnung auf Grundlage der vom Beklagten angegebenen, von WJHHIH möglicherweise zugestandenen Preise III» Bas Berufungsgericht hat eine sog» Umkehrung der Beweislast im Hinblick auf das Pehlen einer ordnungsmäßigen Buchführung beim Beklagten in entsprechender Anwendung des § 444 ZPO abgelehnt» Zur Begründung hat es auc-geführt, daß hier Rechtsbeziehungen der Parteien fehlten, als es darum ging, ein zuverlässiges Beweismittel zu schaffen» Bio Klägerin habe in keiner Geschäftsverbindung mit dem Beklagten gestanden» Ber Beklagte habe nicht die Interessen Britter berücksichtigen müssen, die aus seinem Bereich kommende Tatsachen beweisen wollten» Bie Revision meint, daß jedenfalls durch das Garantieversprechen, wie es im urteil vom 31o Januar 1957 angenommen worden sei, solche Rechtsbeziehungen zwischen den Parteien begründet worden seien» Bas Berufungsgericht hat aber mit Recht eine schuldhafte Vereitlung der Beweisführung der Klägerin durch den Beklagten verneint, weil seine Aufzeichnungen und Buchungen über Geschäfte mit nicht dazu be-