BGH · II ZR 225/86 vom 05.09.1986
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ZPO § 719 Der infolge der Zwangsvollstreckung drohende Konkurs stellt regelmäßig keinen nicht zu ersetzenden Nachteil i. S. des § 719 Abs. 2 ZPO dar, wenn es sich bei der Schuldnerin um eine Gesellschaft oder Genossenschaft handelt, die bereits aufgelöst ist und liquidiert wird. 2. den Diplom-Volkswirt Uwe G Mainz, Kläger und Revisionsbeklagte, - Prozeßbevollmächtigte Rechtsanwälte Prof.Dr. II. Ferienzivilsenat des Bundesgerichtshofes hat durch den Vorsitzenden Richter Dr. Steffen und die Richter Dr. Teplitzky, Brandes, Dr. Lambert-Lang und Dr. Werp am 5. Sie hat lediglich vorgetragen und glaubhaft gemacht, daß die Zwangsvollstreckung den Konkurs wegen Zahlungsunfähigkeit zur Folge hätte, da liquide Mittel nur in Höhe von ca. wird in der Regel dazu führen, daß die aufgelöste Gesellschaft oder Genossenschaft entweder durch Maßnahmen der Liquidation ihre Existenzfähigkeit verliert oder in eine werbende Gesellschaft oder Genossenschaft nur unter Beeinträchtigungen des Unternehmenswertes zurückverwandelt werden kann, die finanziell schwer faßbar und deshalb nicht auszugleichen sind. Etwas anderes gilt aber, wenn - wie im vorliegenden Falle -die Genossenschaft bereits aufgelöst ist und liquidiert wird. In einem solchen Falle sind die infolge der Konkurseröffnung verlorengehenden Werte regelmäßig entweder schon nicht mehr vorhanden oder sollen ohnehin veräußert werden, so daß sich nur die Frage stellt, ob die Abwicklung im Konkursverfahren zu einem schlechteren finanziellen Ergebnis führt als die von den Liquidatoren durchgeführte.