BGH · II ZR 221/64
Originalentscheidung als PDF
PDF öffnen ↗Leitsatz / Zusammenfassung
Der lie Zivilsenat des Bundesgerichtshofs hat auf die mündliche Verhandlung vom 26 o September 1966 unter Mitwirkung des Senatspräsidenten Dr„ Fischer und der Bundesrichter Dr* Kuhn, Dr<> Nörr, Dr„ Bukow und Dx'oSchulze für Recht erkannt: Die Revision gegen das an Verkündungs Statt den Parteien am 27o November 1963 zugestellte Urteil des 6o Zivilsenats des Oberlandesgerichts München wird auf Kosten der Beklagten zurüekge-wieseno Von Rechts wegen Tatbestand; Die Beklagte war früher eine offene Handelsgesellschaft o Der RechtsVorgänger der jetzigen Kläger, nachfolgend Kläger genannt, und sein Bruder waren die alleinigen gleichberechtigten Gesellschafter dieser Gesellschaft0 Durch Vergleich vom h August 1958 ist der Kläger unter Umwandlung der Beklagten in eine Kommanditgesellschaft Kommanditist geworden und hat sich von der Geschäftsführung zurückgezogeno In dem Vergleich heißt es unter anderems Der Bruder des Klägers verpflichte sich, an diesen für dessen Lebensdauer monatlich lo5G0 DM netto zu zahlen; der Kläger habe Anspruch auf Erhöhung dieses Monatsbetrages, falls der Gewinn eines Geschäftsjahres 42„000 DM übersteige; in Klägers, der weiterhin Geschäftsführer geblieben sei, diesem gegenüber eine gewisse Vorzugsstellung einnehmen sollen0 Dem entspreche es, daß, wie in der Berufungsinstanz unstreitig geworden sei, nach dem Vergleich vom lc August 1958 bei einem Jahresgewinn von 420000 DM 18*000 DM an den Kläger und 24*000 DM an seinen Bruder hätten fließen sollen, und daß mit dem Wort 11 Übergewinn” der Betrag gemeint gewesen sei, der über die Summe von 42 o 000 DM hinausgeheo Hach diesem unstreitigen Inhalt des Vergleichs sollte also der Bruder des Klägers, ehe der Kläger an dem Mehrgewinn beteiligt wurde, nicht 42*000 DM, sondern nur 24*000 DM erhalteno Daher ist dem Berufungsgericht darin zuzustimmen, daß die im Jahre I960 als Aufwand verbuchten 24*250 DM dem Jahresgewinn von 38*721,66 DM hinzuzurechnen sind und daß demgemäß auf den Kläger ein Mehrgewinn von 10o485,83 DM entfällt* In einem Vergleich vom 5» Mai 1961 hat sich zwar die Beklagte mit dem Kläger dahin geeinigt, daß dieser zur Abgeltung der auf seine Hettobezüge entfallenden Steuern jährlich weitere 2o250 DM erhalteo Dadufch hat sich das Zahlenverhältnis 24*000 DM zu 18o000 DM geändert* Die Parteien und der Bruder des Klägers haben das jedoch nicht zu dem Anlaß genommen, den Gesamtbetrag von 42*000 DM zu erhöhen* Deshalb hindert auch der Vergleich vom 5* Mai 1961 den