BGH · II ZR 219/93 vom 17.01.1994
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Klägerin und Revisionsklägerin, - Prozeßbevollmächtigter: Rechtsanwalt Dr. 1. Das Berufungsgericht hat den Wert der Beschwer der Klägerin auf 54.000,— DM festgesetzt. Die Klägerin selbst hatte den Streitwert ihrer Feststellungsklage in der Klageschrift (vorläufig) mit 100.000,— DM beziffert; die Kammer für Handelssachen setzte ihn auf Das Berufungsgericht setzte den Streitwert dann jedoch "nach Anhören der Parteivertreter und mit deren Einverständnis" auf 2. Das in allen Instanzen unverändert gebliebene Begehren der Klägerin ist mit 54.000,— DM zu gering bewertet. Die Klage verfolgt das Ziel, festzustellen, daß das Dienstverhältnis der Klägerin als Geschäftsführerin der Beklagten nicht durch die außerordentliche Kündigung vom 13. Für derartige Klagen ist anerkannt, daß sich der Streitwert - und damit im Falle der Erfolglosigkeit auch die Beschwer der Klägerin - nach § 9 ZPO, d.h. nach dem Vergütungsinteresse, richtet (E. Die Jahresbezüge der Klägerin beliefen sich nach § 4 Nr. 1 des Geschäftsführervertrages auf 13 x 6.500,— DM = 84.500,— DM, der nach § 9 Satz 1 ZPO maßgebliche dreieinhalbfache Wert mithin auf 295.750,— DM. Daß die Parteien in der Berufungsinstanz einvernehmlich von einem geringeren Streitwert ausgingen, steht der Erhöhung nicht entgegen, denn es ist nichts dafür ersichtlich, daß die Klägerin etwa in Mißbrauchsabsicht auf eine zu niedrige Festsetzung hingewirkt hätte (BGH, Beschl.