BGH · II ZR 185/92 vom 14.12.1992
Originalentscheidung als PDF
PDF öffnen ↗Leitsatz / Zusammenfassung
Zivilsenat des Bundesgerichtshofes hat durch den Vorsitzenden Richter Prof. Das mit der Übernahme der Gewährleistungsbürgschaften (Avalkredite) verbundene Kreditrisiko der Beklagten war, wie vom Berufungsgericht festgestellt, ausreichend durch die ihr überlassene Grundschuld abgedeckt. Die Abtretung erfolgte nach dem der Beklagten bekannten Beschluß des Aufsichtsrats der. Die spätere Erweiterung des Sicherungszwecks auf sämtliche Forderungen der Beklagten gegen die Gemeinschuldnerin und damit auch auf den dieser gewährten Kontokörrentkredit durch die Zweckerklärung vom 26. Der dabei nach dem für die Entscheidung des Senats insoweit maßgeblichen Vortrag des Klägers ohne Zustimmung des Aufsichtsrats handelnde Geschäftsführer der Gemeinschuldnerin hat bei Abgabe dieser Erklärung als Vertreter ohne Vertretungsmacht gehandelt, da die Belastung von Grundeigentum nach der Satzung der Gemeinschuldnerin dem Aufsichtsrat Vorbehalten war, was die Beklagte als Gesellschafterin der Gemeinschuldnerin ungeachtet der sonst im Verkehrsinteresse bestehenden Uneinschränkbar-keit der Vertretungsmacht des GmbH-^Geschäf tsführers ohne weiteres gegen sich gelten lassen muß. Eine Zustimmung des Aufsichtsrats zur Erweiterung des Sicherungszwecks ist nach dem insoweit wiederum maßgeblichen Vortrag des Klägers weder vor noch nach Abgabe der Erklärung erfolgt. War das mit den Gewährleistungsbürgschaften verbundene Risiko der Beklagten mithin nach dem eigenen Vorbringen des Klägers, ausreichend durch die als Sicherheit dafür abgetretene Grundschuld abgedeckt, so fehlte der Beklagten auch bei Verschlechterung der Vermögensverhältnisse der Gemeinschuldnerin im übrigen das