BGH · II ZR 180/65 vom 08.04.1965
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seinen Kapitalanteil t:^treffenden Anteil am Gewinn und Verlust entfielen auf jedes Kind 150/971 (§ 2)* Für den Fall, daß vor der Auflösung der Firma HflHP die Unterbeteiligung eines Kindes enden sollte, batte dieses neben anderen, hier nicht streitigen Forderungen **Anspruch auf Auszahlung des Betrages der Unterbeteili-gung” (§4 Abs« 2), Bas Abfindungsguthaben sollte dann in zehn gleichen Jahresraten ausgezahlt werden (§4 Abs* 3)o Bas zuständige Finanzamt wollte zunächst den UBV nicht steuerlich anerkennen, weil die Kinder nicht an den stillen Reserven der Firma beteiligt seien, Darauf ließ der Erblasser am 23» April 1956 dem Finanzamt unter anderem mitteilen, Ziel des UBV sei es gewesen, die Kinder so zu stellen, als ob sie Kommanditisten seien* Bei einer etwaigen Liquidation der Gesellschaft hätten sie Anspruch auf anteiligen Liquidationserlös; sie würden insoweit an den stillen Reserven beteiligt. Im vorliegenden Fall gilt die Zuwendung jedoch nicht als Schenkung (§ 1624 Abs. 1 BGB); denn sie ist zu dem Zwecke der Ausstattung erfolgt und übersteigt unstreitig nicht das den Umständen, insbesondere den Vermögensverhältnissen des Erblassers entsprechende Maß. Bes weiteren habe der Erblasser die Verpflichtung übernommen, seine Kinder entsprechend diesem Verhältnis am Gewinn und Verlust und an dem auf seinen Kapitalanteil Bie Revision wendet sich gegen diese Barlegungen, weil sie davon ausgeht, das Berufungsgericht habe schon damit zu der frage Stellung nehmen wollen, ob dem Abfindungsanspruch des Klägers ein Anteil an den stillen Reserven der Firma R^^9 hinzuzurechnen sei. Banach habe der Kläger bei Kündigung durch seinen Vater oder dessen Erben neben anderen, hier nicht interessierenden Forderungen nur einen Anspruch auf den “Betrag der Unterbeteiligung“ , also, wie sich aus § 1 ergebe, auf den Betrag von 150,000 BM erlangen sollen. ditisten aber, wenn sie durch Kündigung der persönlich haftenden Gesellschafter ausschieden, nach dem Gesellschaftsvertrag nur Anspruch auf den Buchwert ihres Anteils hätten* Schließlich sei zu berücksichtigen, daß der Erblasser als persönlich haftender Gesellschafter im Falle seines Ausscheidens gleichfalls nur Anspruch auf seinen buchmäßigen Anteil gehabt habe und nicht angenommen werden könne, er habe seine Kinder besserstellen wollen als sich selbst* Der Annahme, daß der Kläger nur einen Anspruch auf 150*000 DM habe erlangen sollen, stehe die Absiht seines Vaters nicht entgegen, die von ihm bisher allein versteuerten Gewinne unter vier Einkommensteuerpflichtige aufzuteilen und so zu prozentual niedrigeren Steuersätzen zu kommen* Um dieses Ziel zu erreichen, habe es nämlich genügt, den Finanzbehörden klarzu demachen, daß die Kinder durch ihn wie Kommanditisten an den stillen Reserven der Firma beteiligt seien* Kehr aber habe er dem Finanzamt gegenüber in seinen Schreiben vom 23» April und 29» Juni 1956 nicht erklärt, Insbesondere habe er nie davon gesprochen, daß seine Kinder bei vorzeitiger Auflösung des Beteiligungsverhältnisses mehr als den Buchv/ert ihres Anteils erhalten sollten* Die Revision meint, der Erblasser würde die steuerliche Anerkennung des UBV durch die Finanzbehörden am sichersten erreicht haben, wenn er seinen Kindern überdies zugesagt hätte, sie auch im Falle der Kündigung an den stillen Reserven zu beteiligen«, Bas zwang aber nicht dazu, den Vertrag entgegen seinem Wortlaut dahin auszulegen, daß der Erblasser diese Zusage wirklich gegeben habe• Vielmehr mußte das Berufungsgericht bei der Auslegung auch die übrigen Belange des wie es das war von besonderer Bedeutung, daß der Kinder nicht besser hatte stellen wollen hat«, Baboi seine sich selbst Bas letztere ergab sich schon aus der Interessenloge der Beteiligten und brauchte deshalb entgegen der Ansicht der Revision in dem Vertrag nicht ausdrücklich gesagt zu werdeno Bine solche Besserstellung aber würde eingetreten sein, wenn der Kläger recht hätte; denn die Erben müßten dann - seine Behauptungen über den Wert des Gesellschaftsvermögens als richtig unterstellt -750,000 DM an ihn >zahlen, während sie selbst im Balle ihres Ausscheidens auf seinen Anteil nur 150,000 DM erhalten würden. Der Erblasser würde seine Kinder übrigens auch dann bessergestellt haben als sich und seine Erben, wenn er - wie der Kläger unter Beweis gestellt hatte - als persönlich haftender, geschäftsführender Gesellschafter mit dem Unternehmen so eng verbunden gewesen wäre, daß er bei dem Abschluß des UBV nicht daran gedacht hätte, durch Kündigung aus der Gesellschaft auszuscheiden; denn er und vor allem seine Erben hätten gleichwohl jederzeit den Entschluß zur Kündigung fassen können, Der Kläger hatte zwar durch den Zeugen unter Beweis gestellt, dieser habe in dem UBV das Wort "buchmäßig" weggelassen, weil er gewußt habe, daß die Finanzbehärden dem ÜBV:= anders als der Übertragung eines Kommanditanteils auf die Kinder, die steuerliche Anerkennung versagen würden, wenn der Erblasser seinen Kindern für den Fall der Kündigung nur einen Anspruch auf den buchmäßigen Betrag eingeräumt hätte. b) Die Bestimmungen des Gesellschaftsvertrageo waren nicht deshalb unanwendbar, weil, wie der Kläger behauptet, der innere Wert der Gesellschaftsanteile und damit auch seiner Unterbeteiligung fünfmal so groß ist wie ihr Nennbetrag, Die Revision entnimmt dieser Behauptung zunächst, die Bestimmungen seien gegenüber den Kommanditisten nichtig, weil sie ihr Kündigungsrecht in gesetzwidriger Weise beschränkten» Nach dem Willen des Erblassers und seiner Kinder hatte es jedoch für deren Verhältnis zueinander, wie den Darlegungen des Berufungsgerichts zu entnehmen ist, nicht auf die Gültigkeit, sondern nur auf den Inhalt der genannten Bestimmungen ankommen sollen» Diese verstoßen im vorliegenden Balle auch nicht, wie die Revision weiter meint, gegen § 138 BGB» Es stand nämlich im Belieben des Erblassers, welchen Betrag und welche Gewinnchancen er seinen Kindern als Ausstattung zuwandte (vgl» dazu die Darlegungen des Senats in BGHZ 34> 83 und in WM 1962, 462)» Erbrechtliche Folgerungen aus seinem Testament bilden nicht den Gegenstand dieses 5o Das Berufungsgericht brauchte nicht der Frage nachzugehen, aus welchem Grund das Erbschaftssteuerfinanzamt die Schenkungssteuer, statt nach dem Betrag der Unterbe teiligung, nach dem ihr entsprechenden Anteil am Einheitswert des Unternehmens der Firma festgesetzt hat» Selbst wenn nämlich das Finanzamt angenommen haben sollte, der Kläger und seine Geschwister seien auch beim Ausscheiden durch Kündigung an den stillen Reserven beteiligt, hätte das Berufungsgericht bei der Vertragsauslegung zu einem abweichenden Ergebnis gelangen können» Hierbei konnte es auch berücksichtigen, daß nach seinen Feststellungen der Erblasser gegenüber den finanzbehörden nicht erklärt hat, daß seine Kinder beim Ausscheiden aus der Innengesellschaft besserstehen sollten, als ein aus der Firma R|H9 ausscheidender Kommanditist»