BGH · II ZR 134/56
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PDF öffnen ↗Leitsatz / Zusammenfassung
. das Präulein Brigitte Klägerinnen und Re visions beklagte, Prozeßbevollmächtigters Rechtsanwalt Br. hat der II» Zivilsenat des Bundesgerichtshofs auf die mündliche Verhandlung vom 13« Januar 1958.unter Mitwirkung der Bundesrichter Br» Haidinger, Br. Fischer, Br« Kuhn, Br» Haager und Br. Reinicke für Recht erkannt s . zahlte $ hierzu hatten ihm die Klägerinnen eine Bankvollmacht erteilt« Der Beklagte hat dem Sonderkonto auf Grund dieser Vollmacht insgesamt 27«440 DM für sich persönlich entnommen« Die Klägerinnen verlangen diese Beträge zurück, ziehen von dieser Summe jedoch 8*123 DM ab« Sie sind der Ansicht, diesen Betrag könne der Beklagte als Vergütung für seine Tätigkeit beanspruchen« Sie, die\Klägerinnen, und der Beklagte, hätten' miteinander vereinbart, daß der Beklagte für seine Tätigkeit 2 # vom. Er habe, so behauptet er, mit j deh Klägerinnen vereinbart, daß ihm eine Vergütung von 2 i» vom Hofwert, der 1 = 000,000 DM betrage, zustehen sollte* und daß ihm weiter seine Auslagen, die sich auf 7.118 DM \ beliefen, ersetzt werden sollten* Jedenfalls aber, meint „ der Beklagte, könne er eine angemessene Vergütung für \ seine Tätigkeit verlangen. vereinbart, der Beklagte solle für seine Tätigkeit insge- g samt 2 io vom Pachtwert und 1 $ vom Inventarwert erhalten« | Die Revision greift diese Pest Stellungen in mehrfacher Hin-j Das Berufungsgeiicht habe nicht \ gewürdigt, daß die Parteien zunächst, ohne die Höhe der j Vergütung zu bestimmen, darüber einig gewesen seien, daß ^ der Beklagte für seine Tätigkeit ein Entgelt erhalten spill sie hätten sich damit zunächst darüber geeinigt, daß der ^ fungBgericht sei zwar zu dem Ergebnis gelangt, daß die Parteien eine Vereinbarung getroffen hätten, wie die Klägerinnen sie behauptet hätten» Biese Feststellung stehe aber im Widerspruch zu den Ausführungen des Berufungsgerichts, der Beklagte sei beweisfällig geblieben« Bieser Angriff der Revision kann keinen -Erfolg haben« Einmal setzt sich die Revision mit der Behauptung, zwischen den Parteien sei ursprünglich keine bestimmte Vergütung vereinbart worden und damit eine -Vereinbarung über eine angemessene Vergütung des Beklagten zustande gekommen, mit dem Vorbringen des Beklagten in den Tatsacheninstanzen in Widerspruch« In den Tatsacheninstanzen hatte der Beklagte behauptet, er habe von Anfang an mit den Klägerinnen eine Vereinbarung über die ihm zustehende Vergütung getroffen (vgl» GA 63) > Bie Parteien streiten nicht darüber, ob zwischen ihnen eine Vereinbarung über die Vergütung-des Beklagten zustande gekommen ist, sondern welchen Inhalt diese Vereinbarung hat (2 # vom Pachtwert und 1 % vom Inventarwert oder 2 vom Hofwert und Ersatz der Auslagen;» Ber Beklagte hat in den Tatsacheninstanzen eine angemessene Vergütung nur hilfsweise, für den Pall in Anspruch genommen, daß die von den Parteien getroffene Abrede über die Höhe der Vergütung nicht wirksam wäre, weil die Klägerinnen von dem Pachtwert ausgegangen wären, er aber den Hofwert gemeint hätte» Ber Revisionsangriff könnte aber auch dann nicht zu dem Ziele führen, wenn die Klägerinnen beweisen müßten, daß die mit dem Beklagten getroffene Vereinbarung den von ihnen behaupteten Inhalt gehabt habe; denn das Berufungsgericht hat festgestellt, daß eine'derartige Vereinbarung zustande gekommen ist» Es hat (Berufungsurteil S» 15) ausgeführt, . Biese Feststellung steht, auch nicht mit den Ausführungen des Berufungsgerichts (Berufungsurteil S«9) in Widerspruch« der Beklagte habe auch im zweiten Hechtszuge nicht den Nachweis für die von ihm behauptete Vereinbarung führen können» Mit dieser Ausführung stellt das Berufungsgericht , entgegen der Auffassung der Revision, nicht fest, das Beweisergebnis sei ungewiß, und die Ungewißheit müsse den Beklagten als beweispflichtige Partei treffen» Bas Berufungsgericht bringt hiermit vielmehr lediglich zu dem Ausdruck, daß der Beklagte, den Beweis nicht.geführt habe? * 2» Bie. Revision rügt weiter, das Berufungsgericht « habe nicht alle wesentlichen Umstände gewürdigt und habe ^ damit den § 286 ZPO verletzt; es habe nicht berücksichtigt,-.daß nach der Aussage der Frau Helene A^HBfc (Klägerin zu 2)1 der Beklagte davon gesprochen habe, er habe 2 # vom Wert zu bekommen» m Aussage der Klägerin zu 2) Glauben geschenkt, und die Kia-gerin zu 2) hat bekundet (GA 20 R, 115 R), sie habe unter £ dem Wert den Pachtwert verstanden» Bas Berufungsgericht § (Berufungsurteil So13) bat weiter ausgeführt, »da.es sich um die Verpachtung und nicht um den Verkauf des landwirtschaftlichen Gutes gehandelt habe, habe es auch nahegele-* gen, die Gebühr des Beklagten, der den Pachtvertrag vermittelt habe, nach dem Pachtwert und nicht nach dem T/ert des Hofes zu berechnen* Schließlich hat das Berufungsgericht (Berufungsurteil S«13 ff) ,es entscheidend darauf abgestellt, daß der Beklagte dem Zeugen H0| Anfang 1955 gesagt habe,- er habe von den Klägerinnen 2 # vom Pachtwert und 1*£ vom Schätzungswert des Inventars zu verlangen« 3* Die Revision beanstandet, das Berufungsgericht habe übersehen, daß der.Beklagte vom Pächter Z^fc Fflfe 1 *f> vom Hofwert bekommen habe«, Es wäre geradezu widersinnig, meint die Revision, wenn der Pächter nach dem Hof wert und die Klägerinnen als Verpächterinnen nach dem Pachtwert zahlen müßten, obwohl in § 24- des Pachtvertrages bestimmt sei, daß die Parteien des Pachtvertrages alle mit dem Pachtvertrag und seiner Durchführung verbundenen Unkosten je zur Hälfte tragen müßten« Auch dieser Revisionsangriff ist nicht gerechtfertigt« Der Beklagte hat sich, wie das Berufungsgericht (Berufungsurteil S«ll) zutreffend ausgeführt hat, auch sonst nicht an § 24 des Pachtvertrages gehalten\ er verlangt von den Klägerinnen andere, Beträge (2 # vom Hof wert, keinen Prozentsatz vom Schätzungswert, dafür aber Ersatz seiner Auslagen) als von dem Pächter (l # vom Hof wert und 1 i» vom Inventarschätzungswert)* ‘ . den Tatsacheninstanzen übereinstimmend vorgetragen, der Beklagte solle für die Tätigkeit, die er nach Abschluß des Pachtvertrages geleistet habe, koine besondere Vergütung erhalten (vgl, GA 26, 32 R, 63, 64, 113 R)* Die Parteien streiten nicht darüber, job der Beklagte für diese Tätigkeiten eine besondere Vergütung beanspruchen könne; ihr Streit geht vielmehr ausschließlich darum, ob die Vereinbarung über die gesamte Tätigkeit des Beklagten zu dem Inhalt gehabt habe, daß der Beklagte 2 # vom Pachtwert und 1 # vom Inventarwert oder 2 # vom Hofwejrt und Ersatz seiner Auslagen erhalten sollte« Das Berufungsge- auf.Ersatz seiner Auslagen verneint, weil die Parteien hierüber nichts vereinbart hätten und ein Mäkler ohne eine derartige Vereinbarung nicht verlangen könne, daß ihm seine Aufwendungen ersetzt würden (§ 652 Abs«2 BGB)«. Verwertung der Ernte und der Begleichung der Verbindlichkeiteno Nur soweit der zwischen den Parteien zustande kommende Vertrag eine reine Mäkl^h;ätigkeit zu dem Inhalt habe, könne der Beklagte keinen Ersatz seiner Aufwendungen beanspruchen« Von den Auslagen, die insgesamt 7.118 DM betrügen, entfalle ein Betrag von 764 DM auf die reine Mäklertätigkeit des Beklagten; insoweit ist die Revision zurückgenommen worden. Das Berufungsgericht ist bei der Auslegung der von den Parteien abgegebenen Willenserklärungen zu dem Ergebnis gelangt-, daß diese Erklärungen auf den Abschluß eines Mäklervertrages* gerichtet gewesen seien« Das Berufungsgericht weist einmal darauf hin, daß der Beklagte kurz vor Abschluß des Pachtvertrages der Klägerin zu 2) gegenüber erklärt habe, seine Gebühren seien niedriger als die eines berufsmässigen Maklers; der Beklagte müsse sich daher hinsichtlich seiner Ansprüche'gegenüber den Klägerinnen wie ein Makler behandeln lassen. Der zwischen den Parteien zustande gekommene Vertrag sei daher, in seiner Gesamtheit .als Mäklervertrag anzusehen, sodaß dem Beklagten auch insoweit kein Anspruch auf