BGH · II ZR 130/58
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geworben hat und der Unternehmer nach MaBgaW-dee, Ums-at^ea-'mlt- diesen Kunden 'ein VerarbeitungsköntihgWi^erhält;,/- so -liegt der erhebliche Vorteil des Unternehmera^im: s'lnirde-s § B9 b Abs = I Kr,. Pie Revision der Beklagten und die Ahschlußrevisiondes Klä-' gara gegen das Urteil >da$ 2-Zivil Senats des Hanseatischen Oherlandesgerich.ts zu Hamburg vom 25- März 1958 werden zu--rückgewiesen« ^ Oktober 1949 schlossen sie mit dem kl-äger einen Vertrag; auf Grund dessen er als ihr Handelsv eitret er in tätig wurde.. Auf Grund der Vermittlungstätigkeit des Klägers erreichten die Beklagten im JabrVl954 e.inenLieferungsanteil von 18 p an dem für auswärtige. Co. t (im ’ Fölgehden, RMHBHD) ihn Vermahlungs-kontingent' (Märkiliei e;iuhgsanteil' auf' GrundderV^ im Jahre 1954) • Bie;:R®H(((^^ das Rechte die von der Beklagten zu 1) eingeführten Mehlmarken zu benutzen. Da die B.SÜHHHP den Kläger nicht als Vertreter übernahm, kündigte die Beklagte zu T) den Vertretervertrag zu dem 51. Der Kläger beantragt die Verurteilung der Beklagten zur Zahlung von ;hM:o Br führt aus, :seine Tätigkeit bei mit ausschlaggebend gewesen' für die Erhöhung des der Beklagten zu 1) durch die Mühienkonventiph zugeteilten Kontingents.. Pür die ent- ^ geltliehe Übertragung diese s:Kontingents erhalte die Beklagte zu 1) eine erhebliche Entschädigung, während er durch Kunden nur noch gerihge iTmsätze erziele, da er die von diesen Kunden weiterhin gewünschten Mehlmarken der Beklagten zu 1) nicht mehr vermitteln könne. nicht verpflichtet gewesen, den Kläger über ihre ungünstige wirtschaftliche Lage zu unterrichten, zu demal er eine Konkurrenzfirma vertreten habe. Auf die Berufung des Klägers hat das Oberlandesgericht den Klageanspru'ch dem Gründe nach für berechtigt erkläx't. Ms hät::.dartdem Kläger ein .Ausgleichs-ansprueh zustehe,, daß seine Forderung jedoch unter dem Gesichtspunkt des Schadensersatzes wegen positiver Vertragsverletzung unbegründet sei«. Mit der Revision erstrebt die Beklagte zu i) die Abweisung1der Klage, Während der Kläger, der die Zurückweisung der Kevision begehrt, mit seiner Ans chlußreWi si on beantragt, den: .Anspruch den Grunde nach auch■insoweit, für gerechtfertigt zu erklären, als erauf positiveVY^rträgsV’erletztiiig gestützt werde» .zuna ch st zugeteilt;-,habe A; auch abgesetzt worden' sei, daß .er die Abnehmer - für^^f|Markeh^der "Beklagten zu 1) -ge- 1954 gerichtet habe, set die Vermittlungstätigkeit des Klägers für die Erlangtöng dieses Kontingents init ursächlich gewesen. Durch die Übertragung des Kontingents an die habe,die Beklagte zu 1) aus der Tätigkeit des Klagers somit nach Endigung des' Vertretervertrages noch insoweit Vorteile gezogen* als die eine laufende Vergütung Ja ;; £onhe des aus diesem, Kontingent vermahl enen Getreides.;an^ie Beklagte:zu 1) bezahlt habe. die y übernehmende Mühle die Geschäftsverbindung/mit den vom-Kläger geworbenen Kunden fort setze, 'Diese Ausführungen, dieJdie Revision■zur Nachprüfung stellt, begegnen1 keinen rechtlichen Bedenken, Erzeugnisse der Beklagten zu 1)• zu dem Absatz des ihr zunächst zugeteilten Kontingents*:, der Beibehaltung dieser Kunden nach Einführung de&<: freien Wettbewerbs auf dem Markt und der Vergrößerung des Absatzes hat der Kläger un-zv/äi felhaft mit neuen Kunden her ge- ■ der Revision • ist blich; ob die Beklagte zu 1) ohne Wenn der Unternehmer'jedoch mit Bücksicht darauf, daß mit der Veräußerung des Geschäfts der vom. Handelsvertreter geworbene Kundenstamm übergeht, ein höheres Entgelt bekommt, so hat er an Stelle einer fortlaufenden Nutzung der Geschäftsverbindungen durch Abschluß von einzelnen Geschäften mit den Kunden, den Vorteil aus der Geschäftsverbindung; huf einmalge z o g e n. es" gl e ich', wenn die Beklagte zu 1) das ihr zustehende Kontingent auf die Holandmühle übertragen hat o '-A :"h. Der Ausgleiehsaüsprueh des Handelsvertreters wäre somit unzweifeihaft gegeben * wenn der Rechtsnachfolger des Unternehmers, dem der Ktodehstamm übertragen wird, die Geschäftsverbindung mit-den Kunden durch Abschluß weiterer Ge-. nach den in erster Uinle- getroffenen Feststellüngen des 3e- • rufungsge richi s die Beklagte zu l) nicht den vom Klager gev/orbenen KundenstaÄ Überträgen hat, sondern iediglich . Es erhebt sich' daher die Frage, ob sch on-damit die Voraüssetzungen für einen Aus-gieichsanspruch gegeben sind, selbst wenn der Rechtsnach- folger des Unternehmers den Kundehstamm des Handelsvertreters nicht mehr beliefert, es ihm vielmehr nur auf die Erlangung eines größeren Vermittluhgskontingentes zur Belieferung anderer Kunden ankamo Dies ist zu bejahen» Wie der Senat \riederhpit. ausgespröchen hat (BGHZ 24,214, 222; 30, 98, 102), hat der.Ausgleiöhsanspruch zu dem Inhalt, daß der Handelsvertreter' <#Ur einen.auf seiner Tätigkeit beruhenden, ihm aber .ii^Öige:der.Beendigung des Vertrags-verhaltnisses nicht mehr■vergüte ten T ort ei1 des Unterneh-mers, wie er in der Schaffung des Kundenstammes liegt, eine.0egenleistung erhält* Der Ausgleich stellt eine züoätz-1iche Bntschädigung•für•die nachträglich'noch eintretenden Torte 11 e. dar »- .Wenn' der Tertreter durch die Ver-tr ag she end i gung seinen von ihm- geworbenen Kundenstamm ver- . lie-rt, so entspricht dem: in der Hegel auf der Seite des Unternehmers oder, wie. rungen vergrößern kann, so kann der Handelsvertreter hierfür keine Entschädigung verlangen, selbst wenn der Unternehmer mit Rücksicht darauf bei einer Veräußerung des Betriebes einen höheren Preis erzielt.» .Anderenfalls wäre er, was das Gesetz nicht vorsieht, einem stillen Gesellschafter des Unternehmers gleichzustellen, Wenn die Wertsteigerung des UnterneMehs tjedoch so unmittelbar mit der Schaffung des Kundenstammes:.-: auf dem Kun-denstamm sich aufbauehde Kontingent von dem Unternehmer nachträglich verwertet werden kann.., so entspricht es einer sinngemäßen Auslegung des Gesetzes; daß insoweit ein ausgleichspflichtiger Yoitäil des Unternehmers gegeben ist, . der Geschäftsverbindung in.irgendeiner form wird nach dem Gesetzesw-ortlaut nicht vorausgesetzt, die Art und Weise der' Ausnützung, der Geschäftsverbindung offengelassen, Wenn somit: Jih Handelsvertreter ; neue Kunden geworben hat und der Unternehmer nach Maßgabe des Umsatzes mit diesen Kunden ein Verarbeitungskontingent erhält, so liegt der erhebliche Vofteii des Ühternehmers im Sinne des § 89 b Abs, 1 Kr, 1 HGÄ-schon darin, daß er dieses Kontingent selbst aushutzen: oder Veräußern kann, selbst wenn 'die urSprünglicheniKÜiiiieh:nicht".weiter belief würden, . Es kommt daher ni eht darauf an, ob, wie das: Berufuhgsge-richt in einer Hilfserwägung därgelegt hat, die Keeiitsnach-folgerin der T) mitv.(tfüÜ: ihm über -den' düs; Vertragsverhältnis ses^M^ PrbViBibnsverdienst: = gewähr leist et hätteo Das Berufungsgericht hat auch den Pall unterstellt, daß die Beklagte zu fl 'iögliche^eise ihre Zahlungen hätte einstellen müssen, wenn • sie das Abkommen mit der Rolandmühle nicht geschloss^Z&tte^-Wenn die Beklagte zu 1) etwa durch ein Konkursverfahren liquidiert worden wäre, ohne daß die Möglichkeit bestanden hätte, ihr Kontingent und damit das Ergebnis: -der Tätigkeit des Klägers nutzbringend zu verwerten, so würde es allerdings an einem Vorteil des TJnternehmer Sä. fehl eh * .Nachdem jedoch die Beklagte zu .1) • mit der Übertragung des Kontingents nutzb^dh^shd verwerten konnte, muß es, wie das Berufungsgericht Zutreffend', 'auaführt, auf der Seite des' Vertreters. seinen Kundenstamm mit MehlSorten einer-von ihm’ vertretenen Firma zu beliefern« Seine Kunden würden:....ÖÖ§|&^ nach wie vor -von ihm bellefert, ein prcZiblß^^auSfaii sei lihm' durch die. hältnisses in der:.Weiefb-;^Ur;^0^7wM't©rnutzty'er die Kunden mit den gleichet Irtikeln wie bisher für eihen anderen Unternehmer beliefert. er nicht mehr für die Beklagte zu 1) habe tätig .sein können, Aus fälle an Provision gehabt.' Bin. Klage konnte daher dem Grunde nach für .gerechtfertigt erklärt werdenÄÄ- ' führungen der Revision^!, die zu dem Teil nur Vermutungen enthalten, widersprechen- dÄ- vom Berufungsgericht f ehtgestellten Sachverhalt und; sind daher, da k e i ne . Der Kläger stützt , seihe''Klage außerdem auf eine positive Vertragsverletjzung; der Beklagten zu .1), die er darin sieht, daß die Beklagte zu 1) ihm trotz Befragung ihre schlechte wirtschaftliche Lage verschwiegen hübe. über ihre wirtschäftiicEe" Läge'- sei für den Kläger - der G-rund dafür - gewesen^ ?'dääl-Ahgeboi"der änderen-. ‘5./September' 1955 mit der -.Hauptgläubigerin ' ein getroffen habe, habe sie annehmen kÖnhei$vüdäß- sie die aufgetauchten Schv/ie- {BGKZ ; 26, l6l), und im;; ;Schrifttum; im Anschluß an diese Bestimmung bejahten Pflichten haben zu dem Inhalt, die "berechtigten Erwartungen des Handelsvertreters; auf den Erfolg seiner Arb eit.und Bali einer ordnungsgemäßen.Lösung des Ve:rtreterverbaltnisses die Interessen des Vertreters herücksichtigen muß, ergibt sich'aus den allgemeinen Hegeln über den Inhalt eines Di enstvertrages und in,.,Bonderhei d x en stmogix cnxe x ten :nbh^ngen• Atii- der anaeren hexte steht das Interesse desvüesblMftsherrh) interne Vorgänge nicht zu oLfenbafeiu; 'Lä;ä/g|die,' ■ai ch für den ' H'sn4S|§^ von: i&vnicht ery/ar- Handelsvertreterverhäl^rasses vorzeitig Auskunft zu geben, so v/ürde dies eine, zu we:i tgebende Be sehr ähkung der En t -schließungsfreiheit des Unternehmers bedeuten* .Saß die Beklagte' zu 1) bei ihrbl Auskunft etwa sittenwidrig gehandelt hat, ist nicht dargetan. Das Risiko, daß ein Ver-treterverhältnis im Kähmen der gesetzlichen Bestimmung gekündigt wird, tragt der Vertreter» Deshalb war die Be-v klagte1 zu 1) nicht verpflichtet, auf Befragen des Klägers Auskunft über ihre .wirtschaftliche. schaftliche Lage des-UhtSrnehmers eine baldige Einstellung :f des Betriebes befürehteih,.lasse.Hierzu braucht jedoch nicht abschließend Steilimg .genomirien zu werden, da der Kläger die Beklagte zu 1) n±chi; ln diesem Sinn unterrichtet hatte. Hecht Schrifttum-- wird für ein ArbeitsverhältnlsAg^JJ$^£rt^^^ auf Grund seiner PürsorgepfiichtVtmter.Umständen verpflichtet ist, den nicht' unte rrI eht e t eh Ar be it nehme r auf das. Unternehmer mit der Möglichkeit rechnen muß, er werde seine wirtschaftlichen /Schwierigkeiten nicht meistern und deshalb seinen Betrieb einsteilen müssen« . Die AnschlußreVieiön meint, das Berufungsgericht habe dem: Kläger zu .Unrecht. Pestst|i&ägen des/ Berufungsger ichts für die Ausschlagung eihefiahderen-- Vertretung für den Kläger ursächlich gewesen/ sei/himag, bereits am 5. Auf.die/>jrage, ob' dieBeweisläst verkannt : ist, kommt es im-übrigen nicht an,, da das Berufühgsge-. rieht als Tatsachen ff eitjgesteilt .hat-, die Beklagte zu 1) habe damals noch ahhilften: dürfen* sie werde die auf getauchten Schwierl^e^^- /überwinden und .in, der Lage s ei n *■ - den Plat % BBH®für ■ sich/ su ■ erhal t en. : ßudem hätte der Kläger die YoranÄst^ eine Offenbarungspflicht der Beklagten zu l|, ysomit deren /Bewußtsein, daß sie das MSchaft ■ e ins te Lienr zu ^be&eisenl ■ Bs könnte ■ nur die hält, bei dem- d.e&-genaue ../ die daraus entspringende Vereinbarung mit den Gläubigern und später mit der übernehmenden Rolandmühle■ergab. Des weiteren rügt•die Anschlußrevision, das^ Berufungsgericht habe nicht berücksichtigt, daß sich, schon im April 1956 gezeigt -habe, daß; die Voraus Setzungen; für das Stillhaiteabkommen.hicht mehr gegeben gewesen seiehe Entscheidend kommt es ^darauf an., ob die Beklagte zu 1) bereits im November .1 .§551 diese Überzeugung gewonnen hatte, aus der sich die Erkenntnis;einer■baldigen Betriebsstillegung etwa ergeben hätte,. Bies hat der Kläger nicht vorgetragen, Es folgt auch-nicht aus der Tatsache, daß sich in April 1956 diese Über Zeugung der Beklagten zu 1) ..etwa auf drängen mußte.. Ob die Beklagte zu 1) noch im duhi,, 1.956 den Eindruck erweckt hat, sie werde ihre G;eschäfte v/eiterführen, ist .uherhebli^v.".dadiese Auskunft -näbh den Fest-" Stellungen des Berufungsgerichts für die Ausschlagun'g der Vertretung durch deh^Klftäger nicht; ursächlich .war. Somit wird durch die unrichtige Auskunft der Beklagten zu 1) über ihre.geschäftlichen.Verhältnisse kein SchadenSer-satsanspruch des Klagers begründet, ferner eine Verletzung des § 551 Abs, ;iAHr, 7 &B0 darin, daß das Berufungsgericht das VorbringelVlies Klägers nicht gbfrüräigt habe, er. Biese:Rüge -ist unbegründet, : denn ' der-'Kläger hatte||i|Sudiaebn'Sachverhalt-ständiibn mit. Somit waren die Revision und -die Anschlußrevision mit der Kosten folge aus §§ 97, 92 ZPO zurücksuv/eisen «