BGH · II ZR 125/62
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PDF öffnen ↗Leitsatz / Zusammenfassung
Der Beklagte räumte dem Kläger aber auch das Recht ein, anstelle der die"JHMHBfl für sich zu wählen. und eine Hypothek des Gläubigers DBB in (Bio 7 GA) Höhe von 100o000 DM, die noch mit 92o800 DM valutierte» Die Tilgungsraten und die fälligen Zinsen waren von den Partenreedern anteilig bezahlt worden» In der Gewinn- und Verlustrechnung der waren diese als Zahlungen die- "„«« Um die Auseinandersetzung mit Ihnen zu erleichtern, will ich mich aber mit einer Bev/ertung von DM 150o000 einverstanden erklären« Das bedeutet, daß im Falle MS der Jetztzeitwert die Belastungen gerade deckt« Im Falle von MS tritt "nach erfolgter Berichtigung" gemäß meinen obigen Ausführungen eine Schuld in Höhe von DM 23«951 ein« Hiervon werden Sie und ich mit je der Hälfte betroffen = DM 11«975,50« Dieser Betrag könnte ohne Präjudiz meiner wirklichen Hachschußverpflichtung entsprechen«" Der Beklagte entwarf daraufhin am 31o Januar 1961 einen "Auseinandersetzungsvertrag", in dem die zwischen den Parteien getroffenen Vereinbarungen notariell beurkundet werden sollten» Der Kläger unterschrieb diesen Vertrag jedoch nicht, da nach seiner Ansicht mit dem Auseinandersetzungsvertrag vom 20o/25 Januar 1961 die Rechtsverhältnisse ausreichend geklärt seien und sich somit der Abschluß eines derartigen Vertrages erübrige» Die Parteien kamen überein, daß dieser Vertragsentwurf zur Auslegung und Kommentierung ihres am 20»/25. des Angebotes vom 20* Januar 1961 aufgeführten Belastungen und Verbindlichkeiten gingen auf die über* Da noch vor der Auseinandersetzung eine weitere Tilgungsrate in Höhe von 500 DM auf die Hypothek D^|^ geleistet wurde, verringerte .sich die Valuta auf 92„500 DM» Die Gesamtbelastungen der gingen somit ebenfalls um 300 DM Der Kläger verweist auf den Wortlaut des Angebots, in dem ein Ausgleichsanspruch zugunsten des Erwerbers von "HflA" erwähnt sei* Er beruhe darauf, daß ,,H|flliiB,, abgesehen von den auf "H^UBl" zu übernehmenden Hypotheken mit verschiedenen Zahlungen belastet worden sei, die «i" betrafen» Der Kläger hat mit der Klage die Zahlung eines Teilbetrages von 30*000 DM vom Beklagten verlangt* Das Berufungsgericht ist zu der Auffassung gelangt, daß aus dem Auseinandersetzungsvertrag kein Ausgleichsanspruch des Klägers in Höhe von 38*625 DM zu entnehmen sei* Es führt aus: Vom Beklagten, der später, anders als von ihm zunächst vorgeschlagen, das Schiff "HtfBlr1 übernommen habe, sei in seinem Angebot dargelegt worden, daß wegen einiger Zahlungen, mit denen das MS belastet worden sei, ein Ausgleichsanspruch gegen bestehe, weil sie die- ses Schiff betroffen hätten* Gems int seien hiermit zunächst die beiden Hypotheken, deren Valuta zu dem Ankauf von “HBBB #Elt verwendet worden seien, die aber noch auf "HBBBB11 eingetragen gewesen seien* Außerdem seien noch vier Belastungen (Amortisationen und Zinsen der beiden Hypotheken, laufende Zahlungen für "HBHBl" und die Korrespondent-reedervergütung für dieses Schiff) im Gesamtbetrag von 62*276 DM genannt worden, die das MS "HBHIVl" betrafen, aber bei "HBHB” gebucht worden seien* Der Beklagte habe hinzugefügt, daß alle Belastungen bereits bei berücksichtigt worden seien, bei dem sich ergab, daß der angenommene Wert und die Belastungen sich mit etwa Durch Hinzurechnung des Betrages "gern» Berichtigung zugunsten MS 'HflBHP111 von 62 «276 DM zu den Hypothekenbelastungen, die auf entfielen, habe der Beklagte eine Gesamtbelastung von "HpHHft" von 413»951 DM errechnet» Der Hinweis auf die bereits erfolgte Berücksichtigung bei ergebe eindeutig, daß durch die Erwähnung der 62»276 DM nicht etwa eine auszu-zahlcnde Ausgleichsforderung des Erwerbers der "H^B" begründet werden sollte, sondern daß es sich insoweit nur um eine interne Umbuchung handele, die den Zweck verfolgte, bei der "HPHIBl" eine dem Verkehrswert des Schiffes in etwa angeglichene Belastung zu errechnen» Auf diese Weise habe sich ergeben, daß die Belastungen der ^fc[n den im Vertrag angenommenen Schiffswert von 390*000 DM um 23»951 DM überstiegen» Der Beklagte habe deshalb in seinem Angebot vorgeschlagen, diesen Betrag zur Hälfte auf-zuteilen» Auf diese V7eise sei erreicht worden, daß der Kläger durch die Übernahme von "H^P" ein Schiff erhalten habe, bei dem die Belastungen und der angenommene Schiffswert sich deckten, und zusätzlich noch 11» 975,50 DM an den Beklagten zu zahlen waren, während dieser ein Schiff erhalten habe, bei dem die Belastungen den angenommenen Schiffswert nur noch um 11» 975,50 DM überstiegen» Eine solche Zahlung stelle zudem einen billigen Ausgleich dar» Dagegen habe kein begründeter Anlaß bestanden, dem Erwerber von einen Ausgleichsbetrag dafür zu gewähren, daß -"H^HP1 in der Vergangenheit mit verschiedenen Beträgen belastet worden sei, die zwar damals tatsächlich die "H^PBI" betroffen hätten, aber von den Parteien als Mitreeder der "HPB11 in gleicher Weise getragen worden seien» Im Angebot sei der Betrag von 62»276 DM ausdrücklich als "Berichtigung" bezeichnet worden» Mit keinem Wort sei davon die Rede, daß die Berichtigung zu einer Nur bezüglich des den angenommenen Schiffswert übersteigenden Betrages der Belastungen von 235*951 DM sei von einem Ausgleich gesprochen und seine Aufteilung zur Hälfte versprochen worden, In dem auf Grund des Angebots gefertigten Vertragsentwurf, der unstreitig zur Auslegung und Kommentierung des Angebots herangezogen werden könne, sei nur die Zahlung von 11*975950 DM erwähnt, aber auch keiner Stelle etwas von einer Zahlungspflicht des Beklagten in Höhe der vom Kläger geltend gemachten Differenz gesagt* de Ausgangspunkt der Parteien gewesen* Es müsse daher bezüglich des Betrages von 62*276 DM ein Ausgleich stattfinden, denn die tatsächlichen Belastungen von "HflBHBl11 beliefen sich nur auf 351*675 DM* In Höhe von 38*625 DM müsse daher ein Ausgleichsanspruch des Klägers gegen den Beklagten anerkannt werden* Der 390*000 DM übersteigende Teil der Belastungen mit 23*951 DM sei im Wege der Nachschußverpflichtung von beiden Parteien zur Hälfte zu tragen, »Venn die Auffassung des Berufungsgerichts richtig wäre, würde der Beklagte ein Schiff mit einer Belastung von nur 350,000 DM erhalten, während der ihm zufließende 'Wert 390*000 DM betrage* Außerdem würde er noch 11*975?50 DM im rVege des Nachschusses erhalten* Der Kläger aber erhielte ein Schiff, das mit 150*000 DM bewertet worden sei, mit einer Belastung von 149*560 DM und müsse noch 11*975,50 DM zuzahlen* "Htfir' zugute gekommen sind« Entscheidend ist, ob das Angebot, so wie es vorliegt und vom Kläger unter Y/ahl von angenommen worden ist, nach seinem objektiven Erklärungsinhalt für den Kläger dahin zu verstehen war, der Erwerber von habe noch einen Ausgleichs- betrag in Höhe von 58»625 DM zu leisten» Das Berufungsgericht ist auf Grund einer Auslegung des Angebots in Verbindung mit dem daraufhin abgefaßten Vertragsentwurf zu dem Ergebnis gelangt, daß eine solche Ausgleichsverpflichtung aus ihm nicht zu entnehmen ist» Für eine solche Zahlung habe auch kein begründeter Anlaß bestanden» Die von der Revision gegen die Auslegung des- Berufungsgerichts vorgebrachten Verfahrensrügen sind nicht begründet» Den Erwägungen und Berechnungen, die dem Angebot des Beklagten zugrunde lagen, konnten möglicherweise die von der Revision angeführten Gesichtspunkte entgegengesetzt werden, um noch einen Ausgleichsanspruch des Klägers zu begründen» Tatsächlich ist aber im Angebot aus der bei Berechnung der Gesaratbelastung von vorgenomme- nen "Berichtigung" nicht die Folgerung einer Ausgleichszahlung in Höhe von 58»625 DM gezogen worden, sondern es ist nur von einer Aufteilung des Spitzenbetrages über 590»000 DM hinaus die Rede» Das Berufungsgericht hat entgegen der Rüge der Revision den gesamten Inhalt des Angebots und des^Vertragsentwurfs in Betracht gezogen, jedoch nicht feststellen können, daß der Beklagte vorgeschlagen hat, der Erwerber von habe den Be- daß bei einem Auscinandersetzungsvorschlag zunächst Berechnungen angestellt v/erden und dann das praktische Ergebnis über die vorzunehmenden Rechtsakte und Zahlungen abschließend zusammengefaßt wird» Maßgebend ist dann für den Inhalt des Vorschlages dieses Ergebnis, In ihm ist hier von einer AusgleichsZahlung von 38,625 DM, wie sie der Kläger noch errechnet, nicht die Rede, Der Grund konnte für den Beklagten, wie das Berufungsgericht darlegt, darin liegen, daß die Schiffswerte nach Ansicht beider Parteien fiktive Größen sind.und daß es sich bei den bei gebuchten, aber betreffenden Aufwen- dungen für Amortisationen, Zinsen, laufende Kosten und Korrespondentreedervergütung um Beträge handelte, die bereits von beiden Parteien aus den Erträgnissen der ihnen zur Hälfte gehörenden Schiffe aufgebracht waren und sich, anders als die Hypotheken, nicht mehr als fortbestehende Belastungen auswirkten, Wenn der Kläger diesen Standpunkt nicht teilte, mußte er dies^gegenüber dem Angebot des Beklagten geltend machen. Zutreffend hat das Berufungsgericht auch aus dem Entwurf des vom Beklagten vorgeschlagenen notariellen Vertrages nichts dafür entnommen, daß eine Zahlung des Erwerbers von in Höhe von 38,625 DM vorgesehen war. Wenn § 10 Abs, 2 des Entwurfs die Zahlung eines Saldobetrages durch den Beklagten an den Kläger vorsieht, so beruht dies darauf, daß der Beklagte noch Zahlungen an den Kläger auf Grund des Vergleichs im Rechtsstreit 22 0 80/60 zu leisten hatte (§ 7 des Entwurfs)» Nicht nur noch anfallende Zahlungen, wie das Berufungsgericht meint, sondern vor allem der Vergleichsbetrag waren noch zu La-sten des Beklagten zu berücksichtigen» Mit Recht hat das Berufungsgericht auch darauf verwiesen, daß im § 5 des Entwurfs nur von der Zahlung von 11 »975,50 DM durch den Erwerber von , nicht aber von einer weiteren Ausgleichs Zahlung des Erwerbers von gesprochen wird» Auch wenn es sich bei dem Betrage von 11»975,50 DM um eine Nachschußverpflichtung handelte, hätte eine Saldierung mit dem Ausgleichsbetrag nahegelegen» In dem Vertragsentwurf, den der Kläger für die Auslegung des Angebots gelten lassen will und der ersichtlich die wesentlichen Verpflichtungen der Parteien auf Grund der Auseinandersetzung zusammenfassen soll, sind aber Ausgleichs-Verpflichtungen, wie sie der Kläger aus der "Berichtigung11 der Belastungen von herleiten will, nicht auf- geschlagen hat» Der vom Kläger beanspruchte Betrag wird weder im Angebot noch im Vertragsentwurf genannt; seine Zahlung kann auch nach deren gesamten Inhalt nicht als stillschweigend übernommen angesehen werden» Die Parteien wollten, wie das Berufungsgericht ausführt, wegen der zwischen ihnen bestehenden Spannungen zu einer möglichst schnellen und unkomplizierten Trennung ihrer geschäftlichen ken auf dieses Schiff noch einen Ausgleich wegen der gemeinsam getragenen weiteren Aufwendungen erlangen, die nur zugute gekommen waren, so mochte er diesen Gesichtspunkt in den Vertragsverhandlungen ins Feld führen, um seine Anerkennung zu erreichen» So wie der Vertrag nach der bedenkenfreien Auslegung des Berufungsgerichts geschlossen worden ist, ergibt er keinen Ausgleichsanspruch des Klägers»