BGH · II ZB 5/70 vom 21.12.1970
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Das Landgericht hat im Wechselprozeß gegen die Beklagten Vorbehaltsurteil erlassen und im Nachverfahren dieses Urteil zu dem Teil für vorbehaltlos erklärt. September 1970 hat der jetzige Prozeßbevollmächtigte der Beklagten Berufung eingelegt, dabei aber nur den beklagten Ehemann als Berufungskläger bezeichnet. In einer 14 Tage später eingegangenen Eingabe hat er auch für die beklagte Ehefrau Berufung eingelegt und Wiedereinsetzung ln den vorigen Stand beantragt. In der Zeitnot, ln die sie hierdurch geraten seien, habe der beklagte Ehemann bei der fernmündlichen Erteilung des Auftrags zur Rechtsmitteleinlegung versehentlich unterlassen anzugeben, daß auch seine Prau verurteilt worden sei und das Urteil gleichfalls aufechten wolle. Sie kann deinen Erfolg haben« Eie Beklagte trägt eelbet vor» ihr Maua habe bei der feroaündllchen Erteilung des Auf* trage zur Eechtemltteleinlsgung infolge der durch eeiu Here* leiden bedingten Erregung vergessen» auch eie nie Berufunge» klägeria eu bezeichnen« Parin lag kein für eie unabwendbarer Zufall in Sinne von £ 233 Abs« 1 ZK)« könnte ihren Mann» des* een Verschulden ihr nach § 232 Abe« 2 ZPO eueurechnen wäre» wegen seines schlechten üssundheitesustnuäe kein Vorwurf genacht werden» dann hätte sie selbst die Prietvereäimung verschuldet» well eie ln diesen Talle» etatt eich auf ihren Mann zu verlassen» den Auftrag eur Hechtsmitteleinlegung persönlich hätte erteilen müssen«