BGH · III ZR 4/70
Originalentscheidung als PDF
PDF öffnen ↗Leitsatz / Zusammenfassung
Der Wert des mit den Anträgen auf gerichtliche Entscheidung verfolgten und in die Revisions-instanz gelangten Begehrens der Beteiligten zu 1) und 2) auf Feststellung der Rechtswidrigkeit der vom Baulandbeschaffungsamt am 14. März 1969 erlassenen Verfügungen, in denen Räumungsfristen gesetzt und die Zwangsräumung angedroht wurden, ist hinsichtlich der Zulässigkeit der Revision über § 161 BBauG in entsprechender Anwendung von § 546 Abs. 3, § 3 ZPO zu gewinnen. Maßgeblichkeit dieses Interesses ändert sich insbesondere nichts dadurch, daß die genannten Beteiligten von ihrem ursprünglich mit ihren Anträgen auf gerichtliche Entscheidung geltend gemachten Begehren, die beiden genannten Verfügungen aufzuheben, zu einem Feststellungsantrag übergegangen sind«Venn die Revision demgegenüber auf eine völlig unzureichende Organisation der begonnenen Zwangsräumung verweist, die in eine planlose Demontage des Betrie bes der Beteiligten zu 2) ausgeartet sei, so bringt sie einen neuen Sachverhalt ins Spiel, der bei der hier allein interessierenden Frage nach dem Umfang der durch einen ordnungsgemäßen Vollzug der Räumung drohenden und entstehenden Nachteile gerade der betreffenden Räumungsverfügung nicht berücksichtigt werden kann. März 1969 hat allerdings zu einer - in ihrem Verlauf abgebrochenen und sodann auf Grund einer neuen Verfügung des Amtes fortgesetzten - Zwangsräumung geführt. Daß das auf die Verfügung vom 20. März 1969 bezogene und nach dem Vorstehenden zu bewertende Interesse der Revisionsführer so hoch ist, daß es im Verein mit dem auf die Verfügung vom 14. Februar 1969 bezogenen Interesse der Revisionsführer den Wert der hier maßgeblichen Revisionssumme von 25.000 DM übersteigt, haben die Revisionsführer nicht glaubhaft gemacht (§ 546 Abs. 1 und 3 ZPO).