BGH · III ZR 97/86 vom 18.12.1986
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Zivilsenat des Bundesgerichtshofs hat durch den Vorsitzenden Richter Dr. Krohn und die Richter Kroner, Boujong, Dr. Halstenberg und Dr. Rinne am 18. gemäß § 554 b Abs. 1 ZPO in der Auslegung durch das Bundesverfassungsgericht (Beschluß vom 11. Die Revision des Klägers gegen das Urteil des 1. November 1984 (III ZR 132/83 = NJW 1985, 730 = WM 1985, 10) durfte eine Bank, der vom Betreuer eines Bauherrenmodells bei Abschluß eines Finanzierungsvertrags im Jahre 1979 eine notariell beurkundete Vollmacht vorgelegt wurde, gemäß §§ 172/173 BGB auf deren Wirksamkeit vertrauen, auch wenn die Vollmacht auf einem privatschriftlichen und daher nach § 313 BGB nichtigen Betreuungsvertrag beruhte und nach § 139 BGB deshalb selbst formnichtig war. Oktober 1986 (III ZR 262/85) hat der Senat diesen Grundsatz auch in einem Fall für anwendbar erklärt, in dem der Betreuer eines Erster-werbermodells im Jahre 1979 aufgrund einer notariellen Vollmacht ein persönliches Schuldanerkenntnis abgegeben hatte. Zwar wurde damals - darauf weist die Revision zutreffend hin - im Schrifttum bereits überwiegend die Auffassung vertreten, Baubetreuungsverträge seien, da sie fast immer eine Erwerbspflicht des Betreuers oder des Bauinteressenten begründeten, in der Regel formbedürftig nach § 313 BGB. In der Rechtsprechung lag im August 1982 zwar schon das Urteil des BGH vom 17. Wenn eine Bank in einem solchen Fall im August 1982 noch darauf vertraute, daß die Frage der Formbedürftigkeit des Betreuungsvertrags von dem Notar pflichtgemäß geprüft worden war, bevor er die Vollmacht beurkundete, so kann ihr daraus kein Vorwurf gemacht werden.