BGH · III ZR 97/81 vom 25.02.1982
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Zivilsenat des Bundesgerichtshofs hat durch den Vorsitzenden Richter Prof. Die Revision der Beklagten gegen das Urteil des 1. September 1975 (III ZR 40/73 = BGHZ 65, 182) ausgesprochen, daß im Baugenehmigungsverfahren eine Amtspflichtverletzung der Beamten der beteiligten Gemeinde gegenüber dem Baubewerber dann anzunehmen ist, wenn sie das nach § 36 Abs. 1 BBauG erforderliche Einvernehmen der Gemeinde versagen, obwohl das Bauvorhaben nach den §§ 33 bis 35 BBauG zulässig ist. Versagte diese ihr nach § 36 Abs. 1 BBauG erforderliches Einvernehmen, so mußte die beantragte Baugenehmigung versagt werden, und zwar auch dann, wenn das Einvernehmen aus rechtswidrigen Gründen verweigert wurde (BGHZ 65, 182, 186). Die vom Berufungsgericht ohne durchgreifenden Rechtsfehler getroffenen Feststellungen tragen die Schlußfolgerung, die Beamten der Beklagten hätten fahrlässig aus rechtswidrigen Gründen das erforderliche Einvernehmen nach § 36 Abs. 1 BBauG und die nach Art. 19 Abs.3 BayStrWG notwendige Sondernutzungserlaubnis versagt.