BGH · III ZR 96/54
Originalentscheidung als PDF
PDF öffnen ↗Leitsatz / Zusammenfassung
hat der III0 Zivilsenat des Bundesgerichtshofs auf die mündliche Verhandlung vom 60 Juni 1955.unter Mitwirkung des Senatspräsidenten ProfoBr«, Geiger sowie der Bundesrichter Br0Pagendarm, Br«>Wolahy, Br„Beyer und BroHußla für Recht erkanntg - Die beklagte Stadtgemeinde gewährte der Klägerin in der Folgezeit die ihr nach § 27 a EWFVG i0d0F0 des Gesetzes vom 7o Mai 1942 zustehenden Versorgungsbezüge von monatlich 286 RM bruttoo Nach der Währungsreform wurden die Versorgungsbezüge der Klägerin auf Grund der Ersten bayerischen Sparverordnung vom 17o August 1948 gekürzt« Nachdem der Bayerische Verfassungsgerichtshof diese SparVO für verfassungswidrig und nichtig erklärt hatte, wurden die Bezüge der Klägerin mit Bescheid vom 1« Oktober 1951 rückwirkend ab lo September 1948 neu festgesetzt, und zwar wiederum auf 286 DM monatlich brutto, und die entsprechenden Beträge nach-bezahlt« Die Klägerin erhielt diese Versorgungsbezüge bis zu dem 31o März 1952« Pie Klägerin ist der Meinung,* dass ihr zu Unrecht die nach § 27 a EWFVG erhöhten Bezüge entsprechend den Unfall-für sorget e Stimmungen der §§ 107 ff DBG vorenthalten werden«, Sie habe daher Anspruch auf Versorgungsbezüge von monatlich 339 DM brutto oder 298*02 DM netto«, Der Unterschiedsbetrag für die Zeit vom 1c April 1932 bis 31.o Mai 1953 - 14‘ Monate mache somit einen Betrag von 2 285 , 50 DM aus0 Dazu komme noch ein Differenzbetrag für den Monat November 1952 in Höhe von 80,45 DM und ein Unterschiedsbetrag aus einer am Ende des Jahres 1952 gewährten S?ndervergütung in Höhe von 52,90 DMo Dementsprechend hat die Klägerin beantragt, die Beklagte zu verurteilen, an die Klägerin 2 418,85 DM - Rest-1 Nettoversorgungsbezüge für die Zeit vom 10 April 1952 bis 31c Mai 1953 ^ nebst 4 $ Zinsen von 446,64 DM für die Zeit ; Die Beklagte hat Abweisung der Klage beantragt0 Gegen den von der Klägerin errechneten Differenzbetrag hat sie Einwendungen nicht erhobene Das Landgericht hat die Beklagte entsprechend dem Klageantrag verurteilte Die Berufung der Beklagten ist vom Oberlandesgericht zurückgewiesen worden«. Der Senat hat in dem gleichzeitig verkündeten, zur Veröffentlichung bestimmten Urteil in der gleichgelagerten Sache Stadtgemeinde RflHHHB °/° H0IHP - III ZR 97/54 -mit ausführlicher Begründung dargelegt, dass Art 165 Abs 1 des Bayerischen Beamtengesetzes voin 280 Oktober 1946 den Versorgungsberechtigten den Besitzstand an Versorgungsbezügen gewahrt hat., die bei Inkrafttreten des Gesetzes unter Zugrundelegung des § 27 a EWPVG - wie im Palle der Klägerin-festgesetzt waren; ferner, dass § 27 a EWPVG dem Beamten einer Zivilverwaltung und dessen Hinterbliebenen Versorgungsansprüche aus dem Bereich des Beamtenrechts und nicht des Wehrmachtsversorgungsrechts gegeben hat, und dass die Pflicht zur Weiterzahlung der Bezüge nach § 27 a EWPVG entgegen der Meinung der Revision nicht dadurch berührt wird, dass diese Bestimmung (möglicherweise) durch das KRG 54? EWPVG und die Einholung einer Auskunft vom Bayerischen Städteverband darüber, dass ausserhalb Bayerns erhöhte Leistungen nach § 27 a EWPVG nicht mehr gewährt werden, als rechtlich unerheblich abgelehnt und damit die aus gleichem Grunde von der Revision erhobenenVerfahrensrügen nach § 286 ZPO zurückgewiesen wordene Schliesslich hat das erwähnte Urteil mit eingehender Begründung auch