BGH · III ZR 94/75 vom 29.09.1975
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September 1975 durch die Richter Dr. Krohn, Dr. Tidow, Peetz, Lohmann und Kroner beschlossen: Gründe Bei der Bewertung von (positiven) Feststellungsklagen nach § 3 ZPO ist von dem Betrag, der sich bei einem entsprechenden Leistungsantrag ergeben würde, ein Abschlag zu machen, und zwar in aller Regel in Höhe von 20 % der in Frage kommenden Forderung. Denn mit einem Feststellungsurteil erlangt der Kläger einen Titel, der nicht so weittragende Wirkungen wie ein ensprechendes Leistungsurteil hat, weil das Feststellungsurteil in der Hauptsache nicht vollstreckungsfähig ist. Das muß in der Höhe des Streitwertes auch einen entsprechenden Ausdruck finden. Der Wert einer Feststellungsklage ist auch dann nicht einer entsprechenden Leistungsklage gleichzusetzen, wenn von dem Beklagten zu erwarten ist, daß er einem rechtskräftigen Feststellungsurteil ebenso nachkommen wird wie einem auf Leistung lautenden Urteil; denn für den geringeren Streitwert der Feststellungsklage ist allein entscheidend, daß der Kläger vom Gericht einen Titel begehrt und ggf, erlangt, der nach den Vorschriften des Zwangsvollstreckungsrechts in seiner Wirkung nicht so weit reicht wie ein entsprechendes Leistungsurteil, Für die Höhe des Streitwertes muß es ohne Belang bleiben, wie sich die Parteien nach Erlaß eines rechtskräftigen Urteils verhalten werden. Von dieser Rechtsprechung, die ganz überwiegend auch von den Oberlandesgerichten und der Literatur vertreten wird (vgl.