BGH · III ZR 87/83 vom 16.02.1984
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PDF öffnen ↗Leitsatz / Zusammenfassung
40.000 DM nicht übersteigt, so beginnt die Frist für den Antrag auf Urteilsergänzung erst mit der Zustellung des Beschlusses, durch den das Revisionsgericht den Wert der Beschwer auf mehr als Zivilsenat des Bundesgerichtshofs hat durch den Vorsitzenden Richter Dr. Krohn und die Richter Dr. Tidow, Dr. Engelhardt, Dr.Halstenberg und Dr. Werp am 16. Der Antrag des Klägers vom 6. Gründe Wie der Bundesgerichtshof wiederholt entschieden hat, kann einem Gesuch um Vollstreckungsschutz gemäß § 719 Abs. 2 ZPO nicht stattgegeben werden, wenn der Vollstreckungsschuldner es unterlassen hat, nach §§ 716, 321 ZPO die Ergänzung des Berufungsurteils zu beantragen (BGH Beschl. Es hat weder (von Amts wegen) eine Schutzanordnung gemäß § 711 ZPO getroffen noch über den in der Berufungsbegründungsschrift enthaltenen und im Termin zur mündlichen Verhandlung gestellten Schutzantrag des Klägers befunden. Dem steht hier nicht entgegen, daß das Berufungsgericht von einer Vollstreckungsschutzanordnung möglicherweise abgesehen hat, weil es die Voraussetzungen des § 713 ZPO für gegeben erachtete, daß nämlich ein Rechtsmittel gegen das Urteil nicht stattfinde: Das Berufungsgericht hat den Wert der Beschwer auf weniger als 40.000 DM festgesetzt (§ 546 Abs. 2 ZPO). Das hinderte den Kläger nicht, gleichwohl die Ergänzung des Urteils zu beantragen, so wie er auch Revision eingelegt und insoweit - mit Erfolg (vgl. Oktober 1983 = WM 1983, 1320) - beantragt hat, den Wert der Beschwer auf mehr als 40.000 DM festzusetzen. Im vorliegenden Fall ist die Frist für den Antrag auf Urteilsergänzung nach §§ 716, 321 ZPO im übrigen noch nicht abgelaufen. Februar 1982 -VIII ZR 39/82 = LM ZPO § 716 Nr. 3) beginnt die Zweiwochenfrist des § 321 Abs. 2 ZPO erst mit der Zustellung des Beschlusses, durch den der Wert der Beschwer des Re-sionsklägers abweichend von der Wertfestsetzung des Berufungsgerichts auf mehr als 40.000 DM festgesetzt wird. Erst dann steht nämlich endgültig fest, daß gegen das Berufungsurteil das Rechtsmittel der Revision stattfindet und die Partei infolgedessen davon ausgehen kann, mit Aussicht auf Erfolg vor dem Berufungsgericht einen Antrag auf Erlaß eines Ergänzungsurteils stellen zu können.