BGH · III ZR 76/65
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PDF öffnen ↗Leitsatz / Zusammenfassung
In diesem stimmte Frau KöflflB im Einverständnis der Klägerin der Einsetzung des Architekten Lud-v/ig Sp^HIHi als Treuhänder zu und verpflichtete sich, zur weiteren Sicherung der Kreditsumme und evtl»noch weiterer zu gewährendem Kredite nach Errichtung des Rund-baus durch den Beklagten, sich jeglicher Verfügungen über die aus den für den Rundbau abzuschließenden Pachtverträgen eingehenden Gelder:- zu enthalten und in den abzu-schließenden Pachtverträgen die Pächter unwiderruflich anzuweisen, die Zahlungen nur durch Überweisungen auf ihr bei der Klägerin befindliches Konto vorzunehmen,und sich der Entgegennahme von Barbeträgen zu enthalten. fügungsberechtigt war* Ferner wurde am 3* Mai 1954 zwischen Frau KöHB» Architekt SpKaufmann MüflHI und dem Beklagten unter Hinzuziehung der Klägerin ein weiterer Vertrag geschlossen (Boteiligungsvertrag)* Im Eingang wurden die Mittel aufgezählt, die zu dem Aufbau zur Verfügung gestellt waren, sowie auf die Arbeiten des Beklagten hingewiesen, die nach dem Bauvertrag bis zu dem 30* Mai 1954 bezahlt werden sollten, ferner auf die Tatsache, daß noch Zahlungen von etwa 50 000 TM offen stünden, daß Frau KöflHldie erforderlichen Gelder nicht selbst habe beschaffen können und daher der Beklagte einen Kredit von 15 000 TM bei der Klägerin habe aufnehmen müssen* Im § 2 einigten sich sämtliche Beteiligten über die Rangfolge der Schuldentilgung* Danach sollten aus den zu erwartenden Betriebseinnahmen die bestehenden und noch weiter entstehenden Verpflichtungen mit folgender Rangfolge getilgt Werdens 1* die Forderungen des Beklagten, 2* die Darlehensforderungen der Hörigen MüflHBund SpflHHund 3« die Forderungen -der Klägerin* In § 4 dos Vertrages war bestimmt, daß nach Tilgung sämtlicher Verpflichtungen der Reingewinn des Betriebes an Frau Ruth Köflümit 40 i» und an die Herren MüfH, den Beklagten zu je 20 i» nit dor Auflage gewährt wurde, die Darlehenssumme nur für den Aufbau zu verwenden In § 2 des Vertrages war bestimmt, daß die Rückzahlung dos Darlehens unter Aufrecht erhaltung der persönlichen Haftung des Beklagten aus den zu erv/artonden Einnahmen des Rundbaus mit der Maßgabe zu erfolgen habe, daß die Tilgung des Darlehens erstrangig vor den anderen, dem Darlehensnehmer aus dem Bauvorhaben direkt gegen Frau Ruth Kö^H bzw. gegen den Treuhänder bisher entstandenen und noch weiter entstehenden Ansprüchen erfolge« Für den Beklagten wurde das Konto Nr» 2 316 eingerichtet und die Darlehens summe von 15 000 DM durch Schock dem Beklagten au3go-zahlto Am 20o Mai 1954 schrieb der Beklagte der Klägerin, daß er für die Errichtung des Rundbaus rund 110 000 DI.I aufgov/ondet habe, wobei die in Aussicht genommenen Kosten aus einer Reihe von Gründen erhoblich überschritten worden soien« Er habe bisher nur 6 000 und 15 000 DM erhalten, so daß er noch einen Restbetrag von rund 90 000 DI,I zu bekommon habe, der sich täglich erhöhe, und daß er darum bitte, kurzfristig einen Betrag von 30 000 DM zur Verfügung gestellt zu erhalten« Am Io Juni 1954 Unterzeichnete der Beklagte bei der Klägerin eine Urkunde, die mit Schuldschein und Abtretung üb er schrieben ist, und in dor er bekannte, von der Klägerin einen woiteren Kredit bis zur Höhe von 33 000 DM zur Finanzierung des Rundbaus orhalten zu haben, der aus den Einnahmen rückzahlbar sei* Zur Sicherung trat er einen Teilbetrag von 100 000 DM seinor Ansprüche für die wonach er bevorzugt befriedigt werden sollte, daß der Rundbau seit dem 13« Mai 1954 bespielt werde, seitdem nahezu 30 000 DM vereinnahmt worden seien, er jedoch seit dem 2» Juni 1954 keine Zahlung mehr erhalten habe» Weiterhin führte er au3, er könne seine Restforderung von 80 073?69 DM nicht mehr kreditieren und bitte um Abdeckung bis zu dem Jahresende» Ferner bat er um baldige Rückäußerung, mit welchem Betrage er in den nächsten Tagen rechnen könne und wie sich die Klägerin die weitere Bezahlung seiner Forderung denke» Die Klägerin gab auf dieses Schreiben de3 Beklagten keine Antwort » Anfang 1955 übersandte die Klägerin dem Beklagten einen Kontoauszug über dessen Konto 2 316, das zu dem 31» Dezember 1954 zu seinen Lasten mit 61 070,05 DM abschloß, und den der Beklagte am 9» März 1955 bestätigte» Spätere dem Beklagten übersandte Kontoauszüge wurden von diesem nicht mehr bestätigt« Al3 die Klägerin mit Schreiben vom 16, Mai 1957 dem Beklagten mitteilte, daß sie die Zinsen für den Kredit nicht mehr seiner Kontoschuld zuschreiben könne, sondern daß sie die Zinsen für das vierte Vierteljahr 1956 und das erste Vierteljahr 1957 in Höhe von 4 205?95 EM nunmehr gezahlt erhalten müsse, erwiderte der Beklagte mit Schreiben vom 26, Juni 1957s daß es sich um einen Scheinkredit gehandelt habe, der zu dem Aufbau der von der Klägerin erworbenen Holzkonstruktion verwendet worden sei, und daß die Zinsen von dem Hundbau aufgebracht werden müßten, daß daher der Treuhänder den Betrag von 4 205995 EM für die Zinsen überweisen werdo, Entsprechend wurde nunmehr auf dom Konto Nr» 25 16 unter dem 26» Juni 1957 eine Gutschrift von 4 205>95 EM gebucht. Aber auch wenn man von der Gültigkeit der Vereinbarungen aus-geho, könne die Klägerin eine Forderung gegen ihn nicht geltend machen, denn die Einnahmen aus dem Rundbau hätten ausgereicht, um sein Konto auszugleicheno Nach den erstellten Gewinn- und Verlustrechnungen hätte sich im Jahre 1954 ein Gewinn von 28 014,52 DM, im Jahro 1955 ein solcher von 30 133,74 DM und im Jahro 1956 ein solcher von 392,57 DM, also insgesamt ein Gewinn von 58 540,83 DM ergebene Hilfsw.eiso hat der Beklagte mit der restlichen Bauforderung in Höhe von 82 566,62 DM nebst Zinsen aus in Anspruch genommenen Bankkrediten die Aufrechnung erklärt« Schließlich hat er die Anfechtung der Abtretung seiner Forderung gegen Frau KöflHBmit der Abtrotungs-erklärung vom 1. April, 3* Mai und 10 Juni 1954 nicht für Scheinverträge o Es geht jedoch davon aus, daß aus dem Zusammenhang aller Verträge einschließlich des Schuldscheins vom 1«, Juni 1954 geschlossen werden müsse, daß in erster Linie der Beklagte seine Bauloistungen aus den Betriebseinnahmen des Rundbaus bezahlt erhalten sollte und daß diese Einnahmen zugleich vorrangig zur Tilgung der Darlehensschuld des Beklagten an die Klägerin abgeführt werden sollten« Daboi sei die Klägerin verpflichtet gewesen, den Treuhänder in seiner Tätigkeit dahin zu überwachen, daß dieser Bestimmung der Vorträge Folge geleistet werde« Der Treuhänder sei zwar, wenn man sich auf den Wortlaut der Verträge beschränke, allein von Frau KöflIB eingesetzt worden. Aua dem Sinn und Zusammenhang aller Vereinbarungen ergebe sich jedoch, daß der Treuhänder in erster Linie für die Klägerin und in zweiter Linie für die sonstigen Gläubiger und nur nach außen hin für Frau KqHHtätig habe sein sollen. Im Schreiben von 20* Mai 1954, so führt das Berufungsgericht aus, habe der Beklagte die Klägerin aufgefordert, ihn kurzfristig 30 000 BM zur Verfügung zu stellen, weil er nicht länger die Baukosten zur Errichtung des Rundbaus vorlegen könne« Bic Folge dieses Schreibens sei gewesen, daß dor Beklagte von der Klägerin einen weiteren Kredit bis zur Höhe von 30 000 B§5 am 1« Juni 1954 erhalten habe« Auch bei diesem als Schuldschein (für das Barlehen) und als Abtretung (der Baulohnforderung) be-zeichneten Schriftstück sei als Zweck die Finanzierung des Rundbauo angegeben und die Rückzahlung dos Barlchcns aus den Einnahmen des Rundbaus bestimmt. Bamit sei also die Klägerin in der Lage gewesen, die Einnahmen des Rundbaus, die erstrangig (laut Gowinnbetoiligungsvertrag) zur Tilgung der Baulohnforderung dos Beklagten gegen Frau KöflH bestimmt gewesen sei-cn, unter gleichzeitiger Tilgung ihrer Barlehensforderung gegen den Beklagten an sich abzuführen» Y/eitor ergebe das Schreiben des Beklagten vom 1«, September 1954 p daß er nicht gewillt gewesen sei, noch längere Zeit abzuwarten o Dieses Schreiben habe die Klägerin erhalten» sondern der Treuhänder zur Erfüllung seiner Baulohnforderung zuständig sei» Das sei aber nicht geschehen» Für diese Auffassung spreche weiter das Ergebnis der Beweisaufnahme vor den Landgericht» Es könnten zwar gegen die Aussagen der Zeugen KöPHBund Müp^® gewisse Bedenken wegen ihrer Beteiligung an dem Unternehmen und der übernommenen Bürgschaften bestehen» Im Grunde seien sie aber doch richtig und überzeugend, da sie im Zusammenhang mit den schriftlichen Verträgen glaubhaft erschienen und diese nur ergänzten» Nach don Bekundungen der Zeugen MüflB und SpflHHI habe das Vorstandsmitglied der Klägerin zugosichert, die Klägerin werde den Aufbau bezahlen« Das habe nach der gegebenen Sachlage nur den Sinn haben können, daß die Klägerin in irgendeiner Weise die Mittel für den Aufbau zur Verfügung stellen würde, da bekannt gewesen sei, daß Frau KöflB wie auch deren Ehemann im April 1954 keinerlei groifbaro Mittel besessen hätten, um aus diesen don Aufbau durchführen zu können» Die Beteiligten seion daher davon ausgegangen, daß allein die Klägerin in der Lago sein würde, die Mittel zu dem Aufbau zur Verfügung zu stellen, und daß sic dies auch aus eigenen Mitteln bewerkstelligen würde» Die nach außen hin vortretende Unternehmerin Frau Kc0 mhabe keinerlei Einfluß auf die Ausführungen des Hundbaus gehabt und sich mit dem begnügen müssen, v/ao ihr der Treuhänder mit Zustimmung der Klägerin zugebilligt habe» Diese Auslegung der zwischen den Parteien getroffenen Vereinbarungen führt das Berufungsgericht zu dem Ergebnis, daß die Klägerin dem Beklagten gemäß §§ 280, 249 BGB in Höhe der Klageforderung schadensersatzpflichtig und daher das Verlangen der Klägerin auf Rückzahlung des Kredits unberechtigt sei, da die Klägerin die Erfüllung der dem Beklagten gegenüber bestehenden, vertraglich geregelten Pflichten, die Baulohnforderungen des Beklagten und damit zugleich seinen Kredit in erster Linie aus den Einnahmen des Hundbaus abzudecken, sich schuldhaft unmöglich gemacht habe, indem sie die auf dem Konto ausgewiesenen Einnahmen, die bei weitem ausgereicht hätten, die Forderung der Klägerin aus den Krediten von 15 000 und 30 000 DM neb3t Zinsen, Provisionen und Spesen zu decken, nicht in der vereinbarten Weise verwandt und zugelassen habe, daß sie vom Treuhänder anderweitig verwendet worden seien» Wenn das Berufungsgericht auch auf Seite 16 unten und 20 unten seines Urteils davon spricht, daß die Klägerin die auf dem Trouhandkonto eingegangenen Beträge nicht zur Abdeckung der Bauforderung des Beklagten und damit zugleich zur Abdeckung seines Kredites verwandt habe, so ergibt sich aus dem Zusammenhang doch, daß das Berufungsgericht nicht von einer unmittelbaren Verfügungsbefugnis der Klägerin über das Treuhandkonto aue-gegangen ist, sondern dabei nur ihre Einwirkungsmöglichkeit über den Treuhänder in Auge gehabt hat. So sieht das Berufungsgericht letzten Endes die schuldhafte Pflichtverletzung der Klägerin auch nicht darin, daß diese nicht gemäß den getroffenen Vereinbarungen über das Konto verfügt, sondern die verein'ba rungswidrigen Verfügungen seitens des Treuhänders zugelassen hat. Etwas Gegenteiliges hat auch - wie schon erörtert - das Berufungsgericht nicht angenommen* Entscheidend bleibt allein, welche Rechte die hier am Treu-handverhältnio Beteiligten dom Treuhänder einräumon wollten und eingeräumt haben« Eine Beteiligung der Klägerin am Treuhand Verhältnis kann auch die Revision nicht in Abrede stellen» Sie ergibt sich, wie vom Berufungsgericht fostgestellt, eindeutig aus dom Trouhändervor-trag vom 8» April 1954 und seiner Ergänzung vom 3*Mai 1954» 3eidc Vertragswerke führen im Kopf die Klägerin als ersten Vertragspartner auf und sind von der Klägerin unterzeichnet» Im Vortrag vom 8* April 1954 heißt es: MIm Einverständnis mit der Bank stimmt Frau Kö der Einsetzung dos Herrn Architekten Ludwig S] als Treuhänder zu”, was nur besagen kann, daß die Treu-händeroinsetzung tatsächlich durch die Klägerin erfolgt ist, während Frau KöflH dein nur zugestimmt hat» Auch im Ergänzungsvortrag vom 3» Mai 1954 kommt die Vorrangstellung der Klägerin nochmals zu dem Ausdruck, indem hier aus-? gelegt hat, daß der Treuhänder in eroter Linie-für die Klägerin, in zweiter Linie für die sonstigen Gläubiger und nur nach außen hin für Frau KöHB tätig sein sollte, also eigentlicher Treugeber mit einer Überwachungspflicht und Anweisungsbefugnissen die Klägerin gewesen sei, so un terlicgt diese tatrichterliche Würdigung des Sachverhalts der revioionsrochtlichen Nachprüfung nur in beschränktem Umfange* Nachprüfbar für das Hovi3ion3goricht ist nur, ob diese Würdigung auf grundsätzlich fehlerhaften Erwägungen beruht, ob wesentliche Tatsachen außer acht gelassen oder sonstige Rechtsvorschriften oder Denk-und Erfahrungssätze verletzt worden sind* Solche Fehler zeigt die Revision jedoch nicht auf.b) Sicherlich konnte, wie der Revision zu'zugcben ist, die Vertragsgestaltung nicht ohne Mitwirkung der Frau KöflU erfolgen, und sic ist auch als Treugeber in Erscheinung getreten. Zu folgen ist der Revision auch nicht darin, daß die Klägerin gar nicht die Möglichkeit gehabt habe, die Verfügungen de3 Treuhänders zu überwachen und zu beeinflussen, zu demindest aber, falls man eine solche Möglichkeit bejahen wollte, für den Beklagten in gleicher Weise ein Recht oder eine Pflicht zur Überwachung des Treuhänders bestanden habe und er sich für sein eigenes Versäumnis nicht bei der Klägerin schadlos halten könne» Da das Treuhandkonto bei der Klägerin geführt wurde, war ihr jederzeit eine Einsicht und damit auch eine Überwachung möglich, woran auch nichts ändern kann, daß die Verfügungen des Treuhänders vorwiegend in Scheckziehungen bestanden haben mögen» In jedem Palle hätte die Klägerin insoweit die Einlösung vertragswidrig ausgestellter Schocks ablehnen können» Hingegen stand dom Beklagten eine solche Einsicht in das Konto nicht offen, so daß für ihn eine Überwachung dos Treuhänders bei dessen Verfügungen im Rahmen dieses Kontos gar nicht zu dem Tragen kommen konnte» Auch für ein von der Klägerin in der mündlichen Verhandlung vor dem Senat geltend gemachtes Mitverschulden des Beklagten gibt der Sachverhalt nichts her» Die Klägerin trägt nicht einmal vor, daß nach ihrem Schweigen auf das Schreiben des Beklagten vom 1» September 1954 weitere Anmahnungen des Beklag- Bort ging es um die Frage einer Pflichtverletzung de3 Treuhänders und sie wurde mit der Begründung verneinte daß der Treuhänder nicht zu Maßnahmen verpflichtet sei, die dem Trougober selbst offen ständen» Selbst wenn man aus dieser Entscheidung für den hier vorliegenden Fall folgern wollte, daß auch für den Beklagten eine Pflicht zur Überwachung des Treuhänders bestanden habe, so scheitert die Annahme einer Verletzung dieser Pflicht bereits daran, daß den Beklagten, wie schon gesagt, die Möglichkeit einer solchen Überwachung mangels Einsicht in das Treuhandkonto gar nicht gegeben war« Damit fehlten im Hinblick auf ein Mitverschulden dem Beklagten aber auch die hinreichenden Unterlagen, um gegen den Treuhänder möglicherv/eise gerichtlich vorzugehen, ganz abgesehen davon, daß bei der Länge eines solchen gerichtlichen Verfahrens die vertragswidrigen Verfügungen des Treuhänders über die Eingänge aus dem Rundbau auch nicht auszuschließen gov/esen waren» Bie Revision verkennt hierbei* daß die in dieser Entscheidung vom Bundesgerichtshof angestellten Erwägungen naturgemäß nur für ein "neutrales” Treuhandodor Anderkonto gelten können* d«h« für ein Konto* boi dem die Bank nur mit ihren rein bankmäßigen Interessen in Erscheinung tritt und nicht* wie hier* an dom Treuhand Verhältnis und den ihm zugrunde liegenden Geschäftsvorgängen mit beteiligt ist« So hat auch das Berufungsgericht nicht angenommen* daß sich die Pflicht der Klägerin zur Überwachung und Anweisung dos Treuhänders schon schlechthin infolge der Anlage dos Trcuhandkon-too bei ihr ergeben habe* sondern daß diese Pflicht erst durch gesonderte* wenn auch mit der Anlegung dos Trou-handkontos im Zusammenhang stehende Vereinbarungen begründet worden sei« Es ist nicht zwoifeihaft, daß sich eine Bank im Wege freier Vereinbarung auch dahin vor- pflichten kann, bei einen hei ihr errichteten Treuhandkonto abweichend von den Allgemeinen Geschäftsbedingungen die Rechtmäßigkeit der Verfügungen des Kontoinhabers (Treuhänder) in seinem Verhältnis zu Dritten (hier den Beklagten) zu überwachen, woraus sich alsdann auch ergibt, daß die Bank bei Verletzung dieser Pflicht für den Schaden einzustehen hat, der einem Dritten aus unrechtmäßigen Verfügungen des Kontoinhabers entsteht» 3o Ohne Erfolg wendet sich die Revision weiterhin gegen die Annahme des Berufungsgerichts, die Einnahmen aus dem Rundbau hätten bei weitem gereicht, um die Darlehensforderung der Klägerin gegenüber dom Beklagten zu decken» Da3 Berufungsgericht hat dabei die Notto-erträgnisse (Betriebseinnahmen abzüglich der Unkosten) aus dem Rundbau zugrunde gelegt» Soweit die Revision meint, als abzuziehende Unkosten hätte das Berufungsgericht auch die Zahlungen für den Heizungsoinbau in Höhe von 31 057,10 DM berücksichtigen müssen, so liegt hierin ein neuer Tatsachenvortrag, der gemäß § 561 ZPO in der Revisionsinstanz keine Beachtung finden kann» Mai 1954 (§ 2) aus den zu erwartenden Betriebseinnahmen vorrangig dio Forderungen des Beklagten zu tilgen waren, den Vereinbarungen es sich mithin nicht entnehmen läßt, daß man es nur auf die Nettocrträgnissc abstellen wollte» Darüber hinaus weist die Revision selbst auf die Aussage des als Partei vernommenen Vorstandsmitgliedes der Klägerin MflHI hin, wonach die Heizungsanlage durch einen erst im Herbst 1954 der Frau Köfl|^von der Klägerin oingeräumten Kredit in Höhe von rund 36 000 DM erstellt wurde» Ein solcher Kredit aber läßt sich schwerlich unter dio Unkosten einordnen, die, wie das Berufungsgericht sie der Klägerin zugute gehalten hat, sich aus der Bespiolung dos Rundbaus ergaben» Wollte man auch insoweit von Unkosten sprechon, dann wären sie nicht anders zu beurteilen, als dio vorher von dem Beklagten für den Aufbau des Rundbaus aufgebrachten Kosten, die nach den Vereinbarungen gerade vorrangig vor den schon bestehenden und noch weiter entstehenden Verpflichtungen befriedigt worden sollten»