BGH · III ZR 76/60
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PDF öffnen ↗Leitsatz / Zusammenfassung
Übernimmt jemand den Vergleichsgläubigern gegenüber eine Verpflichtung zur Erfüllung des Vergleichs und wird diese Erklärung mit Wissen und Willen des Erklärenden zwar nicht Gegenstand, aber Voraussetzung des Vergleichsvorschlags des Schuldners und damit des gerichtlichen Vergleichs, so muß er sich materiellrechtlich grundsätzlich so behandeln lassen, als wäre er Vergleichsgarant im Sinne des § 85 AbSo 2 VerglOo Er kann insbesondere seine Erklärung nach der Bestätigung des Vergleichs nicht wegen arglistiger Täuschung anfechten« die Beklagte zu 1) gegründet» Er war Geschäftsführer der Gesellschaft und zusammen mit einem der beiden anderen Gesellschafter zeichnungsberechtigt» Er wollte nun die Y/aren~ bestände seiner beiden Unternehmen durch die Beklagte zu 1) in der Schweiz absetzen und mit dem Erlös die Gläubiger seiner illiquiden Unternehmen abfinden» Da vor allem die Gläubiger, denen, wie der Klägerin zu 2), Warenbestände sicherungsübereignet waren, erklärten, damit nur im Palle ausreichender Sicherheiten einverstanden zu sein, bekundete er, daß sich der SBHBBBBB CjBHHHHiBIB dazu bereit erklärt habe, die Vermögenswerte der Vergleichsschuldnerinnen kaufweise für die Beklagte zu 1) zu erwerben» Schließlich erhielt der Vergleichsverv/alter, nachdem schon ein Vergleichstermin an dom erfolglosen Verlangen von Gläubigern nach ausreichenden Sicherheiten gescheitert war, in Zürich in Gegenwart des Vergleichsrichters und eines Mitglieds des Gläubigerrates folgende schriftliche Erklärung vom 9« Juni 1954: Nachdem sodann die Vergleichsraten nicht geleistet wurden, erklärte Gleichauf gegenüber den Klägerinnen, daß er die Ansprüche aus der Vereinbarung vom 9* Juni 1954 in Höhe ihrer Forderungen vorsorglich an sie abtrete. Bie Klägerinnen haben nun unter Bezugnahme auf die Erklärung vom 9* Juni 1954 und die Abtretungserklärungen von den Beklagten die Zahlung der angegebenen Beträge verlangt« Bas Landgericht hat die Klage entsprechend dem Antrag der Beklagten mit der Begründung abgewiesen, daß nur die Vergleichsschuldner, nicht aber die Vergleichsgläubiger oder der Vergleichsverwalter Rechte aus der Vereinbarung vom 9« Juni 1954 erworben hätten® In ihrer Berufung haben die Klägerinnen demgegenüber geltend gemacht, daß die Beklagten durch öie Erklärung vom 9* Juni 1954 Vergleichs- garanten geworden seien» Die Beklagten haben dies in Abrode gestellt« Sie haben weiter geltend gemacht, daß dann, wenn sie Vergleichsgaranten wären, die Klägerinnen kein Rechtsschutzbedürfnis an der Klage hätten, weil sie sodann nach § 85 Abs» 2 VerglO gegen sic vollstrecken könnten» Außerdem hätten sie - so wandten sie weiter ein - die Vereinbarung vom 9« Juni 1954, die überdies gegen den Grundsatz der Gloichbehandlung nach § 8 VerglO verstoße, schon am 9« Juni 1955 wegen arglistiger Täuschung wirksam angefochten; Kröncke habe nämlich wider besseres Wissen eine mündliche Vereinbarung mit dem OflBHHHHH^vorgespiegelt, wonach dieser für dio Beklagte zu 1) die Vermögenswerte der Vergleichsschuldner übernehme und die in der Erklärung vom 9» Juni 1954 niedergelegten Zahlungen leiste, während er in Wahrheit, was er arglistig verschwiegen habe, seine Warenbestände schon am 10. sen voräußert und sodann auch geliefert habe» Vorsorglich erklärten die Beklagten weiter, daß sie die Einrede des nicht erfüllten Vertrages erhöben; die Beklagte zu 1) sei nicht in den Besitz der Vermögenswerte der Vor-gleichsschuldner, deren Zahlung sie am 9* Juni 1954 übernommen habe, gelangt. worben hätten und diese letzteren sohin Vergleichsgaranten geworden seien, nämlich eine Verpflichtung zur Erfüllung des Vergleichs neben den Vergleichsschuldnern im Sinne des § 85 Abs» 2 VerglO übernommen hätten» Einmal näralich müßten die Klägerinnen, wenn sie aus den Vergleichen selbst vollstrocken wollten, nach Sachlage die Klage nach § 731 ZPO auf Erteilung der Vollstreckungsklausel erheben, wobei dann im wesentlichen der gleiche Streitstoff geprüft werden müßte, wie in dem anhängigen Rechtsstreit» Außerdem^ könnten die Beklagten, selbst wenn die Vollstreckungsklausel erteilt werden sollte, durch selbständige Klage geltend machen, daß eine Garantieverpflichtung nicht bestehe» Mit Rücksicht darauf entspreche die gegenwärtige Klage der Prozeßoekonomie« Wenn die Gläubiger aus der Vereinbarung vom 9« Juni 1954 Rechte erworben hätten, so könnten sie von den Beklagten die Befriedigung ihrer Vergleichsforderungen in Höhe der ihnen nach den gerichtlichen Vergleichen zustehenden Quoten verlangen» Insbesondere stehe dem entgegen der Meinung der Beklagten der in § 8 VerglO nieder-gelegte Grundsatz der gleichen Behandlung aller Vergleichs-gläubiger nicht entgegen» Zv/ar sehe der Vergleich für die Klägerin zu 2) die volle Befriedigung ihrer Forderungen vor» Diese Regelung sei aber nur deshalb getroffen worden, weil die Klägerin zu 2) auf abgesonderte Befriedigung aus ihrem Sicherungseigentum, die ihr nach Sachlage volle Befriedigung gegeben hätte, um des Zustandekommens der Vergleiche willen verzichtet habe» Dies sei nach § 8 Abs» 2 VerglO zulässig geworden» schließlich sei insoweit auf jeden Pall ein etwaiger Mangel durch die Bestätigung der Vergleiche geheilt worden» Eine Verpflichtung lediglich gegenüber den Vergleichssehuld-nern sei umsoweniger in Betracht gekommen, als das Vertrauen der Gläubiger und des Vergleichsverwalters in die Person KflHIBs schon erschüttert gewesen sei. Auch die äußere Gestalt der Vereinbarung vom 9• Juni 1954 spreche dagegen, daß es sich dabei um einen Vertrag zwischen der Beklagten zu 1) und den Vergleichsschuldnern handelte. Die Erklärung vom 9» Juni 1954 sei mit Wissen und Willen der Beklagten dem Vergleichsgericht vorgelegt worden. enthaltenen Garantenerklärung wegen arglistiger Täuschung sei nur unter den Voraussetzungen des § 89 VerglO möglich«, Diese Voraussetzungen lägen aber jedenfalls insofern nicht vor, als die Beklagten infolge ihres Verschuldens den Anfechtungsgrund im Vergleichsverfahren, nämlich noch vor den Bestätigungsbeschlüssen vom 5» Juli 1954, nicht geltend gemacht hätten» ik habe die Beteiligten nicht ohne Verschulden des Vcrgleichsverwalters und der Gläubiger über die Mog-lichkeiten der vorgesehenen Vermögensübernahme durch den zugunsten der Beklagten zu 1) getäuscht; sowohl die Gläubiger als auch der Vergleichsverwalter hätten bei gehöriger Sorgfalt die Täuschung rechtzeitig erkennen müssen* Daraus ergebe sich unter dem Gesichtspunkt des Verschuldens bei Vertragsabschluß ein Schadensersatzanspruch auf der Seite der Beklagten* Diese müßten sich aber ihr Mitverschulden, das darin bestehe, daß auch sie es verabsäumt hätten, die Täuschung durch rechtzeitig zu erkennen, anrechnen lassen* Nach Sachlage seien beide Seiten in gleichem Maße verantwortlich« Von den Vergleichsforderungen der Klägerinnen seien also 50# abzusetzen« Eine Schadensersatzpflicht der Klägerin zu 2) wegen Erteilung einer falschen Auskunft über bestehe nicht« Daraus ergebe sich folgende Rechnung: . Nach dem Inhalt des gerichtlichen Vergleichs hätten die Beklagten auf Grund ihrer Garantenhaftung an sich für 60# der Forderungen der Klägerin zu 1) in Höhe von 69*050,61 DM, also für 41*430,36 DM lie Vergleichsgarant ist, v/ie die Revision zutreffend hervorheht, derjenige, der im Wege der Schuldübernähme oder durch Bürgschaft oder durch einen Garantievertrag für die Erfüllung eines Vergleichs neben dem Schuldner oder an dessen Stelle den Vergleichsgläubigorn gegenüber eine zu dem Gegenstand des gerichtlichen Vergleichs gewordene Verpflichtung übernommen hat (ebenso Bley, Vergleichsordnung, 2. Io Bas Berufungsgericht ist (unter Nr. III der Entscheidungsgründe) in Y/ürdigung der Entstehungsgeschichte und dos Zweckes der Erklärung vom 9» Juni 1954 zu der mit den Denkgesetzen und Auslegungsregoln nicht im Widerspruch stehenden Auffassung gelangt, daß sich die Beklagten den Vergleichsgläubigern gegenüber zu Leistungen verpflichtet haben«. Ob die Revision schon dieso Auslegung bekämpfen will, ist angesichts der Ausführungen auf den Seiten 5 und 6 der Revisionsbegründung, die Verpflichtung der Beklagten habe lediglich an die Stelle der erwarteten Garantieerklärung des treten sollen, für diesen aber sei nur ein Kaufvertrag in Betracht gekommen, zweifelhaft, kann aber auf sich beruhen; denn ein dahingehender Revisionsangriff ist auf jeden Pall unbegründete Die Erklärung vom 9* Juni 1954 ging allerdings, wie auch das Berufungsgericht nicht verkennt, ihrem Y/ort-laut nach davon aus, daß sich der CflflHIHHHiHB gegenüber jedenfalls der Beklagten zu 1) oder auch schon den Vergleichsschuldnern zur kaufv/eisen Übernahme der Vermögenswerte der Vergleichsschuldner und zur Einzahlung des Kaufpreises auf ein Treuhandkonto des Vergleichsverwal-terc verpflichtet habe«. eines zahlungskräftigen Dritten eine entsprechende Garantie gegeben v/erde, und ferner aus dem Bemühen der Beklagten, den Anschlußkonkurs der Vergleichsschuldner durch ihre Verpflichtungen zu vermeiden, ergebe, ist frei von rechtlichen Bedenken und steht insbesondere entgegen der Auffassung der Revision nicht damit in Widerspruch, daß der Creditorenverband - wenigstens nach der Vorstellung des Beklagten zu 2) - bis dahin von dem Vergleichsverfahren keine Kenntnis hatte; jedenfalls die Beklagten konnten sich den Vergleichsgläubigem gegenüber auch ohne diese Kenntnis des selbst zu einer Leistung verpflichten«, überdies verpflichteten sie sich nach den Feststellungen des Berufungsgerichts unter Ur. V der Urteilsgründe gerade dazu, eine Über die Kaufverpflich-tung hinausgehende Garantie Zusage des beizubringen« Diese Garantiezusage konnte aber, eben v/eil sie zusätzlich zu den Verpflichtungen nach § 433 BGB gegeben werden sollte, nach Sachlage doch nur eine Garantie für die Erfüllung des Vergleichs sein« klagten ausdrücklich die Vergleichsraten garantierten« Diese Garantie ergibt sich aber aus dem Zusammenhang der Feststellungen des Berufungsgerichts « Die Beklagten haben sich den Vergleichsgläubigern gegenüber verpflichtet, eine über die Kauf Verpflichtungen hinausgehende Garantiezusage des beizubringen, und sie haben außerdem erklärt, daß sie bis dahin den Gläubigern gegenüber schon, ebenso verpflichtet sein v/ollten, wie dies der Creditorenverband künftig sein sollte«. Ferner war die Fälligkeit der Raten, wie die Urkunde ergibt, an die Bestätigung der gerichtlichen Vergleiche geknüpft« Die Erklärung vom 9» Juni 1954 wurde außerdem nach der Feststellung de3 Berufungsgerichts mit Wissen und Willen der Beklagten dem Vergleichsgericht vorgelegt« Daraus kann nur gefolgert werden, daß die Beklagten für die Erfüllung des Vergleichs eine Verpflichtung eingingen« Daß diese Verpflichtung summenmäßig gegenüber den von den Schuldnern selbst aufzubringenden Beträgen etwas beschränkt war, ist unerheblich (vgl« u.a. Böhle/Stam-schräder, Vergleichs Ordnung, 5« Aufl« § 4 An. 5, und Bohnenberg DRiZ 1950, 383 ff)« Ebensowenig ist entgegen der Auffassung der Revision für die Deutung der Erklärung vom 9« Juni 1954 als einer Vergleichsgarantie von Belang, daß sich die Beklagten nur für die Zeit bis zu dem Vorliegen der Vergleichsgarantie des ? Sein Einverständnis damit, daß die Beklagte den Vergleichsgläubigern gegenüber Verpflichtungen zur Erfüllung der beiden Vergleiche übernahmen, steht außer Streit« Daraus folgt aber vor allem angesichts des klaren Wortlauts der Sitzungsniederschriften, v/onach lediglich die die Garantenerklärung vom 9« Juni 1954 nicht enthaltenden alten Vergleichsvorschläge der beiden Schuldner zu dem Gegenstand der Abstimmungen gemacht wurden, nicht, daß auch die Garantenerklärung vom 9« Juni 1954 selbst Gegenstand der Vergleichsvorschläge und damit Inhalt der beiden gerichtlichen Vergleiche wurde« Die Garantenerklärung v/urde vielmehr mit Wissen und Willen der Beklagten, der Schuldner und der sonstigen an den Gläubigerversammlungen Beteiligten lediglich Grundlage und Voraussetzung der Vergleiche o Aus dem Grundsatz der Vertragsfreiheit folgt, daß sich jedermann den Vergleichsgläubigern gegenüber vor und nach Abschluß eines gerichtlichen Vergleichs dazu verpflichten kann, seinerseits für die Erfüllung des Vergleichs einzustehen. Im gegenwärtigen Pall ist die dahingehende - und damit unter der Voraussetzung des Zustandekommens des Vergleichs abgegebene - Verpflichtungserklärung der Beklagten von dem Vergleichs-Verwalter zu Gunsten der Gläubiger angenommen worden. "Die Beteiligten müssen ihre Vorkehrungen (auf Grund des bestätigten Vergleichs) mit Gewißheit treffen können; eine Ungewißheit (über den Bestand) würde die Maßnahmen aller lähmen; es müssen die Unzuträglichkeiten 0• vermieden werden, welche durch die Beseitigung des gewonnenen Ergebnisses bei inzwischen, vielleicht nach Jahren, völlig verändertem Zustand in dem Vermögen und in den Verbindlichkeiten des Schuldners notwendig entstehen würden» Nur aus ».» im allgemeinen Interesse der Gläubiger liegenden Gründen wird der Fortbestand des Vergleichs in Frage gestellt werden dürfen"» Es ist -angemessen, den Gläubigern das Risiko des Vor~ liegcns eines Willensmangels zu nehmen und auf den Vergleichs Schuldner und seinen Garanten abzuwälzen« Daher ist es anerkannten Rechts, von dem abzugehen kein Anlaß besteht, daß der bestätigte Vergleich von dem Schuld ner und de© Vergleiohsgaranten überhaupt nicht angefoch-ten werden kann» (Böhle/Stamsehräder § 78 Anm» 6; Bley aaO § 78 Anm» 15 und § 89 Anm* 4; Vogels/Mölte, Vergleichsordnung, 3o Aufl. 89) o Aus Sinn und Zweck dieses Ausschlusses der Anfechtbarkeit folgt weiter, daß der Vergleichsgarant seine Erklärung nach der Bestätigung des Vergleichs auch dann nicht anfechten kann, wenn sie, wie hier, zwar nicht Bestandteil, aber doch mit seinem Wissen und Willen Voraussetzung des angenommenen Vergleichsvorschlags des Schuldners geworden ist» Von der Unanfechtbarkeit des Vergleichs unberührt bleiben allerdings Schadensersatzansprüche der Vergleichsgaranten nach § 823 Abs«, 2 BGB in Verbindung mit § 263 StGB oder § 826 BGB und in Verbindung mit § 830 BGB; denn dadurch wird der Vergleich in seinem Gesamtbestand nicht beeinträchtigt« Aus diesem Grunde mag dem auf Erfüllung des Vergleichs in Anspruch genommenen Vergleichsgaranten gegebenenfalls auch die Einrede der (früheren) Arglist? äußert hatte« Auch daraus ergibt sich aber nicht die Verantwortlichkeit der Klägerinnen für das behauptete betrügerische oder sittenwidrige Verhalten selbst wenn der Vergleichsverwalter, was dahingestellt bleibe, Verrichtungsgehilfe gerade der Klägerinnen gewesen sein sollte« Der Vergleichsverwalter hätte an der behaupteten unerlaubten Handlung iQlHB^s als Mittäter, Anstifter oder Gehilfe nur dann teilgenommen, wenn er es zu demindest in Kauf genommen hätte, das infolge der Vereinbarung vom 10. aussetzungen für don Vollzug der Verpflichtung der Beklagten vom 9« Juni 1954 zu schaffen» Der Sachvortrag der Parteien wie auch die Feststellungen des Berufungsgerichts lassen durchaus die Möglichkeit offen, daß der Vergleichs-Verwalter zwar von der Vereinbarung vom 10« April 1954 Kenntnis hatte, aber am 9» Juni 1954 glaubte, Kröncke habe entsprechend seiner Zusicherung das in der Vereinbarung vom 10. Auf sich beruhen kann, ob den Beklagten gegen die Klägerinnen ein Schadensersatzanspruch wegen Verschuldens bei Vertragsabschluß erwachsen ist, wie das Berufungsgericht angenommen hat; denn selbst wenn dies der Fall sein sollte, begegnete doch die Auffassung des Berufungsgerichts, daß der Schaden infolge Mitverschuldens von den Beklagten nach § 254 BGB zur Hälfte zu tragen ist, auch bei Berücksichtigung de3 Sachvortrags der Beklagten keinen rechtlichen Bedenken. Die von den Beklagten erhobene "Einrede des nicht erfüllten Vertrages" ist entgegen der Auffassung der Revision auch insoweit nicht begründet, als die Beklagten Besitz und Eigentum des Warenbestandes.der Vergleichsschuldner deshalb nicht erlangt haben, weil der Schweizerische CflHHBI diesen Bestand auf Grund des Vertrages mit vom 1°° April 1954 im eigenen In- Die Beklagten haben, v/ic schon das Berufungsgericht festgestellt hat, dem Wortlaut ihrer Erklärung nach auch die Garantie dafür übernommen, daß der CflflHIHHHHB den Warenbestand zu Gunsten der Beklagten zu 1) übernehmen werde» Das Berufungsgericht ist dann allerdings zu der Überzeugung gelangt, daß diese Garantie nur unter der Voraussetzung ge- dacht, es könnte hinsichtlich dieser zu Gunsten der Beklagten zu 1) vorgesehenen Warenübernahme Schwierigkeiten geben, und mit Rücksicht darauf müsse bei Abwägung der beiderseitigen Belange davon ausgegangen werden, daß, wenn sie dies bedacht hätten, die Garantie nur unter der Voraussetzung der Möglichkeit der Warenübernahme für die Beklagte zu 1) gegeben worden wäre« Baran knüpft das Berufungsgericht die weitere Folgerung, die Garantie sei nicht für den Fall gegeben worden, daß der die Waren auf Grund des Vertrages vom 10. April 1954 selbst behalten und verwerten durfte« Biese Auslegung ist ungeachtet dessen, daß sie im v/esentlichen auf dem Gebiet der tatrichterlichen Würdigung liegt, für das Revisionsgericht deshalb nicht bindend, v/eil sic auf der unzureichenden Auswertung des vorhandenen Prozeßstoffes beruht (IM BGB § 135 (B) Nr« 3)« Bas Berufungsgericht hat insoweit die Entstehungsgeschichte und den Zweck der Erklärung vom 9« Juni T954 nicht hinreichend berücksichtigt. wie auch des interimistisch eintretenden Beklagten zu 2) entsprach aber jedenfalls eine Übernahmegarantie, die nur unter der Voraussetzung gegeben wurde, daß schlossenen Sicherungsvertrages im eigenen Interesse ver- Hiernach kommt es nicht darauf an, ob sich die Beklagten das Verhalten hinsichtlich des an den Übergebenen Warenbestandes unter dem Gesichtspunkt der AnseheinsVollmacht anrechen lassen müssen oder nicht«