BGH · III ZR 72/81 vom 29.11.1982
Originalentscheidung als PDF
PDF öffnen ↗Leitsatz / Zusammenfassung
Zivilsenat des Bundesgerichtshofs hat durch den Vorsitzenden Richter Prof. Die Revision des Klägers gegen das Urteil des 1. Gründe Soweit das Berufungsgericht in der Sache entschieden, nämlich die Abweisung der Klageanträge zu 1 und 2 bestätigt hat, kommt der Revision weder rechtsgrundsätzliche Bedeutung zu noch bietet sie im Ergebnis Aussicht auf Erfolg. Jedenfalls nachdem das Strafverfahren inzwischen zu rechtskräftigen Verurteilungen geführt hat, können die vorangegangenen Ermittlungen nicht mehr pauschal als ungerechtfertigt angesehen oder dem beklagten Land die Darlegungslast für ihre Rechtfertigung* auferlegt werden; der Kläger hätte vielmehr im einzelnen darlegen müssen, in welchen Fällen welche Maßnahmen nicht hätten durchgeführt werden dürfen. Soweit der Kläger sich darauf beruft, die Wirkung der zwischenzeitlichen Verurteilung für die Darlegungslast entfalle deswegen, weil die in unzulässigen Ermittlungen gefundenen Beweismittel einem Verwertungsverbot unterlegen hätten und die Verurteilung deswegen unzulässig gewesen sei, hätte es auch insoweit der Darlegung im einzelnen bedurft, welche Ermittlungen unzulässig gewesen sein sollen. Soweit sich die Klage auf zwei Einzelfälle von Kreditgebern stützt, bei denen später keine Verurteilung erfolgt ist (Dr. und Frau F|HB) > hätte es zur Schlüssigkeit - auch bei einem Feststellungsbegehren -der Darlegung bedurft, daß gerade durch pflichtwidrige Ermittlungen in diesen Fällen dem Kläger irgendein Schaden entstanden ist.