BGH · III ZR 48/93 vom 26.01.1995
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Zivilsenat des Bundesgerichtshofs hat durch den Vorsitzenden Richter Dr. Rinne und die Richter Dr. Engelhardt, Dr. Werp, Dr. Deppert und Schlick am 26. Die Revision der Beklagten gegen das Urteil des 16. 1. Im Ergebnis zu Recht hat das Berufungsgericht dem Kläger einen Schadensersatzanspruch zuerkannt. Dieser Anspruch ergibt sich aus dem zwischen den Parteien zustande gekommenen Auskunfts- und Beratungsvertrag. Die von ihm getroffenen tatsächlichen Feststellungen rechtfertigen jedoch die rechtliche Folgerung, daß zwischen den Parteien ein Auskunfts- und Beratungsvertrag zustande gekommen ist, aufgrund dessen die Beklagte verpflichtet war, den Kläger über die Risiken seiner Beteiligung an dem Erwerbermodell, insbesondere über die Bedenken gegen die Bonität der Betriebsgesellschaft, aufzuklären. Die in Nr. 4 der "Ergänzenden Vereinbarungen" zu dem Vermittlungsauftrag enthaltene Abkürzung der Verjährungsfrist auf 6 Monate - wenn sie überhaupt auf Ansprüche aus dem Auskunfts- und Beratungsvertrag bezogen werden kann - hält das Berufungsgericht mit Recht für unwirksam, weil sie den Kläger entgegen Treu und Glauben unangemessen benachteilige (§ 9 AGBG).