BGH · III ZR 42/63 vom 06.01.1964
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PDF öffnen ↗Leitsatz / Zusammenfassung
Bas ürstgericht hat die Verurteilung der Beklagten nicht nur auf § 839 BGB i.V. moArto 34 GG, sondern da— neben - für die vermögensrechtlichen Schäden •» auf eine Haftung der Beklagten als Halter des Motor-rollers nach § 7 StVG gestützt; dabei hat es den in Hede stehenden Betrag von 1000 DM als einen ver-mögensrechtlichen Nachteil angesehen« Es hat ein Mitverschulden des Klägers, für das die Beklagte beweispflichtig sei, sowie einen Ausgleichsanspruch der Beklagten aus § 17 StVG verneint und in letzterer Be^ Ziehung ausgeführt, selbst wenn der Kläger nicht i:n Sinne des § 7 StVG entlastet sein sollte, entfalle ein. Das Berufungsgericht, das in seinem Urteil auf die vom Erstgericht angenommene Haftungsgrunclage verweist, spricht sich in den Gründen seiner Entscheidung nicht eigens über eine Schadensersatzpflicht der Beklagten aus Amtshaftung oder kraft Halterhaftung aus, sondern befaßt sich allein mit dem Berufungsvortrag der Beklagten, nach dem -unter Hinweis auf eine ihn gemäß 17 StVG treffende Ausgleichspflicht - der Kläger einen Verschuldensanteil an dem Unfall zu tragen habe und im besonderen nicht einen Nutzungsausfall von 1000 DM beanspruchen könne« Hie zu heißt es in dem Urteil, ein Mitverschulden des Klägers könne nicht mit der erforderlichen Sicherheit festgestell werden, der Ansatz der 1000 DM als vermögensrechtlicher Sohaden sei nicht nur dem Grunde nach, sondern auch der Höhe nach gerecht!eitägt. Diese Ausführungen des angefochtenen Urteils sind dahin zu verstehen, daß sich das Berufungsgericht die vom Erstgericht angenommene Haftungsgrundlage zu eigen gemachtalso auch die vom Berufungsgericht dem Kläger auf seine Vermögensrechtliehen Schäden zugesprochenen Beträge als von der Schadensersatzpflicht der Beklagten aus § 7 StVG umfaßt bejaht hat. Wenn das Berufungsgericht hierbei von einem dem Kläger nach-/.uweisenden Verschulden spricht, statt von einer von ihm - übrigens auch gegenüber einer Haltung der Beklagten aus § 839 BGB, Art. 34 GG - zu vertretenden und gegebenenfalls von ihm als Schadensursache auszuräumenden Betriebsgefahr seines Personenkraftwagens, so mag dies allenfalls eine fehlerhafte Betrachtung des Ansprüche des Klägers auslösenden Tatbestandes sein; dieser Umstand ändert aber nichts daran, daß das Berufungsgericht im Anschluß an die Auffassung des Landgerichts eine grundsätzliche Schadensersatzpflicht der Beklagten für den noch in Rede stehenden Schadensbetrag von 1000 EM nicht nur nach J 839 BGB, Art. 34 GG? sondern auch nach § 7 StVG und als den Gegenstand eines Anspruchs bejaht hat, hinsichtlich dessen die Revision nur stattfindet, wenn der Wert des Beschwerdegegenstandes die Summe von 6000 EM ubersteigt ( § 546 Abs.1, § 547 Abs. 2 Ziff.2 ZPO)o Ba letzteres hier nicht zutrifft, ist für das Revisionsgericht die auf § 7 StVG zurückgehende Verurteilung der Beklagten zur Zahlung von 1000 Elfi nebst Zinsen hieraus unantastbar mit der folge, daß die Revision als unbegründet zurückzuweisen (vgl.