BGH · III ZR 42/56
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PDF öffnen ↗Leitsatz / Zusammenfassung
im Kriege beschädigtes Hausgrundstück erworben (Grund buch von Bd 204 Bl 8270) > Sie waren je zur Hälfte als Eigentümer im Grundbuch eingetragen» Am 5« Juli 1951 beurkundete dei Beklagte als Notar einen Vertrags durch den K^HK seinen Miteigentumsanteil auf den Kläger übertrug (Urkundenrolle 138/51)» Nach dem Vertrag übernahm es der Kläger 7 K^H^von allen Ansprüchen freizustellen9 die die Witwe Gr^il^^B aus dem Kaufvertrag und andere Personen aus den inzwischen vorgenommenen Aufbauarbeiten stellen konnten! Vor Eintragung der Eigentumsänderung im Grundbuch beurkundete der Beklagte am 12» Februar 1952 einen weiteren Vertrag (UE 40/52), durch den der Kläger das gesamte Grundstück mit der. Juli 1952, den Anträgen in der Verhandlung vom 12» Februar 1952 zu entsprechen» Die Geschwister Bgp wurden am 25 »Juli 1952 als Eigentümer des • gesamten Grundstücks im Grundbuch eingetragen * Dei Kläger meint, der Beklagte habe pflichtwidrig ver^-schuldet l daß er auch für den ersten Vertrag eine Grunder-werbsteuer zu zahlen habe, und nimmt ihn insoweit auf Schadensersatz in Ansprüche Zur- 'Begründung, hat er vor ge trägem Er habe nicht entsprechend dem Verträge vom $0 Dazu hätten ihm die Mittel gefehlt und die Gläubiger hätten KflP nicht ohne Zahlung aus der Mithaft entlassen wollen» .Auch zu einem vollständigen Aufbau hätten seine Mittel nicht gereicht, habe deshalb nach Mahnung und Er ist set zung Anfang Juli 1952 den Rücktritt von dem Vertrage erklärt, Er sei damit wesen, so schwister geteilt, für den e hätten da einverstanden gewesen? KflBP sei auch bereit ge-inen Miteigentumsanteil unmittelbar an die Ge-BflBP aufzulasseno Das Finanzamt habe ihnen mit-daß unter diesen Umständen eine Grunderwerbsteuer rsten Vertrag nicht zu zahlen sei. Grundbuchamt vorzulegeno Am 19« Juli 1952 habe er den Beklagten vergeblich ersucht, den trotzdem gestellten Antrag surückzunehmeno und der Kläger hätten die Geschwister auch veranlassen wollen, mit ihnen beiden neue Vorträge zu schließen* Das habe der Beklagte durch sein Verhalten verhindert , Jetzt müsse der.Kläger für den ersten Vertrag eine Grunderweijbsteuer von 2 450 DM zahlen? Der Kläger hat zunächst einen Teilbetrag geltend gemacht und beantragt, den Beklagten zur Zahlung von 100 DM nebst Zinsen zu verurteilen, Der Beklagte hat Abweisung der Klage beantragt und ausgeführt $ Die Geschwister hätten ihm am 14o Juli 1952 1952 zur Rücknahme des Antrages habe er erhalten, doch hätte nicht mehr rückgängig machen können, weil das Grundbuchamt ihn bereits in Bearbeitung genommen habe Bas Landgericht hat die Klage abgewiesen0 Im Berufungsrechtszug hat in der mündlic nes Versäumnis der Kläger seinen Antrag um 2 350 EM erhöht, hen Verhandlung jedoch zunächst nur Erlaß ei-Urteils.gegen den nicht erschienenen Bekiagten dahin beantragt, unter Abänderung des angefochtenen Urteils den Beklagten rufungsgericht gers zurückgew zur Zahlung von 100 EM zu verurteilen0 Das Be-hat durch Teilurteil die Berufung des Kläre sen, Mit der Revision verfolgt der Kläger den Teilanspruch in Höhe von 100 Eil weiter» Eer Beklagte bittet um Zur ückwe i s ung de r Bevi s i on« Eie beiden Vordergerichte halten die Klage für unbegründet , weil die Aufhebung des ersten Vertrages einen Mißbrauch bürgerlichrechtlicher Gestaltungsmöglichkeiten zur Umgehung einer Steuerpflicht darstelle, so daß keine Steuerbefreiung möglich gewesen und dein Kläger kein Schaden entstanden seit n von der Revision erhobenen Bedenken greifen teilweise durch Eie Eevisibn rügt zunächst als Verfahrensfehler, daß das Berufungsgericht bei dem Antrag auf Erlaß eines Ver-Säumnisurteils gegen den nicht erschienenen Beklagten nicht das gesam Bexufungs ZPO) o Bex mit Gründe e tatsächliche Vorbringen des Klägexs aus dex Begründung als zugestanden exachtet habe (§ 54-2 Kläger meint, insoweit sei das Urteil auch nicht n versehen (§551 Kr 7 ZPO)» § 21 HKotO hat ein Kotar den Schaden zu erset zen, entsteht, daß er- vorsätzlich oder fahrlässig die anderen gegenüber obliegende Amtspflicht verletzt ortrag des Klägers hat der Beklagte einer aus- GBO)* Der Beklagte mußte den Kläger auf die tt hinweisen und verletzte wiederum seine zurückzunehmen lieh gewesen, w arbeitühg genora bedürftig (§31 Formbedurft igke Amtspflicht, wenn er nicht für formgerechte Anträge sorgte» Der Beklagte war zu seinem Vorgehen nicht etwa auf Grund der Anweisung der Geschwister Bflp befugt» Bei der Verhandlung vom 12» Februar 1952 war der Beklagte für den Kläger und die Geschwister BflB tätig geworden» Zwar war der Beklagte verpflichtet, den Weisungen der Geschwister nachzukommen und hat er die Anträge auch für die.Ge'schwiet.er BfP gestellt oder weitergeleitet »Denn wenn der Notar bei Einreichung der Urkunde nicht erklärt, i n wessen Damen er handelt, d ann hat er die Anträge für alle Personen einge- : r e icht, die überhaupt antragsberechtigt waren (Guthe-Triebel GBO 6*Aufl § 15 Anm 17;)» Die GeschwisterüBflP konnten aber Anträge nur gemäß der Verhandlung vom 12» Februar 1952 stellen* Diesen Anträgen konnte das Grundbuchamt erst stattgeben, wenn der Kläger als Eigentümer des ganzen Grundstücks einge- ^widerruflich und war aber anders als eine Eintragungsbewilligung jederzeit hier nach der Behauptung des Klägers im durfte.er diese Urkunde dem Grundbuchamt nicht mehr als Beweismittel für die Zustimmung zur unmittelbaren Eintragung der Geschwister Bange Ürner einreichenn Ohne die behauptete Pflichtver-s Notars hätten also die Geschwister Bip allein des Vertrages vom 12. Denn die Grunderwerbsteuer wird Abs 1 GrEStG nur dann erstattet oder nicht erho-ein Erwerbsvorgang rückgängig gemacht wird, bevor das Eigentum am Grundstück auf den Erwerber übergegangen isto Dem muß der Übergang sogar auf einen weiteren Erwerber gleich-■ stehen o.Dem Kläger wäre allerdings durch die behaupteten' Pflichtverletzungen des Beklagten kein Schaden entstanden, wenn auch bei Durchführung seiner Pläne die Grunderwerb-steuerpflicht für den ersten Vertrag bestehen geblieben wäre Das Berufungsgericht nimmt das an? weil die Maßnahmen des Klägers eine steuerrechtlich unbeachtliche Umgehung der Steuerpflicht gewesen wärep Dabei würdigt jedoch das .Berufungsgericht den Vortrag des Klägers nicht richtigo Die pflichtung stimmt jed Gruhderwerbsteuer entsteht mit Abschluß des Ver-jschäfts (§ 1 GrEStG) <> § ^ Äbs 1 GrEStG beiochs Wird ein Erwerbsvorgang rückgängig gemacht, bevor .das Eigentum am Grundstück auf den Erwerber übergegangen ist, so wird erstattet, lo wenn die von 2 Jah stattfind 2o wenn die and der B Rechtsansprüche auf .Antrag die Steuer nicht erhoben oder Aufhebung durch Vereinbarung* = „ * innerhalb :en seit der Entstehung der Steuerschuld et; : ■ s chäfts ges taltung denn der Steuerpfl günstigere Geschäf Grund stücksveräuß e selben Grundstücks prechung der Pin ine Umgehung dann dies Vertrages tats der Annahme eines Mißbrauchs entgegen; ichtige darf stets die für ihn steuerlich tsform wählen* Bei der Aufhebung eines rungsverträges und der Veräußerung des-an einen Dritten liegt nach der Recht-nzgerichte, der sich der Senat anschließt ? nicht vor, wenn die Rückgängigmachung ächlich durchgeführt wird und wenn dem Ersteiwerber das weitere Schicksal des Grundstücks gleichgültig ist * Dagegen ist es eine Umgehung, wenn der bisherige Zustand im wesentlichen wirtschaftlich aufrecht erhalten bleibt? der bei wirtschaftlicher'Betrachtung die Rückgängigmachung des ersten Vertrages rechtfertigte, Damit wird es dem Vortrag des Klägers in der Berufungsbegründung nicht gerecht? stellen; das sei ihm nicht gelungen* weil ex zur Befriedigung der Gläubiger nicht genug Mittel besessen habe und diese es abgelehnt hätten* vorher den aus seiner Schuld zu entlassen, :wiederum habe ein dringendes Interesse daran gehabt* von dieser Haftung endlich frei zu werden * nachdem er seinen Grundstucksanteil verkauft hattet Deshalb sei von dem Vertrage zurückgetreten und habe nunmehr mit der anteii einen ei diese zunächst der Kläger eine schließen wolle fügt hätte. Dann hätte auch n neuen Vertrag mit den Geschwistern Bfl^ n* durch den er nur über seinen Antei1 Vereinen solchen Gestaltung und einem solchen r Kläger über den Anteil des KflHP nicht mehr im eigenen wirtschaftlichen Interesse verfügt * weil K** seine Gegenleistung selbständig mit den Geschwistern vereinbaren sollte. Der Versuch* das Grundstück unter völliger Befreiung des von den aus dem Erwerb rbindlichkeiten durch den Kläger allein aufverwerten* sei mißglückt; deshalb hätten sich emüht* das Grundstück an einen Dritten und inen der beiden Miteigentümer zu veräußern, hätten sie beide über ihren Anteil einen neben: Veräußerungsvertrag geschlossen und wären so vorge gangen* als wenn der erste Vertrag nie geschlossenhwoiden wäre« Da die Geschwister am Erwerb des Grundstücks interes- siert waren* lag es nahe* diese neuen Verträge mit ihnen zu schließen« Das alles waren vernünftige wirtschaftliche Erwägungen gewesen* die zwar nur eine einmalige Grunderwerbsteuer für das Grundstück ausgelöst hätten* aber nicht mehr als mißbräuchlich im Sinne des Steuerrechts zu bezeichnen herrührenden Ve zubauen und zu beide nunmehr b nicht mehr an e In diesem Palle waren Das Berufur.gsurteil läßt sich daher mit der bisherigen Begr dereih klär Auf he Ein ihm und Sinn gefüh ledigt ündung nicht halten.»