BGH · III ZR 37/51
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als Beauftragten des Viehwirtschaftsverbandes NiederSachsen beschlagnahmt und noch in demselben Monat von dem Kr eisland w ir ts c h af t s -amt durch Schlachtung verwertet« Die an den Ehemann FfBl gPP gerichtete Beschlagnahme Verfügung des Viehwirt-schaftsver'bandes Niedersachsen vom 21, Januar 1948 gründet sich ihrem, ’«ortlaut hach auf die allgemeine Anordnung des ' vor'bezeichneten. Der Kläger hält die Beschlagnahme und Verwertung der Färse für ungesetzlich« Frau habe den Ee- Der Kläger beziffert den ihm durch.die Verwertung der Färse entstandenen Schaden auf mindestens S00 DM und macht das beklagte Land wegen dieses Betrages und der Zinsen aus dem Gesichtspunkt der Amtspflichtverletzung (Art 131 WeimVerf in Verb mit § 839 BGB) haftbar. nicht auf zukommen habe"; Im übrigen sei die Beschlagnahme auch gerechtfertigt gewesen, wie sich insbesondere aus § 10 der Verordnung zur Änderung der Verordnung über die öffentliche Bewirtschaftung von Tieren und tierischen Erzeugnissen vom 21 . Auf Streitverkündung ist ihm der Landestreuhänder für die Verwaltung des Vermögens des Reichsnährstandes im Lande Niedersachsen als Streitgehilfe beigetreten= Das beklagte Land bittet um Zurückweisung der Revision, Ent s c he id ungs gr ündes Die Revision konnte keinen Erfolg haben* Er habe die Beschlagnahme• 'als Beauftragter des mit eigener Rechtspersönlichkeit ausgestatteten Viehwirtschaftsverbandes Niedersachsen vorgenommen; dieser Marktwirtschaftsverband sei Mitglied des Reichsnährstandes gewesen, der ebenfalls eine Körperschaft des öffentlichen Rechts mit eigenem von dem des Reichs getrenntem Vermögen gewesen sei0 Ber Reichsnährstand sei erst durch das V am 5. März'1948 in'Kraft'getretene -Gesetz über die Auflösung des Reichsnährstandes im Vereinigten Wirtschaftsgebiet vom 21« Januar 1948 (GBl Ver WiGeb 1948« 21) aufgelöst worden« Bach § 1 Abs 2 Satz 2 dieses Gesetzes seien die Marktwirtschaftsverbände, zu denen auch der Viehwirtschaftsverband Kiedersachsen gehört habe, erst zu dem 30 * Juni 1948 aufgelöst wordent- Bis dahin hätten sie ihre frühere 'Tätigkeit weiter aus geübt (§2 des Gesetzes zur Oberleitung - von - Befugnissen -.auf -dem Gebiete der Ernährung, Landwirtschaft, und Ff- . 21 0 Januar fl948 von dem Angestellten 'V(0p| : mmjßi ' der Beschlagnahme der Färse des Klägers etwa begangene Amtspflichtverletzung hafte daher nicht das beklagte' Land«. Bas Vermögen des Reichsnährstandes werde weiter durch Treuhänder verwaltet und hafte für die gegen den Reichsnäbr stand bestehenden Forderungen (Erste Verordnung zur Durchführung des Gesetzes über die Auflösung des Reichs nährstandes im Vereinigten Wirtschaftsgebiet - O.'retihän-'derverOrdnung zu dem Gesetz über die Auflösung des Kelchs-nährstandesi-.1vom 4oV Februar 1949> Amtsblatt für Ernährung, .Landwirtschaft und Forsten; 1949, 33 - V0B1 BZ 1949p 49)«Der Reichsnährstand mit seinen Unterorgani-;sationen sei zwar seit' Kriegsbeginn; der.-(Lenkung durch den Reichsern' hx lings minis ter unterstellt ■ gewesen« I'ureh, die verstärkte Staatsaufsicht seien aber ;die)j1af kt wirtschaftsverbände Ikeine Organe des Staates geworden« Sie hatten ebenso wie der ihnen übergeordnete Reichsnähr-stand bei derDurchführung ihrer Aufgaben auch eine weitgehende Ermessensfreiheit behalten« 2c) Die Revision bemängelt, dass das Berufungsgericht die rechtliche Stellung des Reichsnährstandes und der ihm als eine Art Hilfsorganisation angeschlossenen Verbände nicht genügend geprüft und gewürdigt habe» Der Reichsnährstand habe nach seinem Aufbau und seiner Ziel-Setzung ausschliesslich die Aufgabe gehabt, die Belange der deüts-chen Landwirtschaft nach einheitlichen' Gesichtspunkten zu wahren und den ihm zugehörigen Personenkreis zu betreuen und zu fördern» Als Körperschaft des öffentlichen Rechts sei er keine staatliche Einrichtung und auch keine Behörde in verwaltungsrechtlichen Sinn gewe- rung und Abwicklung der marktordnenden Aufgaben gebildeten Zusammenschlüsse (Hauptvereinigungen und Wirtschaftsverbände) seien selbständige Körperschaften des öffentlichen Rechts und dem Reichsnährstand angeschlossen gewesen» Es habe sich um rein berufsständische Organisationen gehandelt, die,,niemals staatliche Punktionen hätten wahr-,nehmen können, da diese ihren Aufgaben und ihrer Zielsetzung widersprochen haben würderL Als mit Beginn des zweiten Weltkrieges die Reichsregierung im Interesse der Sicherung der Volksernährung Massnahmen zur Bewirtschaftung der Nahrungsmittel getroffen habe, seien den Hauptabteilungen bezw» Abteilungen III des Reichsnährstandes, denen bis dahin im wesentlichen-die Regelung des Marktes der landwirtschaftlichen Erzeugnisse obgelegen habe, die-Aufgaben der Ernährungs verwaltung :zugewiesen worden» Diese Abteilungen seien damit aufgabenmässig und auch rechtlich Teile der staatlichen Verwaltung geworden«. Rur die Hauptabteilungen I und II hätten unter cer bisherigen Bezeichnung ’’Reichsbauernführer", "Randes-” und "iCreisbauerh-schaft" die Aufgaben der berufsständischen Selbstverwaltung weiterhin durchgeführt» Die Aufgabe der ernährungs-wirtschaftlichen Verwaltung hätte als hoheitliche und rein staatliche; Angelegenheit nur von staatlichen Stellen ausgeübt -serden könnenc Hierbei habe sich die Staats-Verwaltung nur ganz bestimmter, Abteilungen (III) des Reichsnährstandes; bedient, die ausschliesslich als Teile der staatlichen Verwaltung tätig geworden seien, und zwar als Landes- (Provinzial-): oder iCreisernährungsamt Abteilung Ä„ Soweit Stellen des Reichsnährstandes er-:. nährungswirtschaitliche Aufgaben wahrgenommen hatten, seien, sie ;nach .den - x leg swir tr cl a I im bö bir mu schliesslich als Organe der staatlichen Hohe!tsVerwaltung tätig gewesen, Labei seien auch die Kauptvereini-gUngen mit ihren Unterverbänden5: die in der Durchführung ihrer Aufgaben ihre; Weisungen von der Hauptäbiei-III des Reichsnährstandes erhalten hätten, als in die staatliche Ernähr ungs verwalt ung einen, Lach dem Zusammenbruch seien auf aus-kliche Anweisung der britischen Militärregierung die Einricht ungen des- Eeic hsnähr Standes - und. Es habe nur eine Umbenennung der Einrichtungen des Reichsnährstandes stattgefunden (z„B» "Land-wirtschaf tskämmer" statt "Landesbauernschaf t", "Rreis-landwirtschaftsamt" statt "ICreisbauernschsft" ) „ Durch den Zusammenbruch und durch die Umbenennung seien aber ln rechtlicher Hinsicht keinerlei Änderungen der., berufsständischen Organisation einerseits und der staatlichen. den, Hach der mit Wirkung vom 1, Kovember 1946 erfolgten Bildung des Landes ITiedersachsen sei ;:auf Grund’ der Beschlüsse des Staatsministeriums vom 24, Juni und 6,, August 1947 die organisatorische Trennung-zwischen der ■berufsständischen landwirtschaftlichen Verwaltung auf der einen Seite und der staatlichen ErnährungsVerwaltung auf der- andern- Seite ausdrücklich klargestellt worden, ohne dass hiermit eine rechtliche Änderung des 'bisherigen Zustandes beabsichtigt gewesen sei e Pur die Präge der Am.tshaftung der im Bereich der Ernährungsver-waitung tätigen Personen' und der Passivlegitimation des beklagten Landes könne nicht die Dienstzugehörigkeit imt Sih^^he;;^ Beamtenrechts, sondern nur die Ausübung hoheitlicher - Beiugnisse : massgebend sein, Bit dem Inlcf afttragen der Kriegswirtschaftsbestimm'ungen und mit der Unterstellung des ■■Reichsnährstandes unter den Reichsminister für -.Ernährung .und Landwirtschaft seien die Beamten und .Angestellten der Er nähr ungs ve rw a 11 ung, nämlich der Abteilungen III und der wirtschaftlichen Zusammenschlüsse - auch soweit ihre Dienstherren im beamtenrechtlichen und haushaltsrecht liehen Sinn der Reichsnährstand und die ihm eingegliederten wirtschaftlichen Zusammenschlüsse gewesen seien - ausschliesslich als ausführende Organe der staatlichen Ernährungsverwaltung in Tätigkeit getreten? als Dienstangehörige einer berufsständischen.Organisation hätten sie niemals die staatlichen Hoheitsaufgaben der Ernährungsverwaltung mit -ihrem ungeheuren Zwang, der sich nach dem Zusammenbruch infolge der erschwerten Ver- Eie Ausführungen der Revision sind nicht geeignet, die vom Berufungsgericht vertretene Auffassung zu erschüttern, Die Revision verkennt die rechtliche Bedeutung der dem Reichsnährstand und seinen Unteror.ganis.a-tionen. 4«) Im vorliegenden Pall sind jedoch dem Reichsnährstand und seinen .UnterOrganisationen - nicht etwa persönlichstes tinimten Angestellten und Beamten - im Rahmen der Ernährungsverwaltung Aufgaben der staatlichen Ho- ■ heifs Verwaltung übertragenworden, wie die Entwicklung . a) Nachdem das Reich durch das Gesetz über die Zuständigkeit des Reichs für die Regelung des ständischen Aufbaues der Landwirtschaft vom 15. Juli 1933 (EGp.1 1, 495) die ausschliessliche Gesetzgebung auf diesem Gebiet übernommen hatte, wurde der Reichsminister für Ernährung und Landwirtschaft durch das Gesetz über den vorläufigen Aufbau des Reichsnährstandes und Eassnahmen zur Markt- und Preisregelung landwirtschaftlicher Er- ; für Ernährung und Land- ('d Wirtschaft konnte den;Reichsnährstand oder einzelne seiner ( t UDi'cn ej lächtigeh j die Erzeugung)' den Absatz sowie die Preise'- und Preisspannen von ■landwirtschaftlichen Erzeugnissen zu regeln, wenn dies unter Würdigung der Be- 15c Januar 1-934 (RGBl I, .32) die einheitliche Zusammenfassung der landwirtschaftlichen Genossenschaften und durch die Dritte Aufbau-Verordnung vom I6,t. Februar 1934 (RGBl I, 100) die Zusammenfassung des 'Landhandels sowie der Be- und Verarbeiter landwirtschaftlicher -Erzeugnisse gesichert worden waren, dehnte die Vierte Aufbau-Verordnung .vom 4> Februar 1935 (RGBl I, 170) den Kreis der ReichsnährStandsangehörigen'auf diejenigen Zusammenschlüsse aus, die für Zwecke der Earktordnnng nachw§. Der Reichsnährstand erhielt bestimmte Aufsichtsrechte über die Zusammenschlüsse„ Er hatte u a darüber zu flächen dass die Zusammenschlüsse bei ihren Anordnungen und Massnahmen die Bedürfnisse der jeweils beteiligten Marktgebiete gebührend berücksichtigten5 ihre Anordnungen und Hassnahmen mit den vom Reichsnährstand wahr zunehmend er, Aufgaben in Einklang:'-brachten und den Belangen der G-esa'mtvjirt--schaft und des Gemeinwohls Rechnung trugen (§ 2)P Eie Tätigkeit des Reichsnährstandes erschöpfte sich also nicht in der berufsständischen Betreuung seiner'bäuerlichen Mitglieder, sondern erstreckte sich darüber hinaus auch, auf die Ordnung des landwirtschaftlichen Marktes„ sens und des Landhandeis sowie die Betreuung der oben genannten- Zusammenschlüsse des Reichsnährstandes als : 0 ; Träger der Marktregelungen,. 'vertreten, wie die' Revisions meint, sondern • eine den Hotwendigkelten der .Gesamtwirtschaft und;des Gemeinwohls Rechnung tragende Marktregelung durchzuführen, die schon im Frieden Hassnahmen er- forderlich machen konnte, die nicht immer den Wünschen der-' bäuerlichen Mitglieder;entsprachen» Auf Gr und der . Zutreffend weist das beklagte Land darauf hin, dass die Entwicklung der Marktgesetzgebung deutlich gezeigt habe, wie die volkswirtschaftliche Zielsetzung der Zusammenschlüsse immer stärker in den Vordergrund getreten; sei,'so'dass davon hätte abgesehen werden können, unmittelbar durch den-Staat marktregeinde Bestimmungen zu treffen» Die Zusammenschlüsse aus Erzeugern, Be- und Verarbeitern und Verteilern landwirtschaftlicher Erzeug-nisse hätten keineswegs nur der privatwirtschaftliehen Rentabilität, sondern auch der volkswirtschaftlichen Produktivität gedientP Die den Zusammenschlüssen einge-räumten Rechte .hätten der richtigen' Gestaltung:der Märkte gediente Gerade deshalb sei es auch möglich gewesen, diese Zusammenschlüsse mit Aufgaben der öffentlichen'Bewirtschaftung zu 'betraueno Ohne dass an ihrer Rechtsstellung etwas hätte geändert zu werden brauchen; seien] sie in ihrer Eigenschaft als Körperschaften des öffentlichen Rechts als Träger der Bewirtschaftung unter Beibehaltung ihrer;friedensmässigen Aufgaben zur Ordnung des landwirtschaftlichen Marktes geeignet gewesen. Um die Bewirtschaftung durchzuführen, hätten der Reichsnährstand und die Zusammenschlüsse nicht "Behörden" zu werden brauchen; wie die Revision meine, sondern Selbstverwaltungskörperschaf ten bleiben können, denen zu dem Voll zug der aus eigenem Recht getroffenen Anordnungen durch Gesetz staatliche Hilfe bereitgestellt worden sei0 b) Als mit Beginn des zweiten Weltkrieges, im Interesse der Sicherung der Volksernährung Massnahmen zur Bewirtschaftung der Nahrungsmittel getroffen werden muss ten, war es geradezu selbstverständlich, dass sich der Staat hierzu auch des Reichsnährstandes und seiner ün-terorganisationen bedientec Durch § 2 der Verordnung über die Wirtschaftsver-vialtung vom 27» August 1939 (RGBl I, 1495 mit Änderung . vom 28o November 1939, RGBl I, 2315) wurde der Reichs-minister für Ernährung und Landwirtschaft ermächtigt, ], Dienststellen, Organisationen der wirtschaftlichen Eigenverwaltung und sonstige Dienststellen, die zu seinem Zuständigkeitsbereich, gehörten,3ganz■oder teilweise der staatlichen Verwaltung zu unterstellen, in staatliche Verwaltungsbehörden einzugliedern oder aufzulösenp • Der Reichs nähr stand wurde aber v;eder aufgelöst noch in eine staatliche Verwaltungsbehörde eingeglie-dert, sondern gemäss § 6 Abs 1 der Verordnung "in seiner Gesamtheit dem Reichsminister für Ernährung und • Landwirtschaft' unterstellt"0-Die im Bezirk der Obersten 'Landesbehörden, in-.'Preüssen.. der ^ Ober Präsidenten, zustan-digen Dienststellen und Gliederungen des Reichsnährstandes wurcben den bei diesen Behörden gebildeten Landes- • (Provinzial-) Ernährungsa.mtern unterstellt. Diese Regelung wurde im wesentlichen durch die Verordnung über die Eeichsverteidigungskommissare und die Vereinheitlichung der.WirtschaftsVerwaltung vom 160 November 1942 (RGBl I, 649) beibehalten, Diese Verordnung enthielt u a eine räumliche. den sollen; mit Rücksicht auf die Selbständigkeit der Abteilungen A und E habe der P.eichsminister für Ernährung. Und Landwirtschaft alle Weisungen an die Landeser-nährungsämter stets gesondert sowohl an die Abteilung A als auch an die Abteilung B gerichtete Auch das in der vorn Eeichsminister für Ernährung und Landwirtschaft im Einvernehmen mit dem- Eeichsmini™ ster de$? Inneren erlassenen Geschäftsordnung für die Landes- (Provinzial-) Ernährungsämter und Ernährimgsämter v o m 1 „ D e z e mb er 19 3.9 - 11/ 1a 51^2 - auf gestellte Sc he rna entspricht der straff durchgeführten Organisation der Hauptabteilungen I, II, III.des' Danach haben aber nicht nur, wie die Revision meint, die Hauptabteilungen bezv; W Abteilungen III des Reichsnährstandes,, sondern auch die Hauptabteilungen bezw» Abteilungen I und II Aufgaben im Rahmen der öffentlichen Bewirtschaf tung durchgeführti Leiter dieser Gliederungen des Reichsnährstandes waren die Landesbauernführer und Kreisbauernführer; sie blieben dafür als Bauernfübrer ehrenamtlich weiter tätige Soweit sie gleichzeitig als Leiter des Landes- (Provinzial-) Ernährungsamts oder des Ernährungsamts (Amtsleiter) berufen wurden, waren sie Ehrenbeamte auf Widerruf im Sinne der §§ 30, 14-9 DBG* Durch diese ’’Personalunion" wurden aber die Landes- und Kreisbauernschaften nicht berührt» Sie blieben Gliederungen des Reichsnährstandes c, Ihre Beamten und Angestellten traten nicht in den Staatsdienst, sondern blieben Beamte und Angestellte ihrer Anstellungskörperschaft (Reichsnährstand)» Der Reichsnährstand war Dienstherr dieser Beamten und Angestellten und selbst verantwortlich für ihre-Auswahl. _ °> hofes, nicht aber einem Landes- oder ;Provinsial-Präfungs amt„ Der Reichsnährstand wurde in seiner Gesamtheit und nicht etwa, wie.die Revision meint, in einzelnen Abteilungen dem Reichsminister für Ernährung und Landwirt- -schaft unterstellt. Landrät), Im üb: gen würde .aber auch ein fachliches Weisungsrecht staatlicher Dienststellen für sich allein noch keine Amtshaftun) des Staates begründen,. Wie das beklagte Land weiter zutreffend ausführt, wird die Aufrechterhaltung der Selbständigkeit bei den wirtschaftlichen Zusammenschlüssen des Reichsnährstandes noch deutlicher. - Auf Grund der Zusammenschluss Verordnungen .verfügten sie'als - Körperschaften des öffentlichen Rechts über Anordnungsgewalt, Beitragsrecht und Ordnungsstrafgewält. Sie unterstanden der Leitung eines ehrenamtlichen Vorsit senden und behielten ihre eigenen Haushalts- und Anstellungsbefugnisse, Dabei hatten die Hauptvereinigungen ge-igenüber den V/irtschaftsverbänden den Charakter einer "Dienstaufsiohtsbehörde"„ Im übrigen bestand die Auf-sicht des Reichsnährstandes, insbesondere der Hauptabteilung " III „ Von entscheidender Bedeutung für die Beurteilung des vorliegenden Falles ist die Verordnung über die öffentliche Bewirtschaftung von -Tieren und tierischen Erzeugnissen vom 70 September 1939 (RGBl I, 1714, mit Ergänz ungs Verordnungen), Danach wurde die Durchführung der öffentlichen Bewirtschaftung der HauptVereinigung der deutschen Viehwirtschaft übertragen, die schon im Frieden Trägerin der Marktordnung des Reichsnährstandes auf dem. Gebiet des Vieh- und Fleischverkehrs ’war „ Sie be- • diente sich hierbei der Viehwirtschaftsverbände und Markt Gemeinschaften, die auf Grund der bereits erwähnten Verordnung zur Regelung des Verkehrs mit Schlachtvieh vom 27.0 Februar 1935 errichtet worden sind und denen die dort in § 1 genannten Betriebe angeboren. Sie konnten zur Sicherung der Fleischversorgung die Ablieferung von Bieren ohne Rücksicht auf ihren Verviendung’szweck, also auch solcher Tiere verlangen, die nicht unmittelbar der Schlachtung - angeführt werden sollten .(Nutz- und Zuchtvieh). den Marktbeauffragten auf Grund der Verordnung zur Regelung des Verkehrs mit Schlachtvieh vom 27» Februar.1935 sowie der dazu ergangenen Anderungsverördnb.ngen und Satzungen zustanden, und die von ihnen getroffenen Anordnungen nach Massgäbe des § 35 der Verordnung über die öffentliche Bewirtschaftung vonglangwirtschäffliehen Erzeugnissen unberührt blieben, soweit sie.nicht den Vorschriften dieser Verordnung entgegenstanden. 4945 auf' schäften langen d bestehen Verordna der öffentlichen Bewirtschaftung bestehen blieben0 Diese Zusammenschlüsse wurden zwar im verstärkten Maße Träger staatlicher Auftragsangelegenheiten, aber nicht staatliche Behörden» Die Ansicht der Revision, dass berufsständische Organisationen niemals staatliche Punktionen hätten wahrnehmen können, da diese ihren Aufgaben und Zielsetzungen widersprochen hätten, muss nach alledem als rechtsirrig bezeichnet werden. c) Der Reichsnährstand und die Y/irtschaftsverbände sind entgegen der Ansicht des Landgerichts mit dem Zusammenbruch am 8, Mai 1945 keineswegs untergegangen <, Wie die landwirtschaftlichen Richtlinien Nr 1, die am 28» April Befehl der Militärregierung an die Landesbauernr-,. Nr 15 der ■■Entscheid ungs Sammlung S' 160), und zwar die landesbauern-schäften und Kr ei sbauerns c haften mit der Verkündung des Gesetzes (§ 11), die Wir tsc hafts verbände .jedoch erst zu dem 30c Juni 1948 (§ 1 Abs 2)1 Bis zur Auflösung wurde die Porsten des Vereinigten Wirtschaftsgebietes v;ahrgenommen„ Each dem Zusammenbruch'wurde die.Landesbauernschaft in landvjirtschaftskammer und die Kreisbaüernschaft, in Kreis-landviirtschaf tsarnt umbenannt „ Wie auch-'die Revision nicht verkennt« sind hierdurch in rechtlicher Hinsicht keinerlei Änderungen erfolgtL.deshalb konnte auch der Viehwirt-- vom 10u Kärz 1947 erlassene Auf Grund dieser Anordnung hat der Angestellte als Beauftragter! des Viehwirtschaftsverbandes:am 213, Januar\1948 die Beschlagnahme der Färse des Klägers vor genommen.; 5.) An der rechtlichen Wertung der vom • Vi'ehwirt sc haftsverband ausgeübten Punktionen hat sich auch durch den Beschluss des Hiedersäcbsischen Stäatsministeriums betr die staatliche Ernährungsverwaltung vom 6„ August 1947 (ABI ; für Eiedersachsen "19471 162) nichts'geändert». das beklagte Land meint, lediglich "eine programmatische Erklärung -zur Vorbereitung des Gesetzes über die : ErnährungsVerwaltung im Lande Niedersachsen vom 5* April 1943" (CtVBI ITds 1948, 49) darstellt, kann unerÖrtert bleiben« Der Erlass hätte eine durch Gesetz oder Verordnung gebildete Körperschaft des öffentlichen Rechts nicht auf-lösen können; er konnte nur bestimmen, dass die im Land Niedersachsen befindlichen nicht rechtsfähigen Unterglie-derungen dieser Rechtsperson des Reichsnährstandes nach dem Portfall der Aufsichtsinstanz des Reichsministers für Ernährung und Landwirtschaft über die rechtsfähige Person des Reichsnährstandes nunmehr der Staatsaufsicht des Ministers für Ernährung,,Landwirtschaft und Porsten des am I «: November 1946 ; durch Verordnung Kr 55 der britischen Militärregierung (ABI BrHilReg S■341) gebildeten Landes Mieder Sachsen unterstellt werden; der Färse, eine Amtspflichtverletzung begangen hat, trifft die Sacliverpflichtung nach der Rechtsprechung des Senats den Viehwirtschaftsverband als Anstellungskörperschaft,-Nachdem inzwischen durch das Gesetz des Y/irtschaftsrats vom 21« Januar 1948 der Reichsnährstand im Vereinigten Wirtschaftsgebiet mit Wirkung vom 5» März 1948 aufgelöst worden ist, muss es dem Kläger überlassen bleiben, seine Klagforderung gegen den Streitgehilfen geltend zu machen,.. Die TreuhanderSchaft betrifft nicht nur das Vermögen des früheren Reichsnährstandes, sondern auch der mit eigener Rechtspersönlichkeit ausgestatteten, dem Reichsnährstand als Mitglieder angehörenden Zusammenschlüsse (Zweite Verordnung zur Durchführung des Gesetzes über die Auflösung des Reichsnährstandes im Vereinigten Y/irtschaftsgebiet vom 4o Februar 1949, Amtsblatt für. Fach § 2 Abs 'i des Auflösungsgesetzes ist die Bestimmung über das Vermögen des Reichsnährstandes einer besonderen gesetzlichen .Regelung Vorbehalten, die bisher nicht erfolgt isto Deshalb ist das Vermögen des Reichsnährstandes und der Zusammenschlüsse auch nicht auf den Bund oder die Länder Libergegangen, sondern dem Haupt- be zw Landestreuhänder in Verwaltung übergeben worden* Wie bereits in anderem Zusammenhang ausgeführt worden ist, haben die Beschlüsse des Staatsministeriums vom 24o Juni und 6:, August 1947 keine rechtliche Änderung für den Reichsnährstand und seine Unterorganisationen herbei-geführte Es hat sich bei diesen Beschlüssen auch nicht um ' Massnahmen zur Auflösung "des Reichsnährstandes gehandelt, die nach § 9 des Gesetzes vorn 21* Januar 1948 möglicherweise rechtswirksam hätten bleiben können* Das Staatsministerium eines Landes wäre »-auch nicht in der Lage gewesen, ’durch Beschlussalso durch hoheitlichen Verwaltungsakt, eine durch reichsrechtliehe Verordnung gebildete Körperschaft des öffentlichen Rechts aufzulösen* Das Gesetz über die ’Ernährungs very;altung im lande Hiedersachsen vom 5c April 1948 ist erst am 14* Hai 1948g also nach dem Reichsnährstandsauf lös ung’sge setz und nach der streitigen Beschlagnahme in Kraft getreten* 7o) Aus dem Gesetz vom 21 * Januar 1948 kann schli.ess-lich auch nicht ■aus ; dem-Gesichtspunkt der,- VEehördensaccession" oder dei idunfetiohshächfolge eine. Haftung des beklagten Landes für Amtspflichtverletzungen der Beamten und'Angestellten:des- Reichsnährstandes und' ihrer 2usam-imlhachlüsse hergeleite b werden* Aus § 3 Abs IldesGe set-":'-'..' z$ß ?/ wonach die Aufgaben auf dem Gebiete der Ernährungs-Wirtschaft nicht einmal auf den -Staat - übergehen, .sondern .von den ’obersten La.ndesbehöräen für Ernährung. Landwirtschaft und Porsten sowie ihrer-nachgeordneten Stellen und von dem Direktor der Verwaltung für Ernährung, Landwirtschaft und Porsten des Vereinigten Wirtschaftsgebietes wahr genommen werden, kann nicht ..auf eine Rechtsnachföl-,ge im Vermögen geschlossen werdend Der ITiedersächsische Minister für Ernährung. Landwirtschaft und Porsten hat bereits durch Erlass vom 22» März 1948 unter C III klar-gestellt, dass das Land Kiedersachsen eine -’Rechtsnachf oi-ge in den Reichsnährstand ausdrücklich ablehnt„ Soweit die vom Reichsnährstand ausgeübten Punktionen hoheitlicher Art auf das beklagte Land "übergegangen" sind, handelt es sich in Wirklichkeit um eine Zurücknahme der Ausübung von Hoheitsbefugnissen, ohne dass hiermit irgendwie ein Betrieb im privatreehtlichen Sinn mit den sich daraus möglicherweise ergebenden schuldrechtlichen Verpflichtungen übernommen worden ist. April 1950 für den Pall eines pensionsberechtigten Angestellten eines Y/irtschaf ts verband es ausgesprochen, dass das Land Niedersachsen weder aus Rechtsnachfolge kraft Gesetzes noch aus Vermögensübernahme für die Pensionsrechte des zuletzt irrt Dienste. Das Berufungsgericht hat die Passivlegitimation des beklagten Landes nur im Hinblick auf die von dem Angestellten Yi WV0&&- als Beschlagnahmebeauftragten des Vieh-vi ir t s c hafts verb and e s am 21 > Januar . 194 Q vorgenommene Beschlagnahme der Färse verneint„ Es hat aber unterlassen zu prüfen, ob sich eine Haftung des beklagten Landes aus der am 28„ Januar 1948 vorgenommenen Abholung der Färse und der anschliessenden Verwertung ergeben könnte. Der Kläger hat nämlich seinen Amtshaftungsanspruch nicht ausschliesslich auf die von durchgeführte Beschlag- nahme, sondern auch auf die nachfolgende Abholung und Verwertung der Färse gestützt mit;der Begründung, dass ihm erst hierdurch das Eigentum entzogen worden seiselbst , wenn die Beschlagnahme als solche nicht unzulässig gewesen sei, hätten jedenfalls die zuständigen Bediensteten 1; des Kreislandwirtschaftsamts oder des Kreisernährungsamts eine Amtspflichtverletzung begangen, als sie trotz der. Verwertung der dem Kläger gehörigen Färse veranlasst hätten, Das Landgericht hat gerade hierin eine Amtspflicht-Verletzung erblickt und es dabei unter Hinweis auf RG-Z 100, 102 für "unschädlich" gehalten, dass der Kläger den Kreisernährungsämt ein Beamter oder Angestellter des beklagten Landes mitgewirkt hat» Unter Bezugnahme auf die Aussagen der von ihm benannten Zeugen Frau und hat: er nur vor ge tragen, dass Frau auf dem Kr e i s land v; ir t s c haf t s amt" be zw Kreiser- 1. ^samtlbei : dem Angestellt f^üiiü oil lig geworden, von diesem aber abschlägig beschieden worden sei« lach dem Tatbestand des landgerichtlichen Urteils ist das beschlagnahmte Tier durch das " Kr e is land v; i r t s chafts amt -Kreisernährungsamt A" verwertet und zu diesem Zweck bei der Zeugin EuüHÜli abgeholt worden« Der Very;ertungserl.es von 203,60 DU ist vom Kreislandwirtschaftsamt auf ein Konto der Zeugin überwiesen worden« Ob JtffllHi oder ein anderer Angestellter des Kreislandwirtschaftsamts\ des Kreisernährungsamts Abteilung A■oder B oder.der sonstigen KreisVerwaltung eine schuldhafte Amtspflichtverlet-zung zu dem Nachteil.des Klägers begangen haben, kann da-hingestellt bleiben« Es könnte immer nur eine Sachver-pfl.ichtüng des Reichsnährstandes oder des Landkreises Wesermünde, nicht aber des beklagten Landes in Betracht kommen« o d e, a Nied er sä c h sisc h ehl S t a a t smini s t er i ums .vom G« Augus t 1947 wurden die bisherigen Kreisbauernschaften (Kreis- landviirtschaftsste 11 en) und Ortsbauernvorsteher (Orts-landwirte) in den Landkreisen "Dienststellen der Staat-, liehen nrnährungs Verwaltung" und in • Kr eis land w i'r t s c hafts -amt' bezv» Ortsiandwirt umbenannt0 Wie auch die Revision nicht verkennt j wurde hierdurch an dem' früheren 'Rechtszustand sachlich nichts geändert» Die ■ lireisbauernschäf-ten waren bereits vorher unter der Bezeichnung "Ernäh-rungsamt Abteilung A" in den Landkreisen "bei den Land-' räten und in den Stadtkreisen bei den Oberbürgermeistern insofern "Dienststellen" der unteren Verwaltungsbehörden geworden, als die Ernährungsämter Bestandteile der unteren Verwaltungsbehörden vieren (§■ 9 der Verordnung über die wirtschaftsVerwaltung vom:270 August 1939; §§ 9, 10 der Verordnung über die E'eichsverteidiguhg und die Vereinheitlichung der .WirtschaftsVerwaltung vom 160 November 1942; % 3 der Verordnung über die öffentliche Bewirtschaftung von landwirtscbaftlichen Erzeugnissen vom 27.« August 1939) o 'Wenn der Reichsnährstand auf dem Gebiet der "Bedarfsdeckung" mit seinen Dienststellen und Gliederungen auch in der, Mittelund Unterstufe Ad er allgemeinen.-feisungsgewalt der .hier bestehenden staatlichen Behörden: Trotz des den staatlichen Behörden eingeräumten allgemeinen Weisungsrechts, blieben die teilweise oder ganz mit Aufgaben der staatlichen Ernährungsverwaltung - im Rahmen der "Bedarfsäek~ kung" - befassten Stellen Dienststellen des Reichsnährstandes, dessen rechtliche Selbständigkeit nicht eingeschränkt wurde. Der Reichsnährstand mit seinen Dienststellen und Gliederungen und die ihm angehörenden Zusammenschlüsse blieben als Anstellungskörperschal ten nach der vom Senat in solchen Fällen - angehendsten "Anstellungstheorie" auch dann für etwaige Amtspflichtverletzungen haftbar, wenn die von ihnen angestellten'Personen staatliche Hoheitsaufgaben wahrzunehmen hatten* Das.gleiche gilt für alle beim Reichsnährstand ehrenamtlich oder hauptamtlich tätigen Personen. August 1947 unter der Bezeichnung "Kreislandwirtschaftsamt" als "Dienststellen der staatlichen Verwaltung" bezeichnet werden, so entspricht dies zwar nicht in der Ausdrucksweise, wohl aber in sachlicher Hinsicht dem Beschluss des Staatsministeriums vom 24. Die Versuche der Revision, aus den Beschlüssen des taatsmiriiVteri urns''vom' 24» Juni und 6, August 1947 für die Bediensteten de xc<r i° r«, rtschaf i t- oin lineflung' de h 1 1 r • d h ' ' i 1 i u i e J "■ > ni nut z; r> Dr rote i > a r on, Diese Unterscheidung beschränkte sich aber auf Beamte im staatsrechtlichen Sinn und galt nicht mehr für Angestellte« Deren Arbeitgeber wurde- ausschliesslich der ICora-munalverband« Sie standen in rechtlichen Beziehungen zu dem landrat nur in dessen Eigenschaft als Organ des Kreises^ nicht als Staatsbeamten« Die läge war die gleiche wie bei den mit:Aufgaben der staatlichen Verwaltung!befassten Angestellten einer kreisfreien Stadt,, Soweit diese Ange-"stellten im Rahmen einer der Stadt übertragenen Verwaltung handeln, haftet für Amtsnflichtverletzungen aus- schliesslich die Stadt« Nachdem durch den Runderlass vom 3, März 194-3 die Bearbeitung staatlicher und kommunaler Verwaltungsausgaben denselben im Dienst des Kreiskommunal-verbandes stehenden Personen übertragen worden war. unterschied sich diese Art der Erledigung staatlicher Aufgaben -weder in der Form noch in der Sache von der Erledigung der sogenannten Auftragsangelegenheiten, Dass dabei dieser Ausdruck nicht angewendet wurde, kann angesichts der gesamten Entwicklung nicht entscheidend ins Gewicht fallen, wie der Senat in dem erwähnter, Urteil vom 5« Juni 195?- näher aus ge führt hat« Diese Regelung betrifft nicht nur die bei Inkrafttreten" des Runder lasses,’vom 8, März 1943 beim Land-ratsamt gange sie Ilten Personen; der Runder-lass gilt vielmehr auch für solche Angestellte, für die ein Dienstverhältnis erst später begründet wurde. hieran hat sich nach dem Zusammenbruch in dem Gebiet des späteren Landes; Uiedersachsen zunächst nichts geändert« Die in der Ereisinstanz tätigen Angestellten „blieben Angestellte des' ICreiskorrnun'alverbandes. der: Präsidenten der Landwirtschaftskämmern - der früheren Lande sbauernschaften - als seines Dienstvorgesetzten unterstandf als "selbständige Landesbehörden in der Preisstufe" bezeichnet werden;, so kann es sich hier-; bei nur um eine auf einer Verkennung der Rechtslage beruhende unzutreffende Ausdrucksvieise handeln,, zu demal auch sonst kein Grund für die Schaffung' neuer staatlicher Dienststellen in/der Kreisetehe erkennbar ist» Januar 1948 angeordneten Auflösung - des Reichsnährstandes» nach Ziff A 2a sollten bis zu dem Inkrafttreten des damals bereits vom Landtag beschlossenen, von der Militärregierung aber noch nicht genehmigten Gesetzes über die ErnährungsVerwaltung die Kreisland-wirtschaf t samt er als "Dienststellen in der Kreisebene" ihre bisherigen Aufgaben einstweilen woiterführen/ 'trotz der von ihnen wahr zunehmend eh staatlichen Aufgaben und trotz der. Auflösung des Reichsnährstandes bestand ater.kein Anlass, sic als echte staatliche Verwaltungsbehörden einzurichten und r,u kennzeichnen» Gemäss Ziff 3 I 1 wurden vielmehr-die Präsidenten der Kr e is ins tan z s ol 11 en sie sich der Kr eis landw ir t sc hafts -amt er bed i einen , Als weitere Dienststellen in der ICreis-ebene werden unter A I 2b die Ernährungsämter B für die Angelegenheiten der Verbräuchsregelung genanntv Dabei wird auf das fachliche Weisungsrecht des Land &sernäh-rungsamts und auf die bisherige' "dienstaufsichtsmässige Unterstellung unter die Behörden der allgemeinen Verwaltung" hingewieseno Auch aus dieser Regelung lässt sich nicht der Schluss ziehen, dass im Januar 1948 während der den Gegenstand der vorliegenden Klage bildenden Vorgänge in der Kreisinstanz bei den Ernährüngsäiji-tern echte staatliche Dienststellen mit staatlichen. hat, ergibt sich hieraus also nichts dafür, wie Ansprüche aus Anntspflichtverletzungen der für die Kreis-bauernschaft tätigen■’Personen hinsichtlich der -passiv-, legitimation zu beurteilen sind»